12.04.26: 2. Ostersonntag

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Einführung: Liebe Schwestern und Brüder!
Leo XIV begrüßte nach seiner Wahl zum Bischof von Rom die wartenden Menschen mit dem Gruß Jeus, des Auferstandenen:

„Friede sei mit euch!“

Obwohl sie ängstlich weggelaufen waren und Jesus allein ließen,
obwohl Petrus ihn verleugnete, obwohl sie nichts tun konnten, um Jesus zu retten – Jesus grüßt sie: Friede sei mit Euch.

Frieden zwischen mir und euch! Frieden zwischen euch und Gott!
Frieden zwischen euch untereinander! Und: ihr dürft Frieden haben mit euch selbst.

Diesen Frieden empfangen wir von Jesus, an den wir glauben. Durch ihn ehren wir Gott unseren Vater.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
wie denken sie über Macht?
Wie ändern sich Menschen, wenn sie viel Macht haben?
Was sind es für Menschen, die nach der Macht streben und sie immer noch weiter vermehren wollen?

Und: bitte fragen sie sich selbst: In welchen Bereich haben sie Macht?

Macht ist geradezu das Gegenteil von Jesus – auch wenn ihm im Matthäusevangelium die Worte in den Mund gelegt werden: „Mir ist alle Macht gegeben – im Himmel und auf Erden.“

Der Gekreuzigte ist das Bild der Ohnmacht schlechthin!

Liebe Mitchristen: Wir setzen unsere Hoffnung auf einen, den die Mächtigen töteten, weil sie um ihre Macht fürchteten.

Von Anfang an mussten die Christen sich dafür rechtfertigen und hatten selbst Mühe, dies anzunehmen. Immer wieder stand die Frage im Raum:

Musste der Messias leiden? Kann ein Gekreuzigter Messias sein?
(Geschichte von den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus)

Das Johannesevangelium macht eine 180° Wende:
Thomas sagt: Wenn, dann glaube ich nur an Jesus, den Gekreuzigten.
Er hat bereits verstanden: Wer auch gegenüber denen, die ihm Böses tun, gut und liebend bleibt – wird und muss leiden!

Zu ihm, den Gekreuzigten sagt er: Mein Herr und mein Gott!

Die Macht Jesu liegt nicht im Herrschen und Urteilen, im Strafen und Belohnen. Die Macht Jesus liegt im Vergeben.

Seine endgültige Gabe an die Jünger ist: der Heilige Geist. Der Geist Gottes. Der Geist, der ihn in seinem Wirken angetrieben hat.
„Empfangt den Heiligen Geist!“ sagt er zu den Jüngern. Und legt ihnen ans Herz, was Gottes Geist in ihnen wirken soll: „Vergebt den Menschen ihre Sünden! Jeder, der darunter leidet, dass er seinen Mitmenschen zu wenig Liebe entgegenbringt, soll merken: Gott steht zu dir. Er hört nicht auf, dich zu lieben, so wenig Jesus aufgehört hat, die zu lieben, die ihn töteten.

Liebe Schwestern und Brüder,
am Ostern haben wir unser Taufbekenntnis erneuert und bestärkt:
Dreimal haben wir bekannt: „Ich glaube!“

Damit stehen wir an der Seite des Apostel Thomas, der zu Jesus sagte: Mein Herr und mein Gott.

Ja, wir glauben, dass Gottes Kinder Liebe immer größer ist und dass wir immer seine Kinder bleiben.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Wir haben den Heiligen Geist empfangen: den Frieden und die Versöhnung. Angetrieben von diesem Heiligen Geist beten wir:

Gott, Heiliger Geist    L/A: Erfülle die Herzen deiner Gläubigen

  • Wir denken an die Getauften, die die Stimme des Geistes missachten und Kriege führen: dass sie umkehren und von ihrem Unrecht ablassen.
  • Wir beten für die Menschen, die unter inneren Kämpfen leiden, die mit sich und ihrem Leben unzufrieden sind: dass sie mit sich ins Reine kommen.
  • Wir beten für die Ungetauften, die Interesse am christlichen Glauben haben: dass sie gute Begleiter finden und die Freude des Christseins entdecken und sich taufen lassen.
  • Wir beten für die Kinder und Jugendlichen, die sich auf ihre Erstkommunion und auf ihre Firmung vorbereiten: dass das Feuer des Heiligen Geistes in ihnen brennt.
  • Wir beten für die Maximilian und Luis und ihre Mutter Joy, dass Sie in der Gemeinschaft der Christen Heimat finden und im christlichen Leben Freude und Segen finden.
  • Wir beten für unser Land und seine Bevölkerung: dass wir den Frieden und Zusammenhalt bewahren.

Lektor/in: Vater im Himmel, in dir finden wir Frieden und Freude, Versöhnung und Leben. Wir danken dir und preisen dich in Ewigkeit.

