15.09.24: 24. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Im Himmel gibt es keine Schmerzen, keinen Streit. Niemand wird mehr Unrecht tun, das Lamm muss den Wolf nicht mehr fürchten. Hunger und Durst, Einsamkeit und Traurigkeit sind aus dem Gedächtnis entschwunden.

Im Himmel! Wir leben auf der Erde. Hier haben wir die Chance und die Aufgabe, gemäß unserem Glauben an den Himmel, der kommt, zu handeln.

Schmerzen, Enttäuschungen und das viele Leid, das Menschen ertragen stellen unseren Glauben auf die Probe.

Deshalb rufen wir:

Tagesgebet
Gott, du bist der Schöpfer
   des ganzen Weltalls.
Schau liebevoll auf uns,
   deine Töchter und Söhne.
Gib, dass wir deinem Reich der Liebe dienen
und die Kraft deiner Liebe an uns erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Ich möchte zusammen mit ihnen überlegen: Wer ist Jesus für mich? Was halte ich von ihm? Was habe ich von ihm verstanden?

In der Szene, haben wir gerade zwei gegensätzliche Antworten gehört:
Die Antwort, die der Evangelist uns nahe legen will – das ist das, was Jesus selbst sagt – und die Antwort, die Petrus gibt – als Sprecher der von Jesus berufenen „Apostel“ – die aber zu diesem Zeitpunkt noch Lehrlinge sind und erst anfangen, Jesus zu verstehen:

Petrus sagt: Du bist Christus! Das ist griechisch. In der Sprache des Petrus und seines Meisters: Du bist der Messias!

Petrus traut Jesus zu, dass Jesus der ersehnte Messias ist und die Gottes­herrschaft aufrichtet, dass er sein Volk befreit und dass durch ihn die Verheißung wahr wird: Die Völker werden von der ganzen Erde kommen, um vom Gott Israels Weisung zu empfangen und in Frieden zu leben.

Liebe Schwestern und Brüder, Petrus denkt und spricht wie viele Jünger Jesu – nicht nur damals – auch heute:
Die Päpste und ihre Kardinäle wollten als Stellvertreter Gottes die Herrschaft über alle Mächte haben.
Sie ließen prachtvolle Kirchen errichten wie den Lateran und den Peters­dom – die tollsten Kunstwerke ließen sie erschaffen, wie den Trevi Brunnen in Rom. Wie Petrus wollten sie der Herrschaft Christi zum Durchbruch verhelfen.

Wie Petrus wünschen sich viele eine bessere Welt und beklagen den Zustand der heutigen Welt. Sie geraten in Zweifel und sagen: „Wie kann Gott das zulassen?“ – Gott sollte das Elend beendigen!

Der Evangelist etwas anders als Botschaft Jesu, des Christus: Christus ist und wird dadurch zum Christus, dass er erleidet, was Jesaja als Sprachrohr Gottes, als Prophet, vom Menschensohn gesagt hat: Er wird verworfen und getötet – aber er wird auferstehen, zum Leben in Gottes Herrlichkeit.

Das Evangelium wird ganz persönlich: Wer Jesus nachfolgen will, wer an ihn und die Auferstehung glaubt, wer wirklich an den Frieden Gottes glaubt, der gehe den gleichen Weg: er nehme sein Kreuz auf sich.

Jesus beruft nicht zu einem Leben im seelischen Wattebausch und im
körperlichen Wellness Hotel – obwohl er beides ebenfalls genossen hat – man denke nur an die Salbung seiner Füße in Betanien.

Jesus beruft dazu, das Leben anzunehmen, die leichten und die schweren Tage, Gesundheit und Krankheit, Erfolg und Verfolgung, Ehrungen und Kränkungen – und dabei den Glauben an die Liebe zu bewahren.
Das meint das „hinter mich“ – das er zu Petrus sagte, der ihn versuchte, von diesem Weg abzubringen und so als Verwirrer, als Satan redete.

Eine kurze Geschichte hat mir selbst gefühlsmäßig nahegebracht, dass das Heil nicht darin liegt, es möglichst bequem und leicht zu haben:

Das passende Kreuz Ein Mensch beklagte sich über das Kreuz, das er in seinem Leben zu tragen habe. Viel zu schwer sei es, viel zu groß, für ihn nicht zu ertragen. Gott erbarmte sich und führte ihn in einen Raum, in dem alle möglichen Kreuze aufgestellt waren. Er sagte zu dem Menschen:

„Wähle dir ein Kreuz aus!“ Der machte sich auf die Suche. Er sah ein Kreuz mit ganz dünnen Balken, allerdings war es sehr lang und groß. Ein kleines lag davor – kaum halb so groß, aber dieses war so schwer wie Blei. Ein anderes gefiel ihm da schon eher. Er legte es sich probeweise auf die Schulter, aber es hatte gerade dort, wo es auf der Schulter auflag, eine Spitze, die sich tief ins Fleisch bohrte. Er sah sich weiter um, aber jedes Kreuz hatte einen anderen Nachteil. So fand er nichts Passendes, bis ihm schließlich ein Kreuz auffiel, das er bisher übersehen hatte. Er nahm es, und es war wie für ihn geschaffen. Dieses Kreuz wählte er. Und Gott sprach zu ihm: „Das ist das Kreuz, das du bisher getragen hast.“

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, wir denken an all die Kreuze, die Menschen tragen und beten im Geist Jesu zu dir:
Gott des Lebens und der Liebe  L/A: Erfülle Sie mit deiner Kraft.

  • Wir beten für die Menschen, denen Gliedmaßen fehlen und die schwere Verletzungen erlitten haben. Gott des Lebens und der Liebe
  • Wir beten für die Menschen, die unter psychischen Erkrankungen leiden. Gott des Lebens und der Liebe
  • Wir beten für die Menschen, die in der Schule oder in der Arbeit gedemütigt und benachteiligt werden. Gott des Lebens und der Liebe
  • Wir beten für die Menschen, die ihre Kräfte in der Pflege ihrer Angehörigen verzehren. Gott des Lebens und der Liebe
  • Wir beten für die Menschen, die viel Geduld für ihre Angehörigen aufbringen müssen. Gott des Lebens und der Liebe
  • Wir beten für die Menschen, die sich schwertun, sich selbst anzunehmen. Gott des Lebens und der Liebe

Lektor/in: Vater im Himmel, Jesus hat sein Kreuz getragen und dir sein Leben anvertraut. Mit ihm nimm alle Menschen, die ihr schweres Kreuz tragen auf in dein Licht und deine Herrlichkeit.

08.09.24: 23. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Wie fühlen sie sich?

Haben Sie Schmerzen?
Einschränkungen in der Beweglichkeit, im Sehen, im Hören?
Erschöpft, Müde,
oder fühlen sie sich wohl in ihrer Haut?

Was ist ihr Zufriedenheitsstatus von 0 bis 10?

