11.04.2026: Taufe Jesu

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung

Der Alltag in der Schule hat wieder begonnen:
Die Kinder könnten nicht genug Ferien bekommen.

Erwachsene sind oft auch froh, wenn nach den vielen Festtagen,
nach all den Einladungen und Besuchen und Aktivitäten und besonderen Bemühungen beim Kochen der gewohnte Ablauf wieder einkehrt.

Wir brauchen auch dafür viel Kraft.
Wir bemühen uns, es gut zu machen.
Wir wollen Menschen sein, mit denen man gut auskommen kann.

Jesus, an den wir glauben, hilft uns dabei. Zu ihm rufen wir:

  • Jesus, von Maria geboren.
  • Jesus, voll Liebe zu den Menschen
  • Jesus, erfüllt von Gottes Geist und Kraft.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Wann ist Ihnen das das letzte Mal passiert?
Sie kommen in einen Raum und denken sofort: mmmh hier riecht es aber gut! – Ob sie es glauben oder nicht, das hat mit der Taufe zu tun – wie sie in der röm.kath. Kirche gespendet wird.

Wer getauft wird, wird auch mit gesalbt – mit der Salbe, dem Chrisam. Das ist Olivenöl, dem Rosenöl hinzugefügt wurde, damit es gut riecht.

Ein alter Theologe hat gesagt: Die Getauften sollen unter den Menschen ein „Wohlgeruch“ sein. Damit wechseln wir natürlich die Sprachebene von der Beschreibung zur Symbolik.

Es geht nicht mehr um den Duft, sondern um das Wesen eines Menschen:
Freundlich, ehrlich aber nicht brüskierend, humorvoll aber nicht lächerlich.
Vielleicht mögen sie heute selber noch ein wenig überlegen, was jemand zu einem angenehmen Menschen macht.

Wodurch können Getaufte zu angenehmeren Menschen werden?
Wodurch werden wir zu angenehmeren Menschen – hoffentlich?

Das hängt wiederum mit der Salbung bei der Taufe zusammen.

Diese Salbung drückt aus, was wir in unserem Gottesglauben erfahren:

Wie eine Salbe heilt uns der Glaube – vor allem unser Inneres, das wir mit dem Wort Seele benennen: wir alle haben unsere seelischen Verletzungen: Die Unzufriedenheit mit uns selbst, die Enttäuschungen durch manche Freunde oder Verwandte, uvm.

Wir glauben aber, dass Gott uns liebt, dass er immer zu uns steht, dass er uns annimmt, auch wenn wir in vielem unvollkommen sind – besonders in unserer Fähigkeit zur Liebe.

Wie eine Salbe schützt uns unser Gottesglaube: manchmal sind wir in Gefahr, dass wir nur noch das Schlechte sehen, dass wir nicht mehr an die größere Kraft des Guten glauben.

Wir glauben aber, dass Gott gut ist und dass deshalb das Gute ewig ist, während das Böse vergeht. So schützt uns unser Glaube an Gott auch davor, selbst dem Bösen nachzugeben.

Wie eine Salbe pflegt und stärkt der Glaube an Gott unsere Seele: Die Herausforderungen, die vielen Erlebnisse – erfreuliche und traurig machende – zehren an unseren Kräften. Wie der Leib Stärkung braucht, so braucht auch unsere Seele beständig und verlässlich Stärkung.

Wir empfangen diese Kraft von Gott durch seinen Geist, der unseren Willen zum Guten stärkt, unsere Bereitschaft geduldig zu bleiben und Verständnis zu zeigen und unseren Mut für Gerechtigkeit einzutreten.

Gott stärkt uns, Gott schützt uns, Gott heilt uns!

Gott, du uns, immer wieder heilst du uns und gibst uns Kraft.
Hilf uns, dass das Gute, das du an uns tust in uns Frucht bringt und
wir anderen gut tun. – Amen.