21.09.25: 25. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder,
unser Weihekurs machte eine Abschlussfahrt in die Türkei. Ich war unter anderem sehr beeindruckt von der Erfahrung in einem Land zu reisen, in dem die Menschen keine Christen sind.

Ich bekam ein Gefühl für die Fremdheit, die Minderheiten spüren.

Welch großer Schatz, wenn die Menschen einander achten und wenn wir in Ruhe und Frieden gemeinsam beten können.

Dazu sind wir jetzt zusammen.

Herr Jesus Christus,
du hast unsere Bedürftigkeit mit uns geteilt.
du hast dich nicht gescheut, dein Leben einzusetzen.
du hast uns die Augen für die Liebe Gottes geöffnet.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Nach der Predigt werden wir wieder unsere Bittgebete an Gott richten.
Meisten wird von den Fürbitten gesprochen, – weil wir FÜR Menschen in bestimmten Situationen beten.

Eigentlich heißt dieser Teil der Messfeier „Allgemeines Gebet“.
Und zwar, weil es das Gebet der versammelten Gemeinde ist.
Dabei geht es nicht um individuelle Anliegen – die das eigene Schicksal oder das persönliche Geschick nahestehender Menschen betreffen, sondern es geht um „allgemeine“ Anliegen, die die Glaubenden miteinander teilen.

Am einzelnen Sonntag sind die Bitten im Allgemeinen Gebet aber doch von den Schriftexten, von der aktuellen Situation in Kirche und Welt geprägt und können sich – ausnahmsweise – auch einmal auf eine Situation in der Gemeinde beziehen.

Die Gemeinde übt so ihr priesterliches Amt aus: das allgemeine Priestertum, das jeder Christ in der Taufe empfangen hat.

Im Idealfall würden diese Bitten also unmittelbar in der Feier entstehen und von den mitfeiernden Christen gesprochen werden, so wie es ihnen der Heilige Geist eingibt.

Warum spreche ich darüber?
Erstens, weil dieser Teil der Eucharistiefeier von großer Bedeutung ist und zweitens, weil in der heutigen Lesung aus dem 1 Tim genau dafür Anweisungen gegeben werden:

Der Brief fordert – über die Zeiten hinweg ‑ uns zu Bitten und Gebeten zur Fürbitte und zur Danksagung auf. Dies spiegelt sich bis heute in den Bitten des Allgemeinen Gebets.

Besonders und eigens werden die Herrscher genannt und alle, die Macht ausüben: dass sie ihr Amt so ausüben, dass „wir“ unseren Glauben ungestört leben können: rechtschaffen und in Frieden.

Liebe Schwestern und Brüder,
das Gebet und die Für-Bitte entspringt unmittelbar und notwendig dem Glauben an den einen Gott:

Es ist nur ein Gott – und alle Menschen leben aus ihm in seiner Kraft.
Deshalb ist er – flapsig ausgedrückt – für alle zuständig: egal wo sie leben und was sie glauben.
Und weil er der eine Gott aller Menschen ist, beten wir auch für alle Menschen, vor allem dafür, dass sie diese Wahrheit erkennen.

Einer ist Gott, sagt der Brief und einer ist der Mittler zwischen Gott und Menschen: Jesus Christus – der sich hingegeben hat – als Lösegeld.

„Lösegeld“ ist in diesem Zusammenhang gar kein unpassender Ausdruck:
Denn Jesus hat unter uns gelebt, damit wir von der Last befreit werden, die auf uns liegt: die Angst, dass Gott uns verurteilen könnte, weil  wir zu wenig Liebe schenken.

Er hat sein Leben gegeben, um uns aus dieser Angst zu erlösen und uns mit Gott zu versöhnen.

Weil Jesus der einzige Mittler ist, deshalb beten wir zu Gott „durch Jesus Christus, unseren Herrn“. Und zwar ausschließlich! Wir beten nicht durch irgendjemand anderen zu Gott – sondern durch Jesus Christus und im Heiligen Geist.

Manchmal versprechen wir dem anderen für ihn zu beten
manchmal bitten wir jemanden mit uns und für uns zu beten.

Wir können selbstverständlich auch Heilige – wie Antonius und Maria – darum bitten, mit uns und für uns zu beten. Doch auch sie beten zu Gott, durch Jesus Christus und im Heiligen Geist.

Wir wissen, diesen Dienst zu schätzen, das andere mit uns und für uns beten. In all den Nöten und Sorgen, die unsere Gebete prägen, wollen wir eines nie vergessen:

Egal was geschieht – wir beten, dass wir und alle anderen zu Gott kommen – in seine Herrlichkeit. Und nichts, was auf dieser Erde geschieht, kann uns trennen von Gott und seiner Liebe zu uns.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Guter Gott, dein Sohn Jesus mahnt uns, dass wir uns nicht vom Geld beherrschen lassen, sondern von Gott, der uns zum Teilen ruft.
So wollen wir beten:

Gott aller Menschen         L/A: Wir bitten Dich, erhöre uns

  • Für die Bistümer in Deutschland, die über viel Eigentum und Geld verfügen: dass sie mit diesem Reichtum den Menschen dienen.
  • Für die Menschen, die sehr großen Reichtum besitzen: dass ihnen ihr Reichtum nicht zum Hindernis wird, auf Dich zu hören.
  • Für die Menschen, die fast gar nichts besitzen und sogar am Essen sparen müssen: dass sie ihren Anteil am Reichtum in unserem Land bekommen.
  • Für die Regierenden: dass sie den Frieden suchen und dass sich die Kriege führenden Herrscher bekehren und der Gewalt ein Ende setzen.
  • Für die Menschen in allen Ländern der Erde: dass sie der Wut und dem Hass keinen Raum geben, sondern sich gegenseitig achten.

Lektor/in: Vater im Himmel, Gott aller Menschen, wir preisen dich, weil du niemanden ausschließt und alle Menschen zu dir führen willst. Nur du weißt, wie das gelingt. Wir wollen Dir und Deinem Sohn vertrauen bis in Ewigkeit. Amen.

14.09.25: Fest Kreuzerhöhung

Hier geht es zu den texten der Liturgie:

Einführung:

am 13. September 335 (!) wurde in Jerusalem die Basilika über dem überlieferten Ort der Kreuzigung und der Grablegung Christi geweiht. Am Tag danach wurde am überlieferten Ort der Hinrichtung Jesu das Kreuz aufgerichtet.

Jesus ist unser Erlöser – nicht ohne das Kreuz – weil Schmerz und Leid zum menschlichen Leben gehören.

Am Kreuz hat Jesus nicht steigerbar Zeugnis für seine Liebe und die Liebe seines Vaters abgelegt.

Deshalb ist das Kreuz zurecht das christliche Symbol. Durch das Leiden und den Tod hindurch führt das Leben in die Herrlichkeit Gottes.

Jesus, du bist der Stab, der uns Halt gibt; die Brücke zum Paradies; die Leiter zur Herrlichkeit des Himmels.

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder, Wie letzten Sonntag versprochen, haben wir heute die beiden Gleichnisse von der verlorenen Münze und vom verlorenen Schaf gehört.
Ich bin mehr als dankbar, ich bin glücklich über diese beiden Geschichten.

Sie geben mir die Zuversicht: Was auch schief laufen mag bei einem Menschen oder bei mir – Gott wir nicht nur verzeihen – Gott sucht nach dem Menschen! Er sucht nach Wegen, damit ein Mensch sich wieder auf den Weg macht, ein guter Mensch zu sein.

Gott hat nicht im Sinn, einen Menschen für das Böse zu strafen.
Er freut sich, wenn ein Mensch wieder auf ihn hört und das Gute tut.

Dies ist so unfasslich befreiend. Wir brauchen keine Angst vor der Strafe haben, weil wir zu wenig großzügig teilen, weil wir mehr und andächtiger beten könnten, weil wir immer wieder über andere urteilen, weil wir zu wenig Verständnis haben oder zu egoistisch sind.
Gott schaut vielmehr darauf, dass wir teilen und Nachsicht üben und Geduld mit dem anderen haben.

Wir brauchen nicht ängstlich zu denken: das bisschen ist sicher zu wenig -sondern: es „lohnt sich“ immer wieder gütig und barmherzig und selbstlos zu sein.

Liebe Schwestern und Brüder, Jesus hat das nicht nur gepredigt und mit schönen Gleichnisgeschichten erklärt: Er hat das vorgelebt.

Gerade die Menschen, die als unmoralisch und verkommen galten, genau diesem Menschen hat Jesus Mut gemacht und zu ihnen gesagt: „Für Gott seid ihr nicht verloren!“

Die führenden im Volk Israel, die Schriftgelehrte und die Hohepriester
im Tempel konnten dies nicht ertragen: Sie verurteilten ihn als Gottes­lästerer, so dass er ans Kreuz geschlagen wurde.

Der Apostel Paulus war eigentlich ein Verlorener, einer von denen, die Jesu und seine Lehre ablehnten. Als er zum Glauben an Jesus gekommen war, wie ein wiedergefundenes Schaf, da konnte er diesen Lobpreis singen:

Jesus war der Liebe gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Er ist von Gott erhöht worden und wir preisen ihn: Jesus ist der Herr. So ehren wir Gott, den Vater. Amen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Voll vertrauen beten wir zum Vater im Himmel, zu Jesu Vater und unserem Vater:
Herr über Himmel und Erde  L/A: Schenke uns dein Erbarmen

  • Wir beten für die Menschen, die gering geschätzt werden, weil sie nicht den Erwartungen entsprechen – dass sie Achtung und Wertschätzung erfahren.
  • Wir beten für die Menschen, die in ihrem Leben auf irgendeine Weise scheitern und sich dafür verurteilen – dass sie mit sich selbst ins Reine kommen und neuen Mut fassen.
  • Wir beten für die Drogensüchtigen – dass sie von ihrer Sucht frei werden.
  • Wir beten für alle, die ein bürgerliches Leben führen – dass sie nicht überheblich werden, sondern dafür dankbar bleiben.
  • Wir beten für alle christlichen Kirchen; dass die Menschen bei ihnen Vertrauen und Wertschätzung und Heilung erfahren.
  • Wir beten besonders für Leo den Bischof von Rom, dass er den Zusammenhalt unserer Kirche stärkt und ihre Erneuerung fördert.

Lektor/in: Vater, wir danken dir von Herzen für Jesus, durch den wir an dein Erbarmen und deine Liebe glauben können, weil er dir treu blieb – bis in den Tod. Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. Amen

07.09.25: 23. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Liebe Schwestern und Brüder!
An Christus glauben, bedeutet sich entscheiden!
Sehr deutlich wird das beim Taufbekenntnis, das wir jedes Jahr in der Osternacht erneuern:
Widersagst du dem Bösen? Glaubst du?
Wer sich für den Glauben entscheidet, entscheidet sich zugleich dagegen Böses zu wollen und zu tun!
Leider halten wir diese Entscheidung nicht immer durch.
Es gibt unter uns Christen Lüge, Verleumdung, üble Nachrede, Selbstsucht, Unbeherrschtheit ….

Bitten wir Gott um Vergebung für das Böse, das wir gesagt oder getan haben:

Schuldbekenntnis

Lasst uns preisen Gott, den Vater mit seinem Sohn im Heiligen Geist.

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder, das Lukasevangelium provoziert uns wohlgesittete Bürger und Christen nahezu unerträglich mit den gerade gehörten Sätzen:

Wer Jesu Jünger sein will, muss Eltern, Frau und Kinder und Geschwister und sich selbst „hassen“ (!).
Wer sein Jünger sein will muss sein Kreuz tragen.
Wer Jesus Jünger sein will, muss auf seinen ganzen Besitz verzichten.

Möchten sie da noch Jesu Jünger sein und bleiben? – Halt! Warten sie bitte noch ein wenig, bevor sie aufstehen und gehen. Ich möchte ihnen noch sagen, was im Evangelium auf diese Sätze folgt:

Die Gleichnisse von der Freude über das Wiederfinden des Schafes, der verlorenen Münze und des verlorenen Sohnes – Die Gleichnisse von der unbegrenzten Vergebungsbereitschaft Gottes.

Diese kompromisslosen Forderungen an seine Jünger und das Verspre­chen der grenzenlosen Barmherzigkeit gehören irgendwie zusammen.

Die Kupplung dazwischen sind die beiden kleinen Gleichnisse vom Turmbauer und den Krieg planenden König. Die Aussage ist: Sei klug und überlege, ob du das schaffen kannst, was du dir vornimmst.

Wer Jünger Jesu sein und werden und bleiben will, soll sich vorher bewusst werden, welche Konsequenzen das für sein Leben hat:

Nämlich Erstens:
Er wird in seiner Familie möglicherweise der Einzige sein und er wird dafür keine Zustimmung bekommen, sondern möglicherweise ausgeschlossen werden. Vor allem aber, kann er für sich keine Vorteile erhoffen.
Er muss sich selbst „hassen“: Bequem ist es nicht, Jesus Jünger zu sein.

Zweitens heißt das unter Umständen ganz konkret:
Du wirst vielleicht ausgeschlossen, enterbt, geschlagen, enteignet, verurteilt, getötet.

Einen Teil dieser Erfahrung kennen viele inzwischen hautnah:
In den Augen vieler – auch Verwandter – erscheint man ein bisschen „seltsam“, rückständig, aus der Zeit gefallen, wenn man am christlichen Glauben in der Kirche festhält.

Christen in Indien, in Israel, in China, in vielen anderen Staaten sind mehr oder wenig systematisch gewalttätigen und auch tödlichen Angriffen ausgesetzt.

