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Einführung: Liebe Schwestern und Brüder,
in jeder Sonntagsmesse sprechen wir: Ich glaube an Jesus Christus, aufgefahren in den Himmel!
Wir können es uns auch gar nicht anders vorstellen:
Jesus kann nur in der Herrlichkeit Gottes sein.
Denn er hat uns ja Kunde gebracht von Gott – er hat uns Gott gezeigt, wie er ist.
Wir danken Gott für ihn –
Wir danken Jesus, für sein Leben –
Wir setzen darauf, dass er uns die Richtung weist.
Wir folgen ihm – letztlich in die Herrlichkeit Gottes, in den Himmel.
Im Danken erneuern wir unseren Entschluss, diesen Weg zu gehen.
Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder
„Jesus begann seinen Jüngern zu erklären: Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten vieles erleiden, er müsse getötet und am dritten Tag auferweckt werden.“
Dreimal erzählt das Mt. Ev., dass Jesus mit diesen Worten seinen Tod vorausgesagt hat und ebenso seine Auferstehung.
Von Anfang bis zum Ende versucht Jesus seine Jünger für das Reich Gottes zu begeistern: Es ist mitten unter uns, wenn wir Gottes Willen tun; es steht uns offen, wenn wir einmal sterben und Jesus selbst verkündet das Reich Gottes; er errichtet es durch sein Leben und Wirken.
Als er nun wirklich durch die Hand der ungläubigen Römer den Tod erlitten hatte, erleben die Jünger die Nagelprobe:
Werfen sie nun alles in den Wind, für das Jesus sie begeistert hatte:
Den Glauben an die Barmherzigkeit Gottes, der wie ein guter Hirte niemanden verloren gibt;
die Einsicht, dass das Reich Gottes darin besteht, den anderen uns sein Wohl höher einzuschätzen als sich selbst und sogar die Feinde zu lieben.
Werden sie die Zuversicht und Gewissheit, dass Gott niemanden vergisst und dass er uns das ewige Leben schenkt, bewahren oder werden sie all das wie den Staub der Straße von sich abschütteln?
Wir können heute die vier Evangelien lesen, weil die Jünger tatsächlich am Glauben festhielten. Trotz dem Schandtot Jesu glaubten sie weiterhin an das, was er ihnen gepredigt hatte. Feindesliebe, Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Vergebung und ewiges Leben.
Für einen Menschen, der an Jesus glaubt ist nichts anderes denkbar, als dass Jesus nach seinem Tod zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt ist und dass er nun bei ihm ist und „zu seiner Rechten“ sitzt.
Und genau diesen Glauben bezeugen alle drei Lesungen:
Apg: Er wurde emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf
Eph: Gott hat Christus zu seiner Rechten erhoben
Mt: „Fehlanzeige“
Bei Mt. Hören wir nur den Auftrag, den Jesus seinen Jüngern gibt:
Auftrag ist gar nicht das richtige Wort: Wer an Jesus glaubt, kann gar nicht anders als loszugehen mit der Botschaft:
Jesus hat uns das Reich Gottes gebracht!
Gott hat ihn gesandt. Er lebt wieder bei Gott. Und auch wir leben bei Gott.
Wir wollen leben, wie er: Heilen, trösten, vergeben, niemanden verloren geben,
Auch wir werden auferstehen.
Wer Jesus glaubt, wird zu seinem Zeugen!
Das ist eine notwendige Konsequenz.
Wer lebt, atmet.
Wer liebt tut anderen gut,
wer an Jesus glaubt, wird zu seinem Zeugen.
Doch: Glauben wir an ihn?
Glauben wir wirklich, dass Gott uns liebt?
Glauben wir, dass die Liebe zum Nächsten das Wichtigste ist:
egal ob Freund oder Feind?
Vielleicht geht es uns wie dem Mann der zu Jesus sagt:
„Ich glaube Herr, hilf meinem Unglauben“.
Amen.
