1. Januar 2014: Neujahr

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„Kommt, wir gehen nach Bethlehem!“ sagten die Hirten zueinander – so folgten sie der Botschaft: „Euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, der Messias, der Herr!“
Die Hirten kommen also zum Stall und finden Maria und Josef und das Kind in der Krippe. Wenn sie die Aufgabe des Evangelisten hätten, wie würden sie die Begegnung der Hirten mit der Heiligen Familie beschreiben?

Lukas entwickelt die Szene sehr logisch und verständlich, finde ich: Die Hirten erklären, warum sie zum Stall gekommen sind.
Der Bericht der Hirten versetzt „alle“ die sie hörten in „Staunen“, selbst Maria, die das Kind empfangen und zur Welt gebracht hatte. Sie bewahrte alles in ihrem Herzen und dachte darüber nach.

Die Hirten aber kehrten zu ihrer Herde zurück und waren voll Freude und priesen Gott – so wie die Engel, die ihnen die frohe Botschaft verkündet hatten.

Schwestern und Brüder,  das Lukasevangelium stellt besonders heraus, dass Jesu den Armen und Kranken und Sündern das Reich Gottes verkündete und ihnen die Rettung, die Versöhnung brachte – also den Menschen, die Grund hatten, mit ihrem Leben, ihrer Geschichte, ihrem Schicksal und mit sich selbst unzufrieden zu sein – so wie die Hirten auf dem Feld.

Ihnen verkündet Jesus den Frieden! Ihnen verkündet Jesus, dass Gott sie liebt – sie, die von aller Welt schief angeschaut und verachtet werden. „Gott straft sie für ihre Sünden“ so redet man von ihnen. –
Jesus aber sagt: Kommt zu mir. Ich lege euch keine schweren Lasten auf. Bei mir findet ihr Ruhe und Frieden!“

In den Hirten dürfen und sollen wir  uns erkennen:  Zu ihnen dürfen wir uns stellen. Mit ihnen hören wir die Botschaft des Friedens, der Versöhnung, der Befreiung vom Zwang des Gesetzes.
Deshalb haben wir die Geburt Jesu gefeiert.

Jetzt, da wir Jesus gesehen und gehört haben, jetzt, da wir zum Glauben gekommen sind, dass wir Gottes geliebte Kinder sind, jetzt können wir es wie die Hirten machen:
Gott loben und preisen und zur Herde zurückkehren – also zu unseren täglichen Aufgaben.
Wir müssen nicht unser ganzes Leben ändern, damit Gott uns liebt!
Wir müssen nicht darauf warten, dass wie durch einen Blitz alles ganz anders und besser wird!
Nein: in unser Leben hinein klingt die Botschaft: Euch ist der Retter geboren! Bei ihm findet ihr Frieden!
Das macht uns Mut – heute am ersten Tag eines neuen Kalenderjahres – nachdem wir die Geburt Jesu gefeiert haben:

In unserem Leben – so wie es ist und werden kann – finden wir ihn, der uns Frieden gibt.

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