Die Entscheidung kann sehr wohl und ganz real heißen:
als Christ, als Jünger Jesu sterben – oder ohne Jesus am Leben bleiben.

Ein ganz besonderes Thema ist im Lukasevangelium die Frage des Besitzes:
Wir Menschen möchten gerne, dass es uns gut geht. Wir streben nach einem angenehmen Leben. Wer Geld und Eigentum hat, lebt leichter und bequemer. Wer gar nichts hat, muss Hunger leiden.

Jesus weiß, dass wir Kleidung, Essen und Trinken brauchen und er ruft deshalb immer zum Teilen auf – besonders die, die mehr haben.

Jesus weiß und weist darauf hin, dass Geiz und Habgier und Egoismus hier ihren Ursprung haben.

Das Lukasevangelium warnt mehr als die drei anderen vor dem Streben nach Geld und Besitz.

Wer ein Jünger Jesu sein will, kann kein Egoist sein – sondern die Bereit­schaft zum Teilen, die Nächstenliebe, steht über dem Streben nach Eigentum.

Ich weiß, dass ich das nur ansatzweise verwirkliche – aber ich weiß auch, es stimmt: Mein Besitz darf kein Hindernis dafür sein und werden, mit anderen zu teilen..

Ich kann da nur auf die Barmherzigkeit des himmlischen Vaters hoffen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott hat uns die Sorge für die Welt anvertraut. Er hat uns den Heiligen Geist gesandt, damit wir erkennen, was gerecht und gut ist. So beten wir:

Gott, unser Vater   A: Wir bitten dich, erhöre uns.

  • Gott, du hast unser Land mit großem Reichtum gesegnet. Bewahre uns davor selbstsüchtig zu werden.
  • Gott, du willst, dass die Menschen in Frieden zusammen­leben. Gib, dass in den politischen Diskussionen Entscheidungen heranreifen, die dem Frieden fördern.
  • Gott, unser aller Leben ist in deiner Hand. Wir bitten dich für die Angehörigen aller Unfallopfer und für alle, die unter Naturkatastrophen leiden: Gib ihnen Kraft und Stärke, damit sie nicht an ihrem Schicksal verzweifeln.
  • Gott, alle Menschen sind deine Kinder. Wir bitten dich für die Kinder und Erwachsenen, die im Krieg gefangen, verletzt und getötet wurden: Wir bitten dich für alle Menschen, die unter Gewalt und Unrecht leiden.
  • Gott, du willst, dass Mann und Frau und Kinder sich in ihren Familien Geborgenheit schenken. Gib den Eheleuten und Eltern durch den Glauben an dich Kraft, um füreinander da zu sein.

Lektor/in: Gott, höre unsere Bitten für die Menschen, damit überall deine Größe gerühmt wird. Wir loben und preisen dich durch Christus, unseren Herrn.

03.08.25: 18. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Liebe Schwestern und Brüder,
immer wieder wird von den Werten unserer Gesellschaft gesprochen.
Was sind die höchsten Werte? Meine höchsten Werte?

Das ist eine überaus moralische Frage.
Denn meine/ihre Werte bestimmen auch mein/ihr Handeln.

An Welcher Stelle steht „mir soll es gut gehen“?
An welcher Stelle steht: „ich will gut sein“?
An welcher Stelle steht: „ich will liebevoll sein“?

Jetzt begegnet uns unser höchster Wert: Gott, von dem wir das Leben empfangen und zu dem unser Leben hinführt.

Grüßen wir Jesus, unseren Christus, der uns mit Gott versöhnt.

Jesus, Bruder der Menschen.
Jesus, Messias Gottes.
Jesus, du unser Friede

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
Gibt es auf der Erde Gerechtigkeit?

Bevor ich mit „ja“ oder „nein“ antworte, frage ich:
Was ist gerecht und Gerechtigkeit?

In der Gesellschaft sollte Gerechtigkeit herrschen. In dem Sinn ist Gerechtigkeit ein wünschenswerter Zustand und eine moralische Forderung.

Zugleich sollte jeder einzelne sich bemühen, gerecht zu handeln und zu urteilen.

Sie haben recht: ich sollte jetzt keine langatmige Überlegung über das Wesen der Gerechtigkeit anstellen. Das wäre nicht angemessen und damit ungerecht.

Gerecht ist, wenn alle Menschen gleich behandelt werden – unabhängig von Geschlecht, Religion, Bildung, pol. Einstellung, und Vermögen.

Gerecht ist, wenn die verfügbaren Güter gerecht verteilt werden:
Wer sich anstrengt, wer besondere Fähigkeiten hat oder große Verantwortung trägt, darf ruhig ein bisschen mehr bekommen,
aber der Unterschied darf nicht zu groß werden.

Der Gründer der Carl Zeiss Stiftung Dr. Ernst Abbe hat 1896 (!) zum Beispiel bestimmt, dass das höchste Gehalt in der Stiftung nicht mehr als das 10fache des Durchschnittsgehalts aller Beschäftigten sein darf.

Man stelle sich vor, wir würden das auf heute übertragen!!!!

Gibt es also auf der Erde Gerechtigkeit?

Die Antwort kann nur heißen: Mehr oder weniger!

Außer in einem Fall:
Niemand – wirklich niemand – konnte entscheiden, dass er geboren wird.

Und: Alle – wirklich alle – müssen einmal sterben.

Liebe Schwestern und Brüder;
die heutigen drei Lesungen handeln von dieser Gerechtigkeit.

Pauls mahnt:
Alle möglichen Leidenschaften und Süchte und die Habsucht –
sind wertlos und sinnlos, wenn man daran denkt, welches Leben wir nach dem Tod erhoffen.

Werden wir uns bewusst, dass das Totenhemd keine Taschen hat und dass niemand Geld und Immobilien und andere Schätze mit in das Jenseits nehmen kann.

Dieses Bewusstsein wird uns zum Nachdenken bringen, wonach wir streben wollen und was wir als unsere größten Wert wählen.

Wonach will ich in meinem Leben streben?

Paulus drückt mit diesen Worten aus:
Richtet euch danach aus, dass ihr bei Christus in Gottes Herrlichkeit sein werdet.

Ein weiser Mensch hat dafür diese Worte gefunden:

Lebe stets so, wie du bei deinem Tod wünschen wirst,
gelebt zu haben.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Wir sind dankbar für das Leben und wir hoffen auf das kommende Leben in Gottes Herrlichkeit. Wir beten:

Gott, du Ziel unseres Lebens     L/A Sei uns nahe und führe uns

  • Gott, manche Menschen leben hauptsächlich dafür, dass es ihnen selbst gut geht. Weite ihren Blick, dass sie auch an das Wohl der Mitmenschen denken.

Gott, du Ziel unseres Lebens   A Sei uns nahe und führe uns

  • Gott viele Menschen setzen sich in den Gewerkschaften für die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ein. Wir beten, dass ihre Arbeit wirksamist.

