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Einführung: Liebe Schwestern und Brüder!
Ich begrüße Sie sehr herzlich und freue mich, dass sie heute gekommen sind. Es ist ein Zeichen dafür, dass Sie die vor uns liegenden Heiligen 40 Tage bewusst beginnen wollen. An ihrem Ende steht das Osterfest. Das Fest unserer Befreiung und Rettung durch Jesus, den Gesalbten Gottes.
Fangen wir an:
Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes!
Gnade und Frieden von Jesus Christus, unserem Bruder, Erlöser und Herrn, sei mit Euch!
Jesus Christus ist immer in unserer Mitte, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. Er offenbart uns Gottes Liebe zum Menschen, die größer ist als jede Sünde.
Zu ihm rufen wir und ihn grüßen wir voll Freude und Dankbarkeit:
Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
In den letzten Wochen habe ich immer wieder die Frage gestellt:
Was macht einen Christen zum Christen?
Christen sind Menschen, die den Ruf Jesu hören, die ihm folgen und die von ihm lernen.
Ganz am Anfang steht Jesus, der uns ruft. In seine Nachfolge ruft:
Er ruft uns,
dass wir uns mit den herrschenden Umständen nicht zufriedengeben, solange Menschen ausgenützt und erniedrigt und zurückgewiesen werden; wir können uns nicht damit abfinden, dass Menschen – also Glieder der Menschheitsfamilie wie wir – vor Unwetter und Hunger, vor Armut und Krieg fliehen müssen.
Wir können uns nicht damit zufriedengeben, dass der Lebensraum von Pflanzen und Tieren und Menschen zerstört wird –durch Unmäßigkeit im Reisen, im Fleischgenuss und im Verbrauch der Energie.
Jesus ruft uns, dass wir Gottes Willen tun, und dem Unrecht ein Ende setzen, dass wir Erbarmen haben mit den Elenden, die aus Dreckpfützen Wasser holen und die keinen Platz haben, um ihre Notdurft zu verrichten.
Auf diese Weise sind wir das Salz der Erde und das Licht der Welt.
Wir können Salz der Erde sein, wenn wir Jesus glauben, dass wir Gottes Kinder sind, unendlich wertvoll ‑ genauso wie der neugeborene Junge im Sudan und die von Soldaten vergewaltigte Frau in einem der vielen Kriegsgebiete dieser Erde.
Liebe Schwestern und Brüder,
unsere Macht ist begrenzt und wir können nicht viel mehr tun, als wenigstens diejenigen zu unterstützen, die versuchen, das Elend zu verringern: das tut MISEREOR in vielen Projekten, wo junge Menschen Bildung erfahren und so Chancen auf eine bessere Zukunft bekommen.
Das tut die kath. Friedensbewegung, die unverdrossen zum Frieden mahnt und Wege erforscht und aufzeigt, wie Konflikte gewaltfrei gelöst werden können.
Das tut die Caritas in vielen Beratungsdiensten für Menschen, die Rat und Hilfe brauchen. In ungezählten Einrichtungen finden Menschen Heimat und Geborgenheit, die sonst niemanden an ihrer Seite hätten.
Wir können und ich würde sogar sagen, wir sollen für diese Projekte beten und spenden.
Und wir sollen unser Denken, unser Mindset oder altmodisch unsere Gesinnung nicht denen unterwerfen, die predigen, das Geld und Macht stark machen und dass der Stärkere sich eben durchsetzt.
Wahrscheinlich renne ich mit diesem Aufruf bei Ihnen offene Türen ein.
Deshalb lenke ich Ihre Aufmerksamkeit nochmal darauf, was das Fundament dafür ist, dass wir uns nicht mit dem Unrecht abfinden; dass wir das uns mögliche tun, damit die Welt besser wird. Die Gedanken des Apostels Paulus aus der Lesung führen uns in die Tiefe:
Paulus – ruft uns – an Christi statt – auf: „Lasst euch mit Gott versöhnen!“
Werft ihm nicht vor, dass die Welt so ist, wie sie ist. Denn er hat Jesus in diese Welt gesandt. Jesus, der Gesalbte Gottes, hat alles auf sich genommen und ausgehaltern, was uns von Gott trennte: unsere Schuld, unsere Selbstsucht, unsere Hartherzigkeit und Ungeduld, unseren Stolz und unseren Neid und unseren Hass.
Er hat es ertragen, um uns davon zu befreien. Wir dürfen aufstehen und als Kinder Gottes leben.
Liebe Schwestern und Brüder,
die Heiligen 40 Tage sind eine Zeit der Stärkung im Vertrauen eine Zeit der Übung in der Liebe zum Nächsten und der Vergewisserung unseres Glaubens an Jesus, den Gesalbten Gottes und seine Botschaft.
Gerade weil wir als Jünger Jesu leben wollen, sind wir uns bewusst, dass wir immer noch wachsen können: in der Liebe zu Gott, in der Liebe zum Mitmenschen und in dem Frieden, den allein Jesus uns geben kann.
Jetzt ist die Zeit der Gnade! – Nützen wir diese Gelegenheit und dass die Gnade Gottes in uns und durch uns in dieser Welt wirkt, Amen.
Allgemeines Gebet
Lektor/in: Gott, du erfüllst uns mit deinem Geist und gibst uns Kraft, damit wir einander Gutes tun und dadurch Zeugnis geben für deine Liebe.
L/A: Herr, wir kommen zu dir.
- Gott, du hast uns als dein Ebenbild geschaffen
A: Herr, wir kommen zu dir.
- Du willst dass wir vor dir in Frieden leben
- Du bist die Wahrheit, nach der wir suchen.
- Du hast uns durch Christus mit dir versöhnt
- Du bist gerecht und schließt niemand von deiner Liebe aus.
- Du verheißt uns ewiges Leben
Lektor/in: Wir bitten dich für alle, die sich in diesen Wochen auf die Feier des Osterfestes vorbereiten:
L/A: Herr, erhöre unser Rufen
- Segne unser Bemühen, unseren Glauben zu stärken.
A: Herr, erhöre unser Rufen
- Gib uns Mut und Einsicht, damit wir uns selbst erkennen.
- Gib uns Kraft, dass wir unsere Verantwortung für andere erfüllen.
- Wecke in uns die Liebe zu den notleidenden Menschen
- Bestärke uns im Entschluss durch freiwilligen Verzicht unsere Selbsbezogenheit und Selbstsucht zu überwinden.
Lektor/in: Gott, du bist die Quelle des Lebens und alles lebt durch dich. Wir preisen dich heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.
Lasset uns Beten
Herr, Heiliger Vater, ewiger Gott, wir loben und preisen dich für Jesus, deinen Gesalbten. Jedes Jahr schenkst du uns die Gnade, dass wir uns vorbereiten, das Osterfest in der Freude des Glaubens zu feiern.
Du selbst weckst in uns diesen Glauben durch den Heiligen Geist.
Du bewegst uns in diesen Heiligen vierzig Tagen,
dir noch mehr zu vertrauen,
um den Glauben zu beten,
und die Menschenliebe noch mehr zu üben.
Wenn wir uns an das Leben und Leiden und die Auferstehung deines Sohnes erinnern und die Geheimnisse unseres Glaubens feiern,
erneuerst du in uns die Gnade der Kindschaft.
So befreist du uns von dem, was uns daran hindern könnte, dir zu vertrauen und deinem Sohn von ganzem Herzen zu folgen.
Du führst uns zur österlichen Freude
und zur Fülle des Lebens durch
Jesus, deinen Gesalbten.
Durch ihn und mit ihm und in ihm, ist dir Gott allmächtiger Vater in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
