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Einführung: Liebe Schwestern und Brüder,
Wir haben alle eine Entscheidung getroffen: Dass wir jetzt hier sein wollen. Dahinter steht die Entscheidung für den Glauben an Jesus, die vielen von uns quasi schon in die Wiege gelegt wurde. Vielleicht haben wir auch niemals in Frage gestellt, ob wir an Jesus glauben.
Wir danken Gott für Jesus, der für uns gelebt hat: damit wir an das Himmelreich glauben, das mitten unter uns ist.
Wir lassen uns stärken, damit wir auch in der kommenden Woche das Himmelreich mitten unter uns aufbauen und erleben.
Wir grüßen Jesus in unserer Mitte:
Jesus, du rufst uns zum Glauben
Du öffnest uns die Tür zum Himmelreich
Du stärkst unsere Liebe.
Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
Jesus war in Jerusalem mit Hosanna Rufen empfangen worden. Im Tempel hatte er die Händler vertrieben. Blinde und Lahme hatte er geheilt. Wenn die Kinder im Tempel ihn sahen riefen sie: „Hosanna dem Sohne Davids!“
Da fragte man Jesus: Wer hat die die Vollmacht dazu gegeben!
„Von meinem Vater im Himmel!“ wäre die kürzeste Antwort gegeben.
Aber das Evangelium erzählt anders: Jesus will die Tür nicht zuschlagen. Er ringt um die Hohepriester und die Ältesten und stellt die Gegenfrage:
Hat Johannes in Namen Gottes getauft oder aus Geltungssucht und Einbildung? Darauf wollte man ihm nicht antworten.
Dann erzählt Jesus die Geschichte von den beiden Söhnen. Sie stehen für die, die Johannes geglaubt haben, oder die ihn ablehnten!
Denn egal ob Zöllner und Dirnen oder andere öffentliche Sünder oder ob Pharisäer und Schriftgelehrte: Alle standen vor der Frage:
Glaube ich Johannes?
Johannes hatte dasselbe verkündet wie Jesus: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“
Die Zöllner und Dirnen und andere öffentliche Sünder haben geglaubt.
Die Pharisäer nicht! Sie bestanden darauf, dass das Himmelreich in weiter Ferne ist: Sowohl den Umständen nach, als auch der Zeit nach.
Die Johannes glaubten, haben ihr Leben geändert: Sie bauten das Himmelreich mitten unter sich auf: So wie das halt geht: Ehrlich sein, nicht betrügen, für die Armen sorgen, nicht zu viel für sich selbst verlangen, ….
Wie kann es sein, dass die Fachleute, die Schriftgelehrten nicht erkannten, dass Johannes im Auftrag Gottes sprach?
Aber bevor wir mit den Fingern auf andere zeigen, sind wir gefragt:
Glauben wir, dass das Himmelreich nahe ist? Leben wir danach?
Jeden Tag stellt sich die Frage wieder neu. In jedem Augenblick. Bei allem was wir denken und sagen und tun.
Glaube ich an das Himmelreich, das unter uns ist?
Handle ich danach?
Allgemeines Gebet
Lektor/in: Himmlischer Vater, du hast dein Reich in unsere Hände gelegt wir beten zu dir:
Vater im Himmel Wir bitten dich, erhöre uns
- Wir beten zu dir für die Priester und Diakone und für die Bischöfe, die in deinem Namen sprechen: dass Sie auf Dich hören und die frohe Botschaft unverfälscht verkünden.
- Wir beten für alle getauften Christen: dass sie an das Himmelreich glauben und es täglich durch ihr Handeln stärken.
- Wir beten für die vielen Menschen, die nicht an Gottes Wirken in unserer Welt glauben: dass sie ihrem Gewissen folgen und gute Menschen sein wollen.
- Wir beten für unsere Gesellschaft, dass der Abstand zwischen Armen und Reichen Menschen wieder verringert wird.
- Wir beten für die Menschen, die Pflege bedürfen und für die Pflegenden: dass sie sich auf die Anerkennung und Solidarität der Gemeinschaft verlassen können.
Lektor/in: Vater, wir wollen unser ganzes Leben auf dich hin ausrichten. Wir wollen Vertrauen schenken, Hoffnung wecken und anderen Gutes tun. Amen.