Gott, du Ziel unseres Lebens   A Sei uns nahe und führe uns

  • Gott, dir ist jeder Mensch gleich wertvoll und wichtig.
    Wir beten, dass die Würde aller Menschen geachtet wird – besonders der Ärmsten.

Gott, du Ziel unseres Lebens   A Sei uns nahe und führe uns

  • Gott wir beten für die Menschen in Palästina und Israel und für alle Krieg führenden Länder: dass sie den Fluch der Feindschaft besiegen und den Segen des Friedens genießen.

Gott, du Ziel unseres Lebens   A Sei uns nahe und führe uns

Lektor/in: Gott, du bist eins mit dir selbst. In dir ist keine Spaltung. Hilf uns durch deinen Geist immer mehr zu werden, was wir schon immer sind: dein Ebenbild. Amen.

20.07.25: 16. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Liebe Schwestern und Brüder!
Die Tage laufen dahin. Die Jahresmitte ist schon überschritten. Erste Gedanken an die Weihnachtszeit schleichen sich ins Bewusstsein.

Es gibt jeden Tag viel zu tun und zu bewältigen.

Jetzt sind wir hier.

Weil wir hier an den Sinn des Ganzen denken.
Weil wir hier an unsere Berufung denken.
Weil wir hier daran denken, warum und wozu wir alles tun.
Weil wir hier danken und loben und Kraft für die Last des Lebens erbitten.

Grüßen wir Christus, unseren Bruder und Erlöser

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
ich stelle mir vor:
Als Pfarrer werde ich von einer Frau eingeladen. Ihre Familie und einige Freunde wollen mit mir ins Gespräch kommen. Wir vereinbaren einen Termin – ich soll ein wenig mehr Zeit mitbringen! Am ausgemachten Tag verläuft es so ähnlich, wie bei Marta und Maria: die Frau versorgt mich: Kaffee, Kuchen, Getränke, Knabbereien und scheinbar erwartet man abends noch weitere Gäste. Die Frau sitzt kaum am Tisch. Sie kümmert sich rührend, dass mir ja nichts fehlt. Aber: ich bin doch nicht zum Essen hergekommen!

Da läuft was schief.

Sie merken schon: ich werde heute nicht Marta gegen Jesus verteidigen und ich werde den Rüffel, den Jesus ihr gibt, nicht zurechtbiegen, so dass er wieder in unser Wertesystem von Hilfsbereitschaft und Anerkennung des Engagements hineinpasst.

Meiner Meinung geht es in dieser Episode nicht um die Abwägung ob Gebet oder praktizierte Nächstenliebe wichtiger ist, das Studium der Heiligen Schrift oder der Einsatz für Gerechtigkeit.

Es geht um ein Fehlverhalten der Marta:

Toll ist: sie nimmt Jesus auf. Darin ist sie mir Vorbild. Jesus ist mir willkommen.

Dann macht Marta an diesem Abend ihren Fehler:
Sie meint, sie müsse sich um Jesus kümmern und etwas für ihn tun.

Jesus aber hat ihr mehr zu geben, als sie ihm geben kann.
Das Wort des Lebens. Das Leben Gottes. Versöhnung und Frieden.

Marta kümmert sich um vieles und vielerlei und übersieht, was Jesus sich am meisten wünscht: ihr offenes Herz.

Marta gleicht den christlichen Fürsten früherer Zeiten, die meinten, wer die prächtigste Kirche baut, ist der beste Christ.

Marta gleicht jenen Christen, die meinen, je mehr sie spenden und beten und fasten, desto eher gefallen sie Gott.

Und weil sie auch noch ihre Schwester kritisiert und Jesus sogar zu ihrem Anwalt machen will, weist Jesus sie zurecht und rüffelt sie.

Maria hat erkannt, was in dieser Stunde zählt. Davon soll sie nicht abgehalten werden.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich gebe zu, es ist schwierig, diese Geschichte auf diesen einen Punkt zu konzentrieren – weil uns die Auseinandersetzung so nahe ist und weil wir so gerne werkeln und tun und schaffen und uns dann gut fühlen, wenn alle geklappt hat.

Dass Jesus die tätige Nächstenliebe nicht missachtet, zeigen uns seine Heilungen, sein Eifer, in möglichst vielen Orten das Evangelium zu verkünden, die Geschichte vom barmherzigen Samariter usw.

Aber wenn wir ihn aufnehmen, dann ist er es, der uns beschenkt.

Oft ließ er sich zu Festmählern einladen;
Frauen, die mit ihm und den Jüngern zogen, versorgten sie.

Aber eines ist klar:

Er beschenkt mich! Er macht mir Mut. Er gibt mir Hoffnung.

Er schenkt mir das Leben. Schenkt!!
Er verlangt nichts!

Marta, werkle und tue – aber alles zu seiner Zeit.
Wenn Jesus da ist – lass dich von ihm beschenken.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, himmlischer Vater, dein Geist führt uns zusammen, damit wir Jesus aufnehmen und von ihm das Wort des Lebens empfangen. Wir beten zu dir:

Gott, himmlischer Vater  L/A Erhöre unser Gebet

  • Für alle Getauften, für dein Ganzes Volk; dass sie das Evangelium hören und immer besser verstehen und davon geprägt werden.
  • Für alle, die das Wort Gottes verkünden: dass sie die Herzen der Menschen gewinnen.
  • Für die Christen, die sich mühen, anderen helfen und dich in Gebet und Gottesdienst ehren: dass sie deine schenkende Liebe sichtbar machen.
  • Für die Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden: dass ihre Not fruchtbar wird und ihr Zeugnis den Glauben weckt.
  • Für alle Menschen: für die Regierenden und für die Regierten: das die Sehnsucht nach Frieden wächst und der Mut, auf Gewalt zu verzichten.
  • Für die zukünftigen Generationen: dass wir die Kraft aufbringen, unseren Lebensstil so zu ändern, dass die Erde ein guter Lebensraum bleibt.

Lektor/in: Gott du bist das Leben und alles Leben kommt aus dir und du bist in allem Lebenden. Wir preisen dich heute und in Ewigkeit. Amen.

13.07.25: 15. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
Jeder hat bestimmte Werte und Wertvostellungen. Sie sind wichtig, weil sie das Handeln leiten und bestimmen.

Welche Ideale haben sie? Was ist ihnen besonders wichtig?

Selbstbestimmung? Gesundheit? Ein gutes Auskommen?
Gerecht sein? Barmherzig sein? Verständnis haben?
Hilfsbereit sein? Frieden stiften?

Ich begrüße in unserer Mitte die Ehejubilare:
Sie haben das Ideal einer guten Ehe und Partnerschaft.
Dieses Ideal leben sie seit vielen Jahren – jeweils auf ihre Weise und in ihrem Verständnis.

Dafür danken wir heute: Sie – einander; wir, die Gemeinde – Ihnen; wir alle zusammen – Gott, der die Liebe weckt und stärkt.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder, liebe Ehejubilare
Das Wort ist ganz nah bei dir. Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Du kannst es halten.“ Ich finde diese Sätze aus dem Buch Deuteronomium anrührend:

Dieses Buch Deuteronomium ist seit dem 6. Jahrhundert vor Christus in der Form überliefert, die wir heute lesen. Es schildert, wie Mose am Ende seines Lebens auf dem Berg Nebo in Moab steigt und in das Gelobte Land hineinschaut – das er selbst nicht mehr betreten wird. Nach seinem Tod führt Josua das Volk Israel hinein in das Land Kanaan.

„Das Wort ist in deinem Herzen! Es geht nicht über deine Kraft!“
Vielmehr entspricht es der Sehnsucht, die im Menschen ist:

Liebe Ehejubilare,
viele von ihnen haben auch kirchlich geheiratet: sie erinnern sich noch an ihr Eheversprechen:
Ich verspreche dir die Treue, in guten und in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren – alle Tage meines Lebens.

Dieses Versprechen und Zusagen des lebenslangen Liebesbundes kommt aus einer tiefen Sehnsucht: Deshalb geben sich ein Mann und eine Frau dieses Versprechen. Es ist kein Gebot, das von außen auferlegt wird, sondern ein großer Wunsch. Dieser Wunsch führt zu dem Entschluss:
Ich will diesen Wunsch annehmen und wir versprechen einander, diesen Wunsch gemeinsam zu leben: miteinander und füreinander.

Sie, liebe Ehejubilare blicken nun auf eine schöne Anzahl von Jahren zurück: 10 Jahre oder 25 Jahre, 40 Jahre oder sogar 50 und noch mehr Jahre.

Bis heute fanden sie die Kraft und hatten das Glück, dass sie sich ihren Herzenswunsch erfüllen konnten: Die Schwierigkeiten haben sie bis heute gemeistert. Dankbar dürfen sie einander anschauen: dankbar dafür dass, wie sie einander lieben und achten und ehren – und dies jeden Tag miteinander spüren und erfahren dürfen.

Liebe Schwestern und Brüder, das Gesetz Gottes ist uns nahe, es ist uns ins Herz geschrieben: das wichtigste der Gebote, das der Gesetzeslehrer zitiert: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben und den Nächsten wie dich selbst.

Mit der Geschichte vom barmherzigen Samariter erklärt Jesus, was das bedeutet: Es kommt darauf an, dass ich mich dem anderen zum Nächsten mache, dass ich mit dem, was ich bin und kann, helfe und heile.

Liebe Schwestern und Brüder,
das Gesetz Gottes, dieses Gebot, ist uns nah, es ist uns ins Herz geschrieben. Auch und gerade in einer Partnerschaft ist es nötig, diese barmherzige Liebe zu üben:
dass einer die Not des anderen sieht und ihm beisteht;
dass einer den anderen unterstützt;
dass jeder barmherzig ist mit den Schwächen des anderen;
das jeder sich freut über die Erfolge des anderen und über seine Vorzüge
(über die es sich immer lohnt, nachzudenken und sie dem anderen zu bestätigen).

Liebe Ehejubilare,
die gegenseitige Liebe und das gegenseitige Vergeben üben und praktizieren sie seit vielen Jahren.
Dafür dankt ihnen unsere Gemeinde und auch unsere Kirche.
Ihre Gemeinschaft des Lebens und der Liebe ist tatsächlich und wirklich ein Sakrament: ein Zeichen der Liebe und Nähe Gottes.
So hat der Theologe Walter Kasper das Wort Sakrament gedeutet.

Nur sie selbst wissen, wie oft sie darum gebetet haben und dafür gedankt haben, dass ihnen dieses Glück geschenkt ist und weiterhin geschenkt wird.

Für diesen Segen danken wir heute unserem Gott und zugleich bitten wir ihn darum.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, in dir ist Frieden und du schenkst Frieden. In unserer Sehnsucht nach Frieden bitten wir dich: Herr und Gott

L/A: Erhöre unser Rufen!

  • Stärke und erhalte in den Eheleuten, die dir heute danken,
    das Vertrauen in deine Liebe! Herr und Gott

A: Erhöre unser Rufen!

  • Gib ihnen täglich neu Liebe und Treue, Geduld und Güte!
    Herr und Gott
  • Gib ihnen Halt in guten und in bösen Tagen und schenke ihnen miteinander eine lange gesegnete Zeit!
    Herr und Gott
  • Für die alleine Lebenden: dass sie Gemeinschaft und Geborgenheit in der christlichen Gemeinde erleben.Herr und Gott
  • Wir beten für die Kinder und Enkelkinder dieser Eheleute: dass sie im Glauben an Dich, den Guten, Kraft finden, nach dem Guten zu streben. Herr und Gott
  • Wir bitten für die Völker und Staaten auf der ganzen Welt: dass der Wille zum Frieden den Streit überwindet und die Versöhnung den Hass überwindet. Herr und Gott

Lektor/in: Gott, du lehrst uns, das eine nötige zu suchen und zu ergreifen – in der Arbeit und in der Ruhe. Schenke uns deinen Frieden jetzt und alle Zeit. Amen

06.07.25: 14. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Dies alles ist Frieden
Brot haben, leben können, gehört zum Frieden.
Nicht hungern zu müssen,
um das Überleben nicht kämpfen zu müssen, ist Frieden.

Einen Platz haben, von dem einen keiner verdrängt, ist Frieden.

In einer Gemeinschaft zu leben statt allein, ist Frieden.

Eine Aufgabe zu haben, die mehr ist
als das tägliche Herbeischaffen von Nahrung,
die Sinn hat und Erfüllung gibt, ist Frieden.

Ein Haus haben, einen Tisch,
einen Menschen der einen versteht:

Dies alles ist Frieden.       Jörg Zink

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder
Jetzt wir sind in dem Frieden versammelt, den Christus uns gebracht hat und danken Gott für unsere Erlösung:

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Ich lade sie ein, – wenn Sie möchten und sich trauen – die Augen zu schließen. Ich sage gleich ein Stichwort. Wenn Sie es hören, könnte Ihnen eine Vorstellung, ein Bild, eine Szene einfallen, die sie sozusagen vor ihrem inneren Auge sehen. Das Wort heißt FRIEDE.

Welches Bild des Friedens ist ihnen eingefallen?

Für mich ist es unter anderem das Bild eines Kindes, das von der Brust seiner Mutter trinkt und dabei völlig zufrieden wirkt.

In der Lesung hat es sogar geheißen:
„auf dass ihr schlürft und euch labt an der Brust ihrer Herrlichkeit.“

Die Stadt Jerusalem ist die Stadt Gottes. Die Stadt, zu der Menschen aus allen Völkern ziehen, um dort Frieden zu finden.

Dass es nicht um das Jerusalem geht, das heute zum Sinnbild der Feind­schaft zwischen Palästinensern und der Regierung des Staates Israel geworden ist, versteht sich von selbst.