A: Amen

06.04.26: Ostermontag

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Einführung:
Frère Roger Schütz von Taizé hat den Pilgerweg des Vertrauens begonnen und ausgerufen.

Der Osterglaube ist darin aufgegangen und fruchtbar geworden.

Wenn wir zum Vertrauen finden, hören wir auf einander zu misstrauen

Das Vertrauen in Gott ist der Wurzelgrund für das Vertrauen im Miteinander der Menschen.

Wir dürfen aus dem Vertrauen leben, dass unser Leben Gottes Gabe ist und uns deshalb in seine Ewigkeit führt.

Grüßen wir Christus, der uns den Weg des Vertrauens vorausgegangen ist:

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
Immer wieder einmal erlebe ich ein Gespräch, in dem jemand zweifelt, ob es denn wirklich etwas gibt, wenn wir einmal gestorben sind. Dann fällt oft dieser Satz: „Zurückgekommen ist noch keiner“ Dieses Argument begründet, warum der Zweifel aufkommen kann.

Was wäre denn, wenn einer zurückkommen würde?

Da gibt es ja die schöne Gleichnisgeschichte vom armen Lazarus, der in Abrahams Schoß getröstet wird. Der Reiche, der ihm nichts zu essen gab, wird gequält vom brennenden Schmerz der Reue und bittet Abraham Lazarus solle seine Brüder warnen, dass sie nicht den gleichen Fehler machen: Abrahams Antwort: „Das wir nichts helfen. Wenn sie auf Moses und die Propheten nicht achten, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht!“

Fast möchte ich sagen: Jesus ist auferstanden. Und doch gibt es viele, die nach wie vor ihr Herz verhärten für die Not ihrer Mitmenschen.

Sowohl die Lazarusgeschichte, als auch die Emmausgeschichte finden wir im Lukasevangelium, das sich in vielen Teilen liest wie ein biographischer Roman über Jesus, den aus Nazareth.

Die Emmausgeschichte ist eine Geschichte über den Zweifel und seine Überwindung:

Die beiden Jünger nehmen die Rolle der Zweifler ein:

Sie jammern, weil wieder einmal ein Guter dran glauben musste.
Sie jammern, dass dies ein ungerechtes Urteil war.
Sie jammern, dass die Mächtigen sich wieder einmal mit Gewalt durchgesetzt haben, um an der Macht zu bleiben.
Sie jammerten, weil am Ende eben doch immer die Ruchlosen und Herrschenden am längeren Hebel sitzen.

Liebe Schwestern und Brüder,
alle Ähnlichkeit mit heutigen Vorurteilen und Meinungen sind keineswegs zufällig, sondern gewollt und beabsichtigt.

Es kommt noch besser:

Die beiden Zweifler kennen sogar schon Menschen,
die den Zweifel überwunden haben.
Sie kennen die Nachricht, dass Jesus auferstanden ist.
Sie kennen die Gewissheit, dass die Mächtigen ihre Macht verloren haben, sobald wir die Schwelle zu Gott hin überschreiten.

Aber das können sie nicht glauben – und damit auch nicht, dass Jesus eine neue Ordnung aufgerichtet hat – gerade auch in seinem Tod.

Das Lukasevangelium setzt den Zweiflern eine seltsame Gestalt entgegen:

Ein Fremder. Denn das, was er zu sagen hat und das, was Jesus immer gesagt hat – solange er durch das Land zog und das Reich Gottes verkündete – das ist den Zweiflern fremd.

Lukas scheut sich nicht, die Zweifler „unverständig“ zu nennen. Sie hätten ein Herz, das zu „träge“ ist, um zu glauben, dass Jesus auferstanden ist.

Der Fremde macht ihnen verständlich, dass es in der ganzen Schrift immer schon darauf hinausläuft, dass der Gerechte in dieser Welt leiden muss – aber dass er nur so gerecht bleiben kann.

Am Ende dieser Geschichte ist der Zweifel überwunden: Sie glauben an Jesus und dass er lebt und teilen mit den anderen Jüngern die Erfahrung:
Jesu Botschaft ist wahr: Der Gerechte muss leiden – aber genau So legt er Zeugnis ab für Gott und schenkt Gemeinschaft mit Gott.

Liebe Schwestern und Brüder,
die daran zweifeln, dass das Gute eine Chance hat, ja dass es sogar das Böse überwindet, sind immer in Gefahr, sich der Macht des Bösen zu beugen: Schießt du auf mich, dann schieße ich auf dich.
Beleidigst du mich, so beleidige ich dich.
Greifst du mich an – dann greife ich dich an.

Als ob das Leben ein Fußballspiel wäre.

Die an Jesus glauben und dass er in Gottesherrlichkeit lebt, sind anders.

Sie sind widerständig und stark – wie Jesus. Sie denken:

Du kannