01.01.2017: Neujahr

Hier geht es zu den liturgischen Texten: schott

Liebe Schwestern und Brüder
die nächsten 365 Tage werden wir die Jahreszahl 2017 benutzen, um festzuhalten, wann ein Brief geschrieben wird oder eine Einladung stattfindet. Stehen 2017 für sie persönlich besondere Ereignisse an?

Ein Jubiläum? Eine neue Aufgabe? Nehmen sie Aufgaben oder Sorgen aus dem vergangenen Jahr mit ins neue Jahr? Das, was wir bisher getan und übernommen haben, wirkt sich ja in unserer Zukunft aus: bestimmt weitgehend über das, was wir tun werden.

Zugleich aber gibt es die Überraschungen, die wir nicht vorhersehen können: Überraschungen verändern unsere gewohnten Abläufe: wir stellen uns auf die Veränderungen ein und versuchen uns sie in unseren Alltag zu integrieren.

Das Lukasevangelium schließt die Geburtsgeschichte von Jesus ab mit der Namensgebung: Acht Tage nach der Geburt wurde das Kind beschnitten und es erhielt seinen Namen: Jehoschua – verdeutscht: Jesus.

Der Name Jesu ist ein Versprechen, eine Verheißung, eine Zusage:
Übersetzt bedeutet er, wie sie alle wissen, Gott rettet!

Der Anfang des Kalenderjahres ist selbstverständlich Anlass, um vorauszudenken: was erwartet mich? was will ich tun? Was wird mich überraschen? Alle diese Gedanken werden begleitet von dem Grund-motiv, von einem Thema, das immer mitklingt: Gott rettet!

In 20 Tagen übernimmt der neue amerikanische Präsident die Regierungs-geschäfte in den USA. Die Vorzeichen, was schon geschehen ist, deuten darauf hin, dass sich vieles verändern wird.

In wichtigen europäischen Ländern sind heuer Wahlen, die von großer Bedeutung sein können für die Zukunft der europäischen Gemeinschaft.

Wie geht es weiter in den Kriegsgebieten der Erde?

Wie entwickeln sich die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei und Russland und Amerika?

Über all dem und auch über unseren persönlichen Entscheidungen, Veränderungen und Überraschungen steht als Überschrift: Gott rettet

Gott rettet, Gott ist mit uns.
Jesus ist bei uns, alle Tage, bis zum Ende der Welt.

Das gibt uns einen festen Halt und eine feste Richtung:
was immer auch geschieht – uns ist ein Gebot gegeben, das uns immer die Richtung weist: Jesus sagt:
Wer mir nachfolgt, wird das ewige Leben haben.

Wie kann ich Jesus nachfolgen? In meiner Situation?
Wie kann ich heilen? Wie kann ich trösten?
Wie kann ich Zeugnis dafür ablegen, dass Gott der einzige Herr ist?
Was kann ich tun für den Frieden?

Selbst, wenn ich Fehler mache,
selbst wenn ich meinen Aufgaben nicht gewachsen bin,
selbst wenn man mit Unrecht täte:

Bleibt die Zusage: Gott rettet dich! Er ist mit dir!
Und es bleibt das Gebot Jesu:
Wer mir nachfolgt, wird das ewige Leben haben.

So können wir getrost das neue Kalenderjahr beginnen,
all das weiterführen, was wir bisher begonnen haben,
unsere Pläne und Ziele verfolgen,
die Überraschungen, die sich einstellen, annehmen:

Denn immer gilt Jesu Gebot: Folge mir nach und vertraue darauf:
Gott rettet! Er ist mit Dir!