Für den Propheten Jesaja ist Gott wie eine Mutter, die ihr Kind stillt und es sättigt. Eine Mutter, bei der wir uns laben und genussvoll trinken.

Ein wunderbares Bild des Friedens!

Manchmal ist es schon eine große Herausforderung, den Frieden mit sich und seinem Leben zu finden. Manche Menschen haben wirklich ein schlimmes Schicksal – sie alle wissen, was alles passiert und passieren kann und passiert ist.

Wen würde es wundern, wenn man dann mit seinem Schicksal hadert: Warum ich? Das habe ich nicht verdient! Das ist ungerecht. Ich habe niemandem so etwas Böses getan!

Manchmal sind es auch Selbstvorwürfe:
Warum war ich so gutgläubig, so naiv? Warum konnte ich mich nicht beherrschen? Hätte ich das bloß nicht getan. Das war ein großer Fehler.

Das ist der Unfriede mit sich selbst. Menschen liegen im Streit mit sich und ihrer Lebensgeschichte, die sie nicht akzeptieren können und wollen.

Gerade in diesen Unfrieden hinein spricht der Prophet als Mund Gottes:

„Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet,
so tröste ich euch. Bei mir findet ihr Trost. – Euer Herz wird jubeln!“

Der Prophet weiß, dass manche – oder sogar viele – Menschen diesen Frieden in ihrer Lebenszeit nicht finden werden und können.

Es soll nie und nimmer der Eindruck entstehen:
Du bist selbst schuld, wenn Du mit deinem Leben haderst.
Damit würde den Menschen eine zusätzliche Last aufgebürdet.

Gott wird es machen wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet!
Wenn Du einmal im Himmel bist!

Liebe christliche Gemeinde,
dieses Bild des Friedens, diese Vorausschau auf den Frieden Gottes, der uns erwartet, sollten wir uns nicht nehmen lassen – sondern daran festhalten. Diese Hoffnung stärkt uns, so dass wir beharrlich und geduldig bleiben und am Frieden arbeiten.

Die eigene Zerrissenheit müssen wir nicht als von Gott gegeben hinnehmen. Denn Gott will unser Heil. Er will, dass sein Friede in uns ist.

Er hat uns eine Brücke gebaut, einen Boten gesandt. Er hat uns ein Mikroskop in die Hand gegeben, damit wir Gottes Wirken erkennen.

Jesus von Nazareth hatte diesen Frieden Gottes in sich!
Er zieht die Menschen an, die sich danach sehnen.
Er hat sich bewährt und den Frieden bewahrt – den Frieden Gottes – auch in seinem qualvollen Tod in der sengenden Mittagsglut am Kreuz erstickend.

So können wir glauben, dass der Friede Gottes uns erwartet,
dass wir Gottes Frieden in uns haben können,
dass wir berufen sind, am Frieden mitzuwirken und der Feindschaft und dem Hass und dem Neid und Geiz keinen Raum zu lassen.

Je vermögender und mächtiger Menschen sind, umso mehr gilt ihnen der Ruf, sich vor Habgier zu hüten und für gerechte Strukturen und Regeln zu sorgen, damit alle erhalten, was ihnen für ein Leben in Würde gebührt.

29.06.25: Peter und Paul

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Liebe Schwestern und Brüder!
Heute ist das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus. Das Amt des Petrus besteht weiter im Bischof von Rom.

Petrus hat als Erster, Jesus als Messias und Sohn Gottes bekannt. Paulus hat das Evangelium in den ganzen Erdkreis hinausgetragen als die frohe Botschaft von der Versöhnung und der Freiheit vom Gesetz.

Trotz aller Spannung waren beide eins im Glauben an Christus.
Und somit ein Vorbild für die Kirche zu jeder Zeit.
Rufen wir zum Christus, dem Haupt der Kirche:

Durch Christus loben und preisen wir den Vater im Hl. Geist!

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
wie schätzen Sie den neuen Papst ein? Fragen die Leute sich selbst und mich und einander?

Allein diese Frage sagt viel über unsere römisch katholische Kirche. Seit Papst Pius IX ist alle innerkirchliche Macht auf den Papst hin konzentriert.

Die Bischöfe setzen um, was der Papst will!
Alle, die in der Diözese beschäftigt und tätig sind, setzen um, was der Bischof sagt.

Zum Glück trifft diese Beschreibung nicht voll und ganz zu!

Sie trifft im Glauben nicht zu:
Denn jeder Christ hat den Heiligen Geist empfangen – voll und ganz.

Und sie trifft in der Praxis nicht zu: denn in unseren Gemeinden haben wir eine überaus große Freiheit, unser Gemeindeleben zu gestalten und aus eigenen Ideen Aktivitäten zu entwickeln.

Und dennoch zeigt es sich auch in den Gemeinden:
Der jeweilige Pfarrer, der die Gemeinde leitet hat überaus großen Einfluss, wie sich das Gemeindeleben entwickelt:

Er kann die Eigeninitiative der Gemeinde begrüßen und fördern und vielleicht sogar ein wenig dazu motivieren.

Er kann aber auch abblocken, abwürgen, Zwietracht säen.
Dann ist es sehr schwer für die Gemeinde die Gemeinschaft zu gestalten.

Wie gefährlich dieser Machtüberhang sein kann, wurde in den letzten 30 Jahren aufgedeckt: Machtmissbrauch der Kleriker – bis hin zu Bischöfen wurde verdeckt und geheim gehalten und vertuscht und so immer weiter ermöglicht.

Unsere Kirche in Deutschland hat ein großes Experiment gewagt, um in ein besseres Gleichgewicht zu kommen zwischen den Amtsträgern und den getauften und gefirmten Christen: der „synodale Weg“.

Leider verweigert sich unser Bischof sowie drei, vier andere diesem Experiment und seiner Entwicklung.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass ich in einem Bistum wäre, wo dieser Weg gefördert und begrüßt und gestaltet wird.

Gegenwärtig wird gerade versucht, einen dauerhaften synodalen Ausschuss zu begründen, in dem Bischöfe und gewählte Vertreter des Volkes Gottes gemeinsam beraten und wichtige Entscheidungen für die Kirche in Deutschland treffen. – Es ist ein spannender und mutiger Versuch. Ob es gelingt – steht noch nicht fest. Widerstände gibt es viele – besonders aus Regensburg.

Doch wer nicht anfängt zu gehen, kommt niemals vorwärts.

Wir suchen nach einer neuen Interpretation des Auftrags, den Jesus gegeben hat: „Weide meine Schafe“.

Immer noch wird das Wort „Schaf“ in den Vordergrund gestellt. Unverständige Schafe brauchen einen Hirten, der ihnen den Weg zeigt.