So sind wir um unseren Herrn Jesus Christus versammelt.
Von ihm erwarten wir Heil für Leib und Seele. Zu ihm rufen wir:

Herr Jesus Christus, auf den wir warten
Herr Jesus Christus, zu dem wir rufen
Herr Jesus Christus, auf den wir hören

Lasst uns preisen Gott, den Vater mit seinem Sohn im Heiligen Geist.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
heute wird vielen Menschen, die schlecht hören, durch ein Hörgerät geholfen. Die meisten jammern, dass das nicht so hundertprozentig hilft.

Das ist mit dieser Heilungsgeschichte nicht gemeint: Ein gehörloser Mann wird geheilt und lernt im Nu seine Zunge richtig zu gebrauchen.

Die Wissenschaftler, die sich mit dieser Heilungsgeschichte befassen, sind sich nicht sicher, ob der Evangelist ein Ereignis erzählen will, oder ob er diese Geschichte als Symbolgeschichte in sein Evangelium aufgenommen hat. Ich wende mich heute der symbolischen Deutung zu:

Menschen sind manchmal taub für bestimmte Botschaften.
Sie können und wollen es einfach nicht hören:

Pessimisten können sich nicht vorstellen, dass es nicht unbedingt so schlecht kommen muss.

Es kann nahezu unmöglich sein, einem verzweifelten Menschen Hoffnung machen zu wollen.

„Mach’s halt einmal anders. Vielleicht geht es besser!“ Bei manchen Menschen könnte man genauso gut an eine Wand reden.

Mit diesen Beispielen möchte ich nur die Denkspur öffnen für die symbolische Deutung der Taubheit der Menschen:

Die Menschen sind taub für die Botschaft,
dass das Glück und die Seligkeit darin liegt,
der Liebe im Leben den ersten Platz zu geben.

Viele Menschen können kaum annehmen, dass sie geliebt sind – so wie sie sind, in ihrer Einmaligkeit und mit ihrer Geschichte und ihrem Wesen.

Viele Menschen können nicht glauben, dass sie wertvoll und wichtig sind.

Stattdessen vergleichen sie sich mit anderen: wer ist klüger, stärker, wer hat die schöneren Sachen, …

Dieses Vergleichen ist eine Quelle der Unzufriedenheit. Der Wert des Menschen wird dadurch abhängig von dem, was er kann, was er besser kann und was er hat und mehr hat.

Eigentlich ist es aber offensichtlich anders:

Der Mensch, sein Leben, ist der höchste Wert, den es gibt.
Kein Mensch ist wertvoller als der andere.

In ihnen regt sich Widerspruch?
Sie denken: Ein Lügner ist weniger wertvoll wie einer, der ehrlich ist?
Sie denken, ein Egoist kann doch nicht als genauso wertvoll gelten wie jemand, der anderen hilft und für gute Zwecke spendet?

Verwechseln wir nicht die Person mit ihrem Tun:

Egoist, Lügner, Gewalttäter … sind Menschen, die taub sind für die Botschaft, dass sie und jeder Mensch unendlich wertvoll sind.

Es sind Menschen, die irgendwie versuchen, im Leben besser dazustehen:
Reicher, mächtiger, stärker – auch auf Kosten anderer – weil sie nicht glauben, dass jeder Mensch wertvoll ist, dass sie selbst wertvoll sind.

Liebe Schwestern und Brüder,
wir sind hier, weil wir geöffnet wurden für das Wort.
Wir glauben, dass jeder Mensch als Kind Gottes wertvoll und wichtig ist.

Aber der Bazillus des Vergleichens steckt auch in uns. Der Bazillus kann uns krank machen: er bewirkt Neid und Unzufriedenheit, das Gefühl der Benachteiligung. Er entmutigt. Er hemmt. Er macht uns klein.

Wenn aber der Ruf Jesu wieder in uns wirkt: sein „Effata“
können wir einstimmen in den Jubel der Menschen,
in den Jubel der ganzen Schöpfung,
die aus Gott ist und in der Gott uns begegnet:

Wir können rufen:
„Er hat alles gut gemacht. Er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen“

Es ist gut: die Erde trägt und ernährt uns und wir dürfen sie mit allen Lebewesen teilen, bis wir eingehen in das Licht und die Herrlichkeit und die Freude unseres Gottes. Amen.

Fürbitten

Lektor/in: Dankbar für das Geschenk des Lebens beten wir, für die Menschen in ihren vielerlei Nöten: Gott, Ursprung des Lebens –
L/A:     Schenke Heil und Segen

  • Wir beten für die Menschen mit körperlichen und geistigen und seelischen Einschränkungen. Gott, Ursprung des Lebens –

A   Schenke Heil und Segen

  • Wir beten für die Pflegekräfte und Ärztinnen und Ärzte, dass sie viele Menschen heilen können oder das Leid lindern können. Gott, Ursprung des Lebens –

A:  Schenke Heil und Segen

  • Wir beten für alle, die kranken Angehörigen und Freunde beistehen, sie pflegen und sich um sie kümmern. Gott, Ursprung des Lebens –

A:  Schenke Heil und Segen

  • Wir beten, dass immer mehr Menschen sich entscheiden auf keinen Fall und unter keinen Umständen einem anderen Leid zuzufügen. Gott, Ursprung des Lebens –

A:  Schenke Heil und Segen

Lektor/in: Gott und Vater, du rufst uns ins Leben, damit wir dem Leben dienen und es beschützen und bewahren. Wir loben Dich für das All, die Sterne, die Erde und ihre Schätze – jetzt und in Ewigkeit. Amen.

01.09.2024: 22. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Mitchristen, unser Ideal ist, die Liebe Gottes anzunehmen und ihr zu antworten.
Wir können Gott fast ausschließlich in unseren Mitmenschen begegnen. Deshalb erwidern wir Gottes Liebe, wenn wir unsere Mitmenschen lieben.
Wer Gott dient, dient dem Leben und wer dem Leben dient, dient Gott.

Danken wir jetzt Gott gemeinsam, für alles Gute, das wir in dieser Woche tun konnten und schöpfen wir Kraft für die Tage vor uns, dass wir weiter Gutes tun können.

Jesus, du hast uns Gottes Liebe gezeigt.
Du hast den Menschen gedient.
Du rufst auch uns, einander zu dienen.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Wer jemand im Krankenhaus besucht und nach dem richtigen Zimmer sucht, stößt auf die Beschriftungen: „Rein“ und „Unrein“. Dahinter verbirgt sich wohl gebrauchte also „verunreinigte“ Wäsche und anderes bzw. frisch gewaschene Wäsche und gereinigte Gegenstände.

Rein und unrein – diese Begriffe haben heute keinen religiösen Klang.
Obwohl: Ich erinnere mich wohl an die Mahnungen in der Ausbildung und bei Fortbildungen, wir sollten die reine Lehre der Kirche verkünden – sei es gelegen oder ungelegen.

Und ja: in manchen Kirchenliedern besingen wir noch, dass wir rein von Sünden sein wollen. Und damit rühren wir an die ernsthafte Frage, die mit den Wörtern „rein“ und „unrein“ sein angesprochen wird:

Wie soll und will ich vor Gott da sein und wie kann ich das erreichen?

