Fragen sie sich doch bitte: Wovon lebe ich? Was gibt mir Kraft?
Essen und Trinken! Ohne Flüssigkeit, ohne Wasser überlebt der Mensch nur wenige Tage. Ohne Nahrung verlieren wir die Kraft, gehen wir langsam aber sicher zugrunde.
Und wenn sie genügend zu essen und zu trinken haben?
Reicht es ihnen dann? Möchte sie nicht auch noch ein gemütliches Zuhause? Wärme?
Was gibt ihnen Kraft? Wovon leben sie?
Wir leben von der Begegnung mit Menschen?
Wir leben von der Anerkennung, die uns gegeben wird?
Wir leben von der Zuwendung, die wir erfahren.
Es gibt uns Kraft, wenn wir merken, dass jemand uns mag.
Es gibt uns Kraft, wenn wir merken, dass unser Tun und Mühen etwas bewirkt.
Wir können unglaubliche Kräfte frei setzen, wenn wir ein großes Ziel haben, für das wir uns einsetzen und das uns wichtig ist.
Wahrscheinlich haben Sie schon die gedankliche Brücke zur Eucharistiefeier erkannt:
In der Eucharistie begegnet uns der Auferstandene Christus;
er wendet sich uns zu und erkennt uns als Kinder Gottes, als seine geliebten Schwestern und Brüder;
er setzt sich für uns ein, so dass er sein ganzes Leben für uns lebt und auch noch für uns sein Leben gibt.
Er beruft uns einem großen Ziel zu folgen:
das Reich Gottes soll gegenwärtig sein in unserem Tun.
Wir empfangen das gebrochene Brot. Dabei empfangen wir Gemeinschaft mit Jesus, und werden Gemeinschaft untereinander. Wir werden zu dem, den wir empfangen – Christus.
Wenn wir mit dem geweihten, konsekrierten Brot durch unsere Straßen ziehen, wird eines deutlich:
Wo wir Christen hinkommen, kommt Christus.
Wo wir handeln, handelt der, an den wir glauben: Christus.
Durch uns und in uns ist Christus gegenwärtig – er, den wir im gebrochenen Brot empfangen.
Schwestern und Brüder, es kann nicht ohne Wirkung bleiben, wenn wir Kommunion, Gemeinschaft haben mit Christus, wenn wir Gott loben und preisen.
Da durch uns und in uns Christus gegenwärtig wird in dieser Welt, leitet uns ein Gedanke:
Was würde Jesus an meiner Stelle tun? Was würde er an meiner Stelle sagen?
Wie kann Christus durch mich gegenwärtig werden, so dass mein Nächster erhält, wovon er leben kann:
Zuwendung, Anerkennung und die Einladung, am Reich Gottes mitzubauen.