Es ist an der Zeit, das andere Wort stärker zu betonen: „Weide“ meine Schafe. Gib ihnen, wonach sie verlangen.
Verkünde ihnen die frohe und frohmachende Botschaft.
Tröste sie und höre ihnen zu. Ermutige sie und sporne sie an.
Kümmere dich um die Verletzten und die Kranken und heile sie.

Das Hirtenamt ist keine Herrschaft über.
Es bewertet nicht und straft nicht und es richtet nicht.
Die Schafe sind nicht dazu da, um dem Hirten Futter zu bringen –
sondern genau umgekehrt.
Die Schafe sind nicht dazu da, dem Hirten die Lasten zu tragen,
sondern umgekehrt.

Das Hirtenamt muss so verstanden werden, wie es offensichtlich vom Evangelisten verstanden ist:
Setze dein Leben für deine Schafe ein,
dass Hoffnung und Vertrauen, Freude und Dankbarkeit
im Volk Gottes wachsen und der Zusammenhalt wächst.

Solchen Hirten werden die Schafe zulaufen und die Herde wird ganz von selbst größer werden. Amen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Guter Gott, dein Geist reibt uns an, die frohe Botschaft zu verbreiten. Wir beten zu dir:

L: Gott, der du das Leben bist
L/A: Schenke Heil und Segen

  • Gott, wir beten für die vielen, die bei Verkehrsunfällen, bei Naturkatastrophen, bei Verbrechen und Terrorakten und bei Kriegen verletzt wurden.
  • Gott, wir beten für die Menschen, die unter psychischen Krankheiten wie Depressionen oder seelischer Erschöpfung und vielem anderen leiden.
  • Gott, wir beten für die Menschen, die in der Kirche Hoffnung und Trost, Zuspruch und Gemeinschaft suchen.
  • Gott, wir beten für die Bischöfe in allen Kirchen, dass sie den Mut zu Veränderung, zum Aufbruch und Neuanfang finden.
  • Gott wir beten für die Regierungen, die andere Länder mit Krieg und Terror überziehen und großes Elend über die Menschen bringen: dass sie umkehren und von ihrem Unrecht ablassen.
  • Gott wir beten für unsere Gemeinden in der Pfarreiengemeinschaft:
    dass wir unserer Berufung zu einem Leben aus dem Glauben an deine Liebe folgen und darin wachsen – in guten wie in schlechten Tagen.

Lektor/in: Vater wir preisen dich, Jesus, wir loben dich, Heiliger Geist wir beten dich an. Wir rühmen dich und danken dir. Jetzt und in Ewigkeit.

A: Amen

22.06.25: 12. Sontag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder!
„Herr, du bist in unserer Mitte.“ klingt für uns Christen selbstverständlich. Das ist Kernbestand unseres Glaubens.

In der täglichen Mühe und Gewöhnlichkeit oder in schweren Zeiten kann dieses Vertrauen jedoch schwinden oder ins Wanken geraten.
In unserer sonntäglichen Messfeier wird dieses Vertrauen wieder gestärkt.

Herr Jesus Christus,
du stärkst uns durch dein Wort.
du stärkst uns mit dem Brot des Lebens.
du stärkst in uns die Liebe zum Mitmenschen.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
würden sie von sich selbst sagen: „Ich bin ein Sünder?“

Das Wort „Sünde“ wird entweder gar nicht mehr oder nicht so verstanden, wie es in der Bibel verwendet wird.

„Ich bin kein Sünder – ich bin doch kein schlechter Mensch.“, sagen viele Leute. Aber was ist denn eine Sünde? Wer ist denn ein Sünder?

Körperverletzung, Diebstahl und Mord und Vergewaltigung sind ohne Zweifel sehr schwerwiegende Sünden – aber es sind nicht die einzigen.

„Sünde“ ist nicht das gleiche wie „Verbrechen“ oder „Straftat“.

Sie wundern sich wahrscheinlich, warum ich heute darüber spreche:

In der 1. Lesung aus dem Buch Sacharja, hieß es:
„Sie werden um den weinen, den sie durchbohrt haben. Es wird in Jerusalem eine Quelle entspringen gegen Sünde und Unreinheit“.
Jesus Christus ist diese Quelle.

Immer und immer wieder hören wir auf die Botschaft Jesu in den Evangelien. Immer und immer wieder danken wir in der Eucharistie für die Liebestat Jesu, als er sein Leben hingab.
Dadurch wird in uns selbst die Liebe immer neu gestärkt –

Die Liebe zu Gott. Auf ihn zu hören bringt Segen zu den Menschen.
Und die Liebe zu den Menschen. Sie wächst aus der Liebe zu Gott hervor.

Unsere Liebe braucht immer neue Stärkung – denn in uns sind auch die anderen Kräfte am Werk.

Das merken wir, wenn wir die Geduld mit dem anderen verlieren.

Das merken wir nicht einmal, wenn wir taub und blind sind für die Mit­menschen und dafür, wie wir manchmal anderen auf die Nerven gehen.

Das merken wir, wenn wir einfach keine Lust haben, mit dem anderen zu reden und sagen: ich muss jetzt erst auf mich selber schaun.

Wie gut wäre es, wenn wir jeden Tag eine Gewissenserforschung hielten:
Was habe ich heute aus selbstloser Liebe getan?

Wenn wir ohne Liebe reden und handeln – dann sündigen wir.
Weil Gott die Liebe ist und uns zur Liebe ruft.

Kann jemand von sich sagen, dass er alles aus Liebe tut?

Ich glaube, wir haben alle Gründe genug zu sagen:
„Ich bin ein sündiger Mensch.“

Ich möchte ihren Blick auch noch auf den Brief des Paulus an die Christen in Galatien richten. Er gibt ihnen einen unglaublich aufbauenden Zuspruch und sagt: „Ihr, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus „angezogen“.

Wer also euch sieht, sieht Jesus Christus handeln.
Wer euch hört, hört Jesus Christus sprechen.

Dass ihr immer wieder auf ihn hört, das prägt euch und verbindet euch mehr, als Herkunft und Sprache und Bildung und Alter und sozialer Stand euch unterscheiden. – Auch wenn die Liebe immer neu gestärkt werden muss, damit sie stark und mächtig bleibt.

Und zuletzt hören wir auf die Stimme Jesu im Lk. Evangelium::
Er spricht von „sich selbst verleugnen“ und „Kreuz tragen“.

Das hat nicht zu tun mit: geduldig alles ertragen und sich nicht gegen das Unrecht stemmen.

Damit ist gemeint:
Was immer es auch bedeutet, Liebe zu zeigen und sich gegen das Unrecht zu stemmen – es ist wichtiger und besser als etwas anderes.

Wer mit Jesus geht, lebt nicht für sich selbst – sondern für die Liebe und ist bereit dafür Opfer zu bringen.