Es ist ja unsere Eigenart, dass wir gut dastehen wollen,
wir wollen alles richtig machen,
wir wollen uns nicht schämen müssen für das, wie wir sind und was wir tun und was wir nicht können.

Wie können wir vor Gott gut dastehen? Im 3. Hochgebet beten wir darum, dass wir Gott „wohl gefallen“ – also „gut gefallen“

Jesus muss sich mit der Kritik an seinen Jüngern auseinandersetzen, die gewisse „Reinheitsvorschriften“ nicht so recht eingehalten haben.
Er wehrt die Vorwürfe ab und weist darauf hin, dass es Gott egal ist, ob wir mehr oder weniger „reinlich“ sind. Natürlich ist es sehr wohl geboten durch Hygiene für die eigene Gesundheit und für die anderer zu sorgen.

Der Mensch steht vor Gott nicht gut oder schlecht da, weil er reinlich ist, oder weil er Kniebeugen und Verneigungen macht. Gott braucht kein Zeremoniell wie ein König oder Präsident.

Wenn der Mensch vor Gott schlecht dasteht, dann deshalb, weil er seine Mitmenschen gering achtet und ihnen Schaden zufügt: das besagt jedenfalls die Aufzählung des Evangelisten:

Unzucht ‑  Diebstahl – Mord – Ehebruch – Habgier – Bosheit – Hinterlist – Ausschweifung – Neid – Lästerung ‑ Hochmut und Unvernunft. – Also das Böse, bewirkt, dass der Mensch vor Gott schlecht dasteht.

Ich gebe zu: „gut oder schlecht dastehen“ – das sind nicht ganz passende Ausdrücke in Bezug auf unsere Gottesbeziehung.
Die Bibel nennt das „rein“ oder „unrein“ sein bzw. „gerecht“ oder „ungerecht“ sein. Die das Böse im Sinn haben und tun, das sind eben Sünder!

Jetzt gehen die Fragen erst richtig los:

Kann man dieses Böse meiden? Oder nur Meistens? Oder nur das Meiste?

Die wenigsten morden, aber Neid ist ein Gefühl, das vielen bekannt ist.

Und wenn ich vor Gott nicht „rein“ oder „gerecht“, sondern sündig bin, weist er mich dann zurück? Kündigt er mir die Freundschaft?

Das ist nicht der Gegenstand dieses Gesprächs Jesu mit den Pharisäern und den Jüngern. Deshalb erinnere ich uns nur kurz an Jesus und Zachäus, an das Gleichnis vom barmherzigen Vater – da geht es um diese Fragen.

Aus dem heutigen Abschnitt können wir aber die Lehre ziehen, in der Weise wie es der Jakobusbrief tut:

Nehmt das Wort an, das in euch eingepflanzt ist.
Es bringt euch Versöhnung. Bleibt aber nicht nur „Hörer“ des Wortes,
sondern werdet „Täter des Wortes“.

Will sagen:

Ihr empfangt die Versöhnung mit Gott und den Frieden,
ihr empfangt das Leben von Gott!

Also lebt selbst für die Versöhnung und für den Frieden und dient dem Leben – besonders der Schwachen! – Wer vor Gott gut da stehen möchte – der wird das beherzigen.

Fürbitten

Lektor/in: Gott, du erfüllst uns mit Leben. Wenn wir einander Liebe erweisen, sind wir dir am meisten ähnlich. Wir beten zu dir:
Vater des Lebens        L/A: Wir beten zu dir.

Wir beten für die Menschen, denen Böses getan wurde und wird:
Dass sie nicht aufhören, an das Gute zu glauben und das Gute zu wollen. Vater des Lebens

A: Wir beten zu dir.

Wir beten für die Menschen, die Böses wünschen und wollen und tun:
Dass sie aufwachen und umkehren und dich und das Leben suchen. Vater des Lebens

A: Wir beten zu dir.

Wir beten für unsere Bundesrepublik: dass wir uns nicht spalten, sondern zusammen bleiben in dem Bekenntnis, dass die Würde eines jeden Menschen nicht verletzt werden darf und dass jeder Mensch gleich ist und die gleichen Rechte hat. Vater des Lebens

A: Wir beten zu dir.

Wir beten für unsere Kirche: dass sie die frohe Botschaft Jesu vom Reich Gottes unverfälscht verkündet und nicht durch menschliche Gesetze verdunkelt. Vater des Lebens

A: Wir beten zu dir.

Wir beten für unsere Pfarreiengemeinschaft: dass wir miteinander die Freude des Glaubens erleben und Menschen hinzugewinnen.
Vater des Lebens

A: Wir beten zu dir.

Lektor/in: Gott, du bist in allem und größer als alles und du verbindest alles was ist. Wir danken Dir, dass Du uns Deinen Frieden schenkst und dass deine Freude in uns ist. Deinen Namen loben wir in Ewigkeit. Amen.

25.08.24: 21. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder, im Markusevan­gelium hören wir Jesus sagen: Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.

Jesu Dienst war die Heilung der Menschen:
Von ihren Krankheiten, von ihrem schlechten Gewissen, von ihrem Gefühl nichts wert zu sein, von ihrer Angst, von Hass und Neid.

Wir nehmen diesen Dienst Jesu an uns dankbar an. Seine Lehre erfüllt uns mit Lebensfreude und Lebenskraft.

Wir rufen ihm zu:

  • Jesus, du hast die Menschen geheilt.
  • Du hast die Menschen befreit.
  • Du gibst uns Kraft und Freude.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder
man traut es sich fast nicht zu zitieren. Nach ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin sagte Frau Dr. Merkel im Mai 2005: „Ich will Deutschland dienen!“ „Dienen!“ ist ein seltenes Wort geworden!

Jacques Gaillot, der 1995 abgesetzte Bischof von Evreux prägte den Spruch: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts!“

Und Frauen und Männer, die für eine Selig- oder Heiligsprechung vorgeschlagen sind, werden in den Begründungsschreiben „Diener oder Dienerin Gottes genannt“.

Wer will Dienerin oder Diener Gottes sein? Und was heißt es „Gott zu dienen“, so wie es die Israeliten gegenüber Josua beteuerten?

„Dienen“ steht gegen „Selbstbestimmung“. Sehr viele verstehen heute Freiheit als Selbstbestimmung – ohne Vorgaben von irgendjemand oder irgendetwas.

Unversehens wird die scheinbar unbeschränkte Freiheit öfter zur Falle:
Man sucht die Freiheit und findet sich in der Enge der selbstbezogenen Wünsche und ihrer zwanghaften Erfüllung.

Ich möchte das Wort dienen retten. Dafür muss es aber zuerst aus seinem vergifteten Zusammenhang befreit werden: Dienen ist kein Synonym für „Fremdbestimmung“, für „Kadavergehorsam“ und „Verzicht auf den eigenen Willen“.

Dienen verstehe ich als freiwilligen Akt in dem ich über mich selbst verfüge. Wenn ich mich entscheide, jemandem oder einem Ideal zu dienen, stelle ich mich und mein Leben in einen weiteren Zusammenhang und werde unabhängiger von meiner Ich bezogenen Bedürftigkeit.

Und erst recht, wenn ich mich entscheide, in meinem Leben Gott zu dienen: Wer Gott dem Höchsten dient, der hat keine andere Herrschaft mehr über sich!

Was aber heißt dienen?
Selbst der Diener hat durch seinen Dienst Anteil gehabt an der Bedeutung seiner Herrschaft – obwohl das ein extrem unterwürfiger Begriff von dienen ist, der zumindest in der Sprache überwunden wurde.

Wenn ich diene, diene ich etwas oder jemand größerem und das hebt meinen Blick und weitet mein Verständnis.

Wenn ich Gott diene, dann geht es darum, dass seine Güte durch mich sichtbar wird. Wer Gott dient, der dient dem Menschen:
dass die Menschen einander Freiheit lassen, dass sie einander beistehen und unterstützen, dass sie barmherzig sind mit den Fehlern der anderen, dass es gerecht zugeht und dass die Wahrheit zu ihrem Recht kommt.
Wer Gott dient, dient dem Leben!

Und dafür gibt es die vielfältigsten Möglichkeiten – im Prinzip, so viele, wie es Menschen gibt: jeder kann Gott dienen!

Von den Israeliten wird erzählt, wie sie beteuerten, dass sie Gott dienen wollen und also diese Gebote halten wollen, die dem Leben und dem Miteinander leben dienen.

Eine ähnliche Entscheidungssituation ergibt sich für die Jünger Jesu, nach dem er gesagt hatte: Wer mein Fleisch isst, wird durch mich leben.

Viele seiner Jünger zogen sich daraufhin zurück. Dem Petrus werden als dem Vertreter der 12 Apostel die Worte in den Mund gelegt: „Wohin sollten wir gehen. Du hast Worte des ewigen Lebens!“

Das dienen und Gott dienen erhält dadurch eine ganz andere Note:

Das erste ist, dass sie sich beschenken lassen: Vom Heiligen Gottes, der ewiges Leben bringt.

Gott dienen heißt: Von ihm das Leben empfangen und mit ihm zusammen das Leben schützen und bewahren und zeugen und weitergeben.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich finde, wir werden alle dadurch „größer“ und „freier“ und „lebendiger“, dass wir Gott dienen, also seine Liebe annehmen und sie erwidern.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, Ursprung und Schöpfer des Alls, wir wollen dir dienen, damit deine Liebe in dieser Welt von den Menschen gelobt und gepriesen wird. Wir beten zu dir: Gott und Vater

L/A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für unsere Bundesrepublik Deutschland, dass der Zusammen­halt in der Bevölkerung wieder größer wird und alle ihre Verantwortung für die Gemeinschaft erkennen. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für die heutige Generation: dass wir unseren Nachfahren die Erde wie einen liebevoll gepflegten Garten hinterlassen. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für die Armen in unserer Gesellschaft, dass sie gerechten Anteil haben an den Gütern im Land. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für alle, denen Gewalt angetan wird auf dieser Erde: dass sie Rettung erfahren und Frieden finden. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für alle, die ein gutes Leben führen, dass sie barmherzig sind mit denen, deren Leben weniger geordnet verläuft. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

Lektor/in: Gott, dein Sohn ist in die Welt gekommen, um uns zu dienen. Wir wollen ihm ähnlich werden und dir und unseren Mitmenschen dienen, damit dein Reich unter uns wächst. Wir loben dich in Ewigkeit. Amen

225.08.24: 21. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder, im Markusevan­gelium hören wir Jesus sagen: Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen.

Jesu Dienst war die Heilung der Menschen:
Von ihren Krankheiten, von ihrem schlechten Gewissen, von ihrem Gefühl nichts wert zu sein, von ihrer Angst, von Hass und Neid.

Wir nehmen diesen Dienst Jesu an uns dankbar an. Seine Lehre erfüllt uns mit Lebensfreude und Lebenskraft.

Wir rufen ihm zu:

  • Jesus, du hast die Menschen geheilt.
  • Du hast die Menschen befreit.
  • Du gibst uns Kraft und Freude.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder
man traut es sich fast nicht zu zitieren. Nach ihrer Nominierung zur Kanzlerkandidatin sagte Frau Dr. Merkel im Mai 2005: „Ich will Deutschland dienen!“ „Dienen!“ ist ein seltenes Wort geworden!

Jacques Gaillot, der 1995 abgesetzte Bischof von Evreux prägte den Spruch: „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts!“

Und Frauen und Männer, die für eine Selig- oder Heiligsprechung vorgeschlagen sind, werden in den Begründungsschreiben „Diener oder Dienerin Gottes genannt“.

Wer will Dienerin oder Diener Gottes sein? Und was heißt es „Gott zu dienen“, so wie es die Israeliten gegenüber Josua beteuerten?

„Dienen“ steht gegen „Selbstbestimmung“. Sehr viele verstehen heute Freiheit als Selbstbestimmung – ohne Vorgaben von irgendjemand oder irgendetwas.

Unversehens wird die scheinbar unbeschränkte Freiheit öfter zur Falle:
Man sucht die Freiheit und findet sich in der Enge der selbstbezogenen Wünsche und ihrer zwanghaften Erfüllung.

Ich möchte das Wort dienen retten. Dafür muss es aber zuerst aus seinem vergifteten Zusammenhang befreit werden: Dienen ist kein Synonym für „Fremdbestimmung“, für „Kadavergehorsam“ und „Verzicht auf den eigenen Willen“.

Dienen verstehe ich als freiwilligen Akt in dem ich über mich selbst verfüge. Wenn ich mich entscheide, jemandem oder einem Ideal zu dienen, stelle ich mich und mein Leben in einen weiteren Zusammenhang und werde unabhängiger von meiner Ich bezogenen Bedürftigkeit.

Und erst recht, wenn ich mich entscheide, in meinem Leben Gott zu dienen: Wer Gott dem Höchsten dient, der hat keine andere Herrschaft mehr über sich!

Was aber heißt dienen?
Selbst der Diener hat durch seinen Dienst Anteil gehabt an der Bedeutung seiner Herrschaft – obwohl das ein extrem unterwürfiger Begriff von dienen ist, der zumindest in der Sprache überwunden wurde.

Wenn ich diene, diene ich etwas oder jemand größerem und das hebt meinen Blick und weitet mein Verständnis.

Wenn ich Gott diene, dann geht es darum, dass seine Güte durch mich sichtbar wird. Wer Gott dient, der dient dem Menschen:
dass die Menschen einander Freiheit lassen, dass sie einander beistehen und unterstützen, dass sie barmherzig sind mit den Fehlern der anderen, dass es gerecht zugeht und dass die Wahrheit zu ihrem Recht kommt.
Wer Gott dient, dient dem Leben!

Und dafür gibt es die vielfältigsten Möglichkeiten – im Prinzip, so viele, wie es Menschen gibt: jeder kann Gott dienen!

Von den Israeliten wird erzählt, wie sie beteuerten, dass sie Gott dienen wollen und also diese Gebote halten wollen, die dem Leben und dem Miteinander leben dienen.

Eine ähnliche Entscheidungssituation ergibt sich für die Jünger Jesu, nach dem er gesagt hatte: Wer mein Fleisch isst, wird durch mich leben.

Viele seiner Jünger zogen sich daraufhin zurück. Dem Petrus werden als dem Vertreter der 12 Apostel die Worte in den Mund gelegt: „Wohin sollten wir gehen. Du hast Worte des ewigen Lebens!“

Das dienen und Gott dienen erhält dadurch eine ganz andere Note:

Das erste ist, dass sie sich beschenken lassen: Vom Heiligen Gottes, der ewiges Leben bringt.

Gott dienen heißt: Von ihm das Leben empfangen und mit ihm zusammen das Leben schützen und bewahren und zeugen und weitergeben.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich finde, wir werden alle dadurch „größer“ und „freier“ und „lebendiger“, dass wir Gott dienen, also seine Liebe annehmen und sie erwidern. Amen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, Ursprung und Schöpfer des Alls, wir wollen dir dienen, damit deine Liebe in dieser Welt von den Menschen gelobt und gepriesen wird. Wir beten zu dir: Gott und Vater

L/A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für unsere Bundesrepublik Deutschland, dass der Zusammen­halt in der Bevölkerung wieder größer wird und alle ihre Verantwortung für die Gemeinschaft erkennen. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für die heutige Generation: dass wir unseren Nachfahren die Erde wie einen liebevoll gepflegten Garten hinterlassen. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für die Armen in unserer Gesellschaft, dass sie gerechten Anteil haben an den Gütern im Land. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für alle, denen Gewalt angetan wird auf dieser Erde: dass sie Rettung erfahren und Frieden finden. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

  • Wir beten für alle, die ein gutes Leben führen, dass sie barmherzig sind mit denen, deren Leben weniger geordnet verläuft. Gott und Vater

A: Höre unsere Bitten

Lektor/in: Gott, dein Sohn ist in die Welt gekommen, um uns zu dienen. Wir wollen ihm ähnlich werden und dir und unseren Mitmenschen dienen, damit dein Reich unter uns wächst. Wir loben dich in Ewigkeit. Amen

18.08.24: 20. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Sind sie satt? – Ich meine jetzt nicht das körperliche Sättigungsgefühl. Ich meine das Gefühl, wenn man seine Ideale tatsächlich leben kann – trotz vielerlei innerer und äußerer Widerstände.

Menschen wählen vielerlei „Ideale“: Partnerschaft, Familie,
der Einsatz für eine gesunde Umwelt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, Menschen zu heilen, etc.

In der jüdischen Bibel, wird die Weisheit als Ideal gepriesen: Die Weisheit ist ein großer Schatz, der für andere Fruchtbar wird.

Das Gewinnen der Weisheit wird in der heutigen Lesung mit einem Mahl verglichen. Für uns Christen ist das ein Hinweis auf das Mahl, in dem wir Jesus Christus empfangen, der uns selbst zum Mahl einlädt.

Ansprache:
„Der Leib Christi“ mit diesen wenigen Worten wird die geweihte Hostie in die Hand gelegt. Das Johannesevangelium wählt einen Ausdruck der anstößig und geradezu widerlich ist:
Es lässt Jesus sagen: „Das Brot ist mein Fleisch!“

Gibt es ein größeres Tabu als das Essen von Menschenfleisch?
Diese Ausdrucksweise ist eine ungeheuerliche Provokation!
„Wer mein Fleisch isst und (noch schlimmer) wer mein Blut trinkt, hat das ewige Leben.“

Das bleibt auch eine Provokation, wenn wir uns sofort darüber klar sind, dass dies nicht buchstäblich gemeint ist – aber:
so muss man sich nicht ausdrücken!

Warum diese doppelt provokante Ausdrucksweise?
Fleisch und Blut in Verbindung mit Essen und Trinken?

Nicht erst hier ist vom Fleisch die Rede:
In der Eröffnung des Evangeliums heißt es: „Und das Wort ist Fleisch geworden“, und am Ende wird ihm die Lanze ins Herz gestoßen und es fließt Blut und Wasser heraus.

Unser Glaube, dass der Sohn des himmlischen Vaters in menschlichem Fleisch und Blut auf der Erde lebt und dass ein schändlichst zu Tode Gefolterter der Messias sein soll –ist genauso provokant wie der Satz:
„Wer mein Fleisch isst ….“

Unser Glaube an den Menschen Jesus, als Sohn Gottes, der am Kreuz starb, ist und bleibt eine Provokation!

Gerade dieser Glaube zeigt unüberbietbar, die größtmögliche Zuneigung des unendlich großen Gottes, der sich uns zuneigt, der unsere Verletztheit teilt bis hinein in das Gefühl von Gott verlassen zu sein.

Die Rede vom Fleisch und Blut bringt unseren Glauben an die Menschlichkeit und Menschenfreundlichkeit und die Nähe Gottes zum Menschen zum Klingen.

Die zweite Provokation besteht im „Essen“ und „Trinken“ vom Fleisch und Blut Jesu.

Es führt auf eine falsche Fährte, wenn wir darüber nachdenken, was sich da in der Messe wandelt, wenn doch das Brot und der Wein offensichtlich Brot und Wein bleiben.

Es kann unserem Glauben sehr schaden, wenn wir uns solche falschen Denksportaufgaben stellen.

Es geht nicht darum, was aus Brot und Wein wird, es geht darum,
was mit uns geschieht. Das Evangelium bringt uns auf die richtige Spur:
„Wer mein Fleisch isst, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“

Jesus durchdringt uns – jeden von uns, wir können Jesus in uns aufnehmen und wenn wir dies tun, ist sein Leben, sein unzerstörbares Leben, das vom Vater im Himmel kommt in uns – genauso wie in ihm.

Und wir sind in ihm: auch er nimmt uns in sich auf: Sie und mich und ihre Nachbarin. Und dies in einer Weise, die gar nicht anstößig ist:
Denn wer würde nicht einen anderen Menschen in sich tragen: Kinder, Eltern, Freundinnen und Freunde. Das Medium dieses „Ineinander“ ist die uns allen vertraute und bekannte Liebe: Diese umfassende Bejahung des anderen, die Menschen „eins“ werden lässt.

Liebe Schwestern und Brüder,
Am Ende dieses Abschnitts steht: Wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

Es hört sich leichter an, wenn wir das Wort „isst“ ersetzen:
Jeder, der mich liebt, wird durch mich leben.

Obwohl das viel verständlicher ist, fehlt etwas:
Es fehlt dieses Moment, dass Jesus tatsächlich sein Fleisch und Blut, sein Leben, einsetzt – aus Liebe. Er gibt tatsächlich sein Leben.

Das ist immer wirksame Gegenwart: Besonders jetzt im heiligen Mahl, wenn wir das Brot teilen, weil wir Jesu Liebe bis zum Blut annehmen und erwidern wollen. Amen.