Liebe Schwestern und Brüder,
unsere Liebe stärken wir immer und immer wieder, wenn wir auf Jesus hören und seine Liebeshingabe feiern, damit die Lieblosigkeit, die Sünde in uns nicht mächtig wird.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gütiger Gott, du hast uns berufen, Jesus nachzufolgen. Du gibst uns die Kraft für diesen Weg. Wir beten zu dir:

Gott, der du die Liebe bist      L/A: Wir beten zu Dir

  • Wir beten für alle Getauften: dass sie durch das Hören auf die Heilige Schrift ihre selbstlose Liebe immer wieder gestärkt wird.
  • Wir beten für die Menschen in Israel, in Palästina, im Iran und im ganzen Nahen Osten: dass sie auf Dich hören, der zum Frieden rufst.
  • Wir beten für die Regierungen, die mit Gewalt und Krieg ihre Machtinteressen durchsetzen wollen: dass sie umkehren und das Unrecht beenden.
  • Wir beten für unser Land: dass Hilfsbereitschaft und Rücksicht, Solidarität und Verantwortungsgefühl das Handeln der Menschen prägen.
  • Wir beten für unsere Gesellschaft, in der einige wenige immer größeren Reichtum anhäufen: dass es uns gelingt, die Gräben zwischen arm und reich ohne Gewalt und Blutvergießen zu verkleinern.

Lektor/in: Guter Gott, du teilst alles mit uns: dein Leben, deine Liebe, deinen Geist und deine Herrlichkeit. Wir loben und preisen Dich in Ewigkeit. Amen.

15.06.25: Dreifaltigkeitssonntag

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Wie waren die letzten Tage?
Hatten sie Ärger, hat sie etwas gefreut?
Machen sie sich Sorgen oder sind sie um Sorgen erleichtert worden?
Macht ihnen etwas Angst oder ist neue Hoffnung gewachsen?

So kommen wir hierher.
Wir danken Gott für das Gute, wir beklagen das Schlechte,
wir bitten um Kraft und Hoffnung und darum, dass es gut wird.

Der Vater weiß, was wir brauchen.
Der Sohn zeigt uns den Weg.
Der Geist gibt uns Kraft und Mut.

Wir grüßen Christus, unseren Bruder und Herrn.

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
Nach der Wandlung sagen wir: Geheimnis des Glaubens.
Aber jeder kann es wissen. Ist es dann noch ein Geheimnis?
Was ist denn ein Geheimnis?

Wenn jemand einen Plan hat,
der erst bekannt werden soll, wenn er durchgeführt wird.

Ein Versteck oder ein Wissen,
das nur ausgewählte Personen miteinander teilen.

Wenn man nicht verstehen kann, warum etwas so ist,
dann bleibt es ein Geheimnis.

Ein Geheimnis hat tatsächlich die Tendenz, dass es bekannt wird oder bekannt werden soll.

Heute feiern wir ein Glaubensgeheimnis, dass uns Christen von allen anderen Religionen unterscheidet. Wir sprechen in unseren Gebeten Gott den Vater an und Jesus Christus, seinen Sohn und wir beten zum Heiligen Geist, dass er uns erfüllt.

Zugleich ist mir bewusst: Wenn es in Gott eine „Aufteilung“ gäbe, eine Spaltung, wenn er nicht ganz eins mit sich wäre – wäre er nicht der ewige Gott, die Quelle des Seins.

Dass wir zum Vater und zum Sohn und zum Heiligen Geist beten, liegt an der Bibel – an der Heiligen Schrift: Jesus betet zum Vater. Er wird „geliebter Sohn“ genannt und er hat den Geist aus der Höhe, die Kraft Gottes zugesagt.

Sehr viele Christen denken immer wieder darüber nach:
Wie kann es einen Gott geben, der Vater ist und Sohn und Heiliger Geist?

Noch rätselhafter wird es, weil wir von einem Gott in drei Personen sprechen: Wie können drei Personen ein einziges Wesen haben?

Das Problem ist, dass das Wort Person in unserer heutigen Sprache eine ganz andere Bedeutung hat

Für uns ist eine Person ein Individuum mit menschlichem Körper. Eine Person hat einen eigenen Willen, ist selbstbewusst, vernunftbegabt, entwickelt Gefühle, kann etwas bewirken und hat mit seiner begrenzten Freiheit Verantwortung für seine Taten.

Wenn wir diese Merkmale einer Person auf den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist übertragen, dann sind sie drei Individuen – drei Götter – und nicht ein Gott.

Mit unserem alltäglichen Sprachgefühl, müssten wir eher von der einen göttlichen Person sprechen: eins im Wollen, eins im Handeln. Ein Gott eben.

Bleibt die Frage: Wie bezeichnen wir dann den Vater und den Sohn und den Heilige Geist?

In einem Buch habe ich es ungefähr so gefunden:

  • Gott ist als Vater wie eine ursprunglose Quelle und teilt sich mit.
  • Gott ist Sohn und Wort, weil das vom Vater Mitgeteilte wirklich ist;
  • Gott ist Geist, weil der Vater den aus ihm hervorgehenden Sohn liebt und der Sohn den Vater, aus dem er hervorgeht.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich muss gar nicht so viel nachdenken, wie Gott in sich ist und sich zu sich selbst verhält.
Ich kann es einfach das Evangelium gelten lassen: Es verkündet Jesus, der zu seinem Vater betet und der uns zusammen mit dem Vater den Geist Gottes, seine Kraft sendet.

Unsere christliche Gotteserfahrung ist dreifaltig:

Gott begegnet uns als Schöpfer von allem.
Gottes Sohn begegnet uns im Menschen Jesus Christus.
Gottes Heiliger Geist ist in uns, so dass wir in Gottes Kraft seiner Liebe antworten können und seine Liebe weiterschenken.

Wie auch immer: Es ist der eine Gott, derselbe – wo der Vater ist, ist auch der Sohn und wo die beiden sind, ist auch der Heilige Geist.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, Du bist die Liebe und schenkst uns deinen Geist der Liebe. Angetrieben von dieser Liebe beten wir:

Gott, der du die Liebe bist           L/A Wir beten zu dir

  • Wir beten für die Christen aller Konfessionen: dass sie eins sind im Glauben an dich, den Vater, an dich, den Sohn, und an dich, den Heiligen Geist.
  • Wir beten für die Angehörigen aller Religionen: dass sie in ihrem Glauben den Antrieb finden, den Frieden zu suchen.
  • Wir beten für die Menschen, die nicht an Gott glauben, dass sie die Liebe als Grundkraft des Lebens erkennen.
  • Wir beten für Leo, den Bischof von Rom und für alle Bischöfe:
    dass sie auf das Volk Gottes hören und im Heiligen Geist die Kraft zu den notwendigen Änderungen finden.
  • Wir beten für unsere christliche Gemeinde: dass unser Glaube wächst, die Hoffnung erstarkt und die Liebe zum Mitmenschen uns erleuchtet.

Lektor/in: Dich Vater preisen wir. Dich, den Sohn rühmen wir.
Dich den Heiligen Geist loben wir. Jetzt und in Ewigkeit. Amen.