Gebet für Kirche und Welt

Lektor/in: Wir beten zu Gott, der uns in Jesus Christus begegnet und sich uns zuwendet: Gott unseres Lebens V/A Stärke unsere Liebe

  • Wir beten für alle, die die Eucharistie mitfeiern und für alle, die sie gestalten und Leiten: dass Jesu Liebe in ihnen stark wird.
    Gott unseres Lebens –
  • Wir beten für die verschiedenen Kirchen und Konfessionen:
    dass sie ihre Verbundenheit auch im Brotbrechen feiern.
    Gott unseres Lebens –
  • Wir beten für alle Christen, die unseren Gottesdiensten nichts abgewinnen können: dass in ihnen die Sehnsucht nach der Gemeinschaft im Beten und im Mahl wächst.
    Gott unseres Lebens –
  • Wir beten für unsere beiden Pfarrgemeinden: dass wir weiterhin einen guten Weg als Pfarreiengemeinschaft gehen.
    Gott unseres Lebens –
  • Wir beten für unseren neuen Gemeindereferenten: dass er sich gut einlebt und in unseren Gemeinden Gutes wirken kann.
    Gott unseres Lebens –

Lektor/in: Gott unser Vater, du hast dein Leben und deine Liebe in uns gelegt, damit wir deine Werke tun. Wir preisen dich im Geist Jesu Chrisit, unseres Herrn. Amen.

15.08.24: Mariä Aufnahme in den Himmel

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Was muss ich tun, um in den Himmel zu gelangen?
die Gebote halten? Keine Verbote übertreten?
Wo es viele davon gibt, gibt es viele Übertretungen,
Sünden in der Kirchensprache.

In der Lesung hören wir heute eine Aussage des Apostels Paulus: „Die Kraft der Sünde ist das Gesetz!“
Ein ganz eigener Gedanke: Das Gesetz macht die Sünde stark. Wo viele Gesetze sind, gibt es viele Übertretungen. Gesetze können auch dazu dienen, Menschen zu binden, Angst zu machen, Abhängigkeiten zu schaffen.

Jesus hat kein Gesetz gegeben. Er hat nur die Barmherzigkeit empfohlen und die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen geboten.

Das Lukasevangelium beschreibt die Mutterkind Beziehung zwischen Maria und ihrem Sohn Jesus als schwierig: …

Lukas legt Jesus die Worte in den Mund:
Es kommt nicht darauf an, wer meine Mutter ist!
Selig ist, wer das Wort Gottes hört und befolgt.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Gestern beim Gottesdienst mit den Senioren habe ich gefragt:
Wo ist Maria jetzt – na klar: im Himmel.
Ich habe weiter gefragt: und wie ist es da?

Die Antworten waren sehr interessant:
Es wird nicht mehr geschimpft, und es wird nicht mehr nötig sein zu schimpfen.
Im Himmel ist Seligkeit. Im Himmel sind wir glücklich! –
Und das natürlich in einem alles auf der Erde vorstellbare unendlich überbietenden Maß.

Wir glauben, dass Maria im Himmel ist – Wo auch sonst?
Schließlich hat sie Jesus, unseren Erlöser und Retter geboren: Unter Schmerzen die sie ertrug bei der Geburt und die wie ihr wie ein Schwert durch das Herz drangen bei seiner öffentlichen qualvollen Hinrichtung.

Dieselbe Hoffnung, liebe Schwestern und Brüder, habe ich für jede und jeden von uns: Ich glaube daran, dass wir alle „im“ Himmel sein werden.

Aber was heißt „im“? Der Himmel ist kein Ort jenseits der Erde oder des Universums oder in einem anderen Universum. Für den Himmel gibt es keine Geodaten und es kann dafür auch keine geben!

Der Himmel ist uns sehr nahe. Er ist „in“ uns, weil wir ihn jetzt schon erahnen und ersehnen. Und wir sind jetzt schon „im“ Himmel, weil wir durch Gott leben und in ihm sind und uns in ihm bewegen.

Wir erfahren Segen in vielfacher Hinsicht:
Menschen, die uns mit Zuneigung begegnen, die uns gelten lassen, die uns mögen oder sogar lieben;
Ein Segen sind die vielen Heilmittel, die wir in der Natur finden, die unsere Krankheiten heilen oder lindern, (Kräuterbuschen).
Wir sind gesegnet mit allem, was wir zum Leben nötig haben.

Nur, weil wir so reich mit allem gesegnet sind, können wir ertragen, was uns das Leben schwer macht: die Krankheiten, die Schmerzen, der Mangel, die Feindseligkeit, der Neid und vieles mehr.

An all dem erkennen wir, dass nicht nur der Himmel, also die göttliche Vollkommenheit unser Leben bestimmt, sondern auch die Vergänglichkeit, die Zufälligkeit. Wir sind verletzliche Wesen.

Wir glauben aber daran, dass Gottes Liebe zu uns so groß ist, dass er uns davon befreit, dass er uns heilt und uns Anteil gibt an seiner Glückseligkeit.

Wir glauben daran, dass aller Segen, den wir jetzt genießen ein Vorzeichen ist für die Fülle, die uns zuteil werden wird, wenn wir heimkehren zu Gott, von dem wir ausgegangen sind.

Liebe Schwestern und Brüder, Maria ist im Himmel, wo wir auch sein werden. Suchen wir den Himmel nicht im nirgendwo eines anderen Ortes.
Vielleicht ist der Himmel eher die Wieder-Vereinigung mit dem,
der in allem ist und alles umschließt. Amen.

14.07.24: 15. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Seit Jahrzehnten wird uns erzählt und ich tu es auch, dass Jesus verkündet hat, dass Gott barmherzig ist und dass er vergibt und uns als seine Kinder liebt!

Gerade aber haben wir gehört, wie Jesus seine Jünger ausgesandt hat zu verkünden und dabei die Anweisung gibt:

„Wenn man euch nicht hören will, geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen zum Zeugnis gegen sie.“

Ist das nicht grob! Nicht einmal den Straßendreck will man an sich behalten. Wo bleibt da die Liebe?

Beim Seniorenausflug haben wir uns in einem Gespräch erinnert, wie das früher war, wenn man in einer Gaststätte war: man musste sich und die Kleidung danach waschen, weil alles nach Rauch gestunken hat.

Wenn in einer fremden Wohnung vermeidet, irgendetwas anzufassen, hat man Angst, sich die Finger schmutzig zu machen.

Warum sollen die Jünger, den Staub von ihren Füßen schütteln.
Was ist die Botschaft dieser Geste?

Jedenfalls nicht:
Wir legen euer Dorf in Schutt und Asche! Es ist auch keine Verfluchung.

Aber es ist deutlich: Ihr habt uns nicht aufgenommen –
Wir wollen von euch nichts mitnehmen. Nicht mal den Straßenstaub!

Bedenken wir, wie die Jünger in ein Dorf kommen:
Stundenlang durch die Hitze gewandert, durstig, verschwitzt – und niemand nimmt sie auf, damit sie sich frisch machen können.

Und dennoch: Wir wollen nicht mal euren Staub!

Eure Ablehnung soll uns nicht begleiten, wir lassen das bei euch zurück.
Es soll unsere Sendung nicht behindern; es soll uns nicht entmutigen.

Übrigens: Das Evangelium erzählt dann vom Erfolg der Jünger, die Dämonen austrieben und Kranke heilten.

Liebe Schwestern und Brüder,
wir Christen machen heute oft die Erfahrung, dass man von uns nichts wissen will:
Kinder, Freunde, Verwandte, Kolleginnen wollen nichts davon wissen, dass wir an Jesus glauben und uns zur Danksagung treffen.

Insofern gilt Jesu Anweisung auch für uns:
Das soll uns nicht daran hindern, an Jesus zu glauben
und seine frohe Botschaft mit anderen zu teilen.

Wir wollen uns nicht anstecken lassen von der Fixierung auf Lohn und Leistung und der Lüge um des eigenen Vorteils willen.

Stattdessen bekräftigen wir:

Wir danken Gott für das Leben!

Wir lieben das Leben der anderen genauso wie das Eigene.

Und wir gehen weiter und laden die Menschen ein,
mit uns an Gott und seine barmherzige Liebe zu glauben. Amen.

Fürbitten

Lektorin: Himmlischer Vater, Jesus sendet uns, seine Jünger, dass wir die Botschaft von Deinem Reich zu den Menschen bringen. Wir folgen ihm nach und beten:

L/A: Begleite sie mit deinem Segen.

Wir beten für alle, die Jesus nachfolgen und Gottes Reich verkünden: dass ihr Glaube stark und ihr Eifer groß bleibt. Gott unseres Lebens –

Wir beten für alle, die im Lehramt der Kirche wirken: dass sie der frohen Botschaft nichts hinzufügen, was es schwerer macht, ihr zu glauben. Gott unseres Lebens –

Wir beten für alle, die sich um die Erneuerung der Kirche bemühen: dass sie Erfolg haben und die Kirche von überflüssigem Ballast befreien. Gott unseres Lebens –

Wir beten für alle, die an Jesus glauben: dass sie von der Freude und Freiheit der Kinder Gottes erfüllt sind und dir, himmlischer Vater, von ganzem Herzen danken. Gott unseres Lebens –

Wir beten für die Regierung Russlands: dass sie den Krieg beendet und das Leben und die Freiheit der Menschen achtet. Gott unseres Lebens –

Wir beten für alle, die Kriege führen: dass sie der Gewalt überdrüssig und zu Freunden des Friedens werden.
Gott unseres Lebens –

Lektorin: Du Gott bist die Wahrheit, in dir ist der Friede, du schenkst uns Freiheit und erfüllst uns mit Leben. Wir preisen dich in Ewigkeit. Amen.

07.07.24: 14. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Lb. Schw. und Br.
Manche fordern „Mutproben“, damit jemand dazu gehören darf. Heutige Betriebe verlangen zuerst ein mehrmonatiges schlecht bezahltes „Praktikum“ bevor sie jemanden wirklich einstellen.
Skeptische Menschen sagen: „Das musst du mir beweisen.“

Jesus sagt: „Gut, dass es dich gibt! Du bist meine Schwester, mein Bruder.“

Dankbar rufen wir zu ihm, unserem Herrn und Gott:

Jesus, Menschensohn – Jesus, Sohn Gottes – Jesus, unser Heiland und Retter

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Wenn wir über diesen kurzen Abschnitt des Mk.Ev. nachdenken, müssen wir uns vor einem Kurzschluss hüten:
Das wäre zu sagen: die Kirche Jesu Christi wird heute genauso abgelehnt wie Jesus in Nazaret. Denn die Kirche, also wir die getauften Christen und erst recht nicht das Lehramt der Kirche sind nicht Jesus. Wir sind weit davon entfernt, uns mit ihm gleichsetzen zu können. Wir sind seine Jünger – hoffentlich mehr recht als schlecht – aber auch nicht mehr!

Es geht also nicht um uns, es geht um Jesus: Von ihm wird erzählt:

Die Menschen, die ihn von klein auf kannten, sein Dorf, war zwar beeindruckt von dem, was er in der Synagoge lehrte – aber sie lehnten ihn trotzdem ab, weil sie sagten: „Woher hat er das? Sein Vater kann gar nicht genannt werden. Er ist nur ein „Bauarbeiter“ und redet, als ob er direkt mit Gott gesprochen hätte. Er will, dass wir anders denken; wir würden nicht verstehen, wer Gott und wie Gott ist!“

Sie meinen zu wissen, wer Jesus ist, weil sie ihn seit seiner Kindheit kennen, ebenso wie seine Verwandtschaft kennen.

Wer aber ist Jesus wirklich?

Diese Frage stellt sich, weil er die Rede von Gott auf den Kopf stellte:
Die Glaubenslehrer sagten:
Gott straft die Menschen für ihre Sünden.
Du musst alle 613 Gebote halten, um rein zu sein und Gott zu gefallen.

Jesus sagte:
Gott verzeiht den Menschen ihre Sünden. Die Gebote sind eine Richtschnur, wie der Mensch leben soll, aber keine Bedingung, die man erfüllen muss, um sich Gottes Liebe zu verdienen.

Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.

Die Menschen aus Nazaret glaubten Jesus nicht.

Weil sie ihr Denken nicht ändern wollten. Schon gar nicht wegen einem, den sie so gut zu kennen glauben wie diesen Jesus.

Hat diese Episode in Nazaret uns heutigen etwas zu sagen?

Das ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort.
Besser:
Diese Episode stellt uns Fragen:

Glaube ich Jesus und seiner Lehre von Gott?
Glaube ich, dass seine Lehre stimmt?
Glaube ich ihm, dass Gott verzeiht und uns Menschen keine Bedingungen stellt, keine Prüfsteine in den Weg legt?

Wer ist Jesus für mich? Ein Irräufer oder Sohn Gottes?

Wie antworten sie und ich auf diese Frage?
Von Kindheit an haben wir gelernt und wurde uns gesagt:
„Jesus ist der Sohn Gottes.“

Das klingt nach einem Dogma, das man zu glauben hat.
Das klingt nach schwierigen Begründungen.

Aber es ist eigentlich ganz einfach:
Sohn Gottes heißt: Er hat verstanden, wer und wie Gott ist!

Das Evangelium des Markus beginnt mit der Taufe Jesus im Jordan und der Stimme vom Himmel: „Du bist mein geliebter Sohn!

Und es endet mit der Zustimmung des röm. Hauptmanns unter dem Kreuz: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!“

So leb ich und glaub ich und sterbe darauf:
Gott ist so, wie Jesus es sagt. Amen.

Fürbitten

Lektorin: Jesus hat uns gezeigt, dass Gott unser Vater ist, der uns ohne Bedingungen liebt. In seinem Geist beten wir:

L/A: Erhöre unser Gebet

  • Wir beten für alle, die Jesu Botschaft verkünden: dass sie nicht hinzufügen und keine neuen Bedingungen erfinden. Gott, unser Vater
  • Wir beten für alle, die Jesu Botschaft hören: dass sie ihr Herz öffnen und glauben. Gott, unser Vater
  • Wir beten für alle, denen es zu leicht vorkommt, wenn sie nur an Gottes Liebe und Barmherzigkeit glauben – ohne eigene Leistung dafür: dass sie von ihrem inneren Zwang befreit werden. Gott, unser Vater
  • Wir beten für alle, die anderen Religionen angehören:
    dass sie auf die Stimme Gottes in ihrem Herzen hören, der zu Frieden und Versöhnung ruft. Gott, unser Vater
  • Wir beten für die Machthaber: dass sie ihre Religion nicht als Vorwand für Unterdrückung und Krieg missbrauchen.
    Gott, unser Vater
  • Wir beten für Regierungen, die ihre Soldaten in den Krieg schicken, dass sie die Gewalt beenden und den Frieden suchen. Gott, unser Vater

Lektorin: Jesus Christus, du hast gesagt: Selig sind die Barmherzigen und die den Frieden suchen. Wir danken dir, dass du uns in deine Nachfolge gerufen hast. Heute und in Ewigkeit. Amen.

30.06.24: 13. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Wir dürfen hier miteinander die Messe feiern – beim Sommerfest des KGV.
Es ist jedenfalls ein Ausrufezeichen des KGV, dass er die Messfeier als festen Bestandteil des Sommerfestes ansieht.
Eucharistie – Danksagung
Dank für diese Anlage, dank für die Gemeinschaft,
dank für die erholsamen Stunden, für die Ruhe,
dank für den Ertrag der schweißtreibenden Arbeit.

Dank – vor allem für Jesus, den Wanderprediger aus Nazareth,
für sein Leben und für seine Zuwendung zu den Menschen.

Grüßen wir Jesus Christus, der uns seine Liebe schenkt:

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
was macht man, wenn einer bei einem gemeinsamen Biergartenbesuch feststellt, dass er seine Börse vergessen hat? Genau: Man leiht ihm das Geld für die Rechnung oder man lädt ihn sogar ein!

Schulkinder werden angehalten, das Pausenbrot zu teilen, wenn ein anderes Kind nichts dabei und Hunger hat.

Teilen – empfinden wir ganz besonders als christliche Übung!

Ums Teilen geht es auch in den Zeilen des Paulus, die er an die Gemeinde in Korinth geschrieben hat: Er ruft die Christen in der reichen Hafenstadt Korinth auf, für die armen Christen in Jerusalem zu sammeln.

Zunächst macht er der Gemeinde Komplimente: Sie sind reich an Glauben, sie können hervorragende Reden halten und Erkennen die Gnade Gottes im Wirken Jesu klar und eindeutig und sie sind in der Liebe eifrig.

Paulus begründet die Bitte um Spenden für mit der Armut kämpfenden Jerusalemer Christen mit einem Hinweis auf Jesus:

Jesus hat es so gemacht sagt er: Er war reich: an Weisheit, an Erkenntnis Gottes, an Liebe zu den Menschen und begeisterte viele Menschen.

Ein Beispiel für seinen Reichtum erzählt das Evangelium von der Heilung der seit 12 Jahre unter Blutungen leidenden Frau und des 12jährigen Mädchens, das scheinbar verstorben war.

Blutet nicht auch unsere Gesellschaft aus?
Die Herren über das Geld ziehen einen immer größeren Teil des Ertrags der Arbeit auf ihre Seite?
Der Respekt vor den anderen wird immer geringer: immer mehr Menschen neigen sogar zu körperlicher Gewalt.
Man holt sich, was man bekommen kann.
Die Leistungsbereitschaft wird immer weniger, weil man kaum vom Ertrag der Leistung leben kann.
Die Friedensgesinnung schwindet zugunsten der Kriegsbegeisterung.

In dieser Frau, die seit 12 Jahren blutet, erkenne ich unsere Gesellschaft wieder.

Diese Frau dachte sich: Wenn ich nur den Saum des Gewandes Jesu berühre, werde ich heil.

Bemerkenswert ist: sie konnte sich immer noch vorstellen, heil zu werden. Sie hatte Hoffnung!

Auch ich kann mir vorstellen, dass unsere Gesellschaft wieder heiler wird: dass die Suche nach Gemeinsamkeiten wieder zunimmt,
dass das Wohlwollen unter den Menschen stärker wird;
dass Umsicht und Rücksicht und Vorsicht das Miteinander prägen,
dass der Respekt wieder größer wird und man Beschimpfungen des anderen meidet.

Heilung suchte die Frau nach vielen Fehlversuchen bei Jesus:
Vielleicht, hofft sie, hat er die Kraft, sie zu heilen.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich glaube, dass Jesus die Kraft hat, unsere Gesellschaft von ihren Leiden zu befreien: besonders vom Grundleiden, das wie ein allgegenwärtiger Virus uns alle befallen möchte:

Die Selbstbezogenheit, die Verengung des Blicks auf unsere Bedürfnisse, die daraus erwachsende Selbstsucht, die Angst vor Verlusten, der Neid und die Missgunst.

All das kostet uns unser Vermögen.
Das Immer mehr macht uns immer ärmer.

Wenn wir begreifen, was Jesus reich gemacht hat, wenn wir begreifen, dass wir reicher werden, wenn wir teilen,
wenn wir von Jesus lernen, dass die Liebe lebendig macht –
dann geht seine Kraft auf uns über und wir werden von ihm geheilt.

Kommen wir zu Jesus und lassen wir uns von ihm berühren – heute, wenn wir in der Kommunion seine Liebe empfangen. Amen.

Fürbitten

Lektorin: Jesus hat alles mit uns geteilt: seinen Reichtum an Liebe und unsere Armut und unsere Schmerzen. In seinem Namen beten wir zum himmlischen Vater:

  • Wir beten für die Menschen, denen das Geld nicht bis zum Monatsende reicht: dass sie Hilfe finden und einen Weg aus ihrer Misere finden. Himmlischer Vater –
  • Wir beten für die Menschen, die mehrere Jobs nebeneinander haben, um über die Runden zu kommen: dass sie einen fairen Lohn bekommen. Himmlischer Vater –
  • Wir beten für die Menschen, die Drogensüchtig geworden sind: dass sie von ihrer Sucht loskommen. Himmlischer Vater –
  • Wir beten für die Menschen, die den Glauben an die Kraft der Liebe verloren haben: dass sie wieder Hoffnung fassen können.
    Himmlischer Vater –
  • Wir beten für die Menschen, die sich für größere Gerechtigkeit einsetzen: dass es ihnen gelingt, die Verhältnisse zu ändern.
    Himmlischer Vater –
  • Wir beten für unsere Gesellschaft: für die Menschen in unserer Stadt und in unserer Region und in ganz Europa: dass wir Gemeinsamkeiten suchen und finden und den Frieden bewahren und mehren. Himmlischer Vater –

Lektorin: Himmlischer Vater, du bist eins mit Jesus, deinem Sohn und mit dem Heiligen Geist, der in uns ist. Wir danken dir für alle deine Gaben und preisen dich heute und in Ewigkeit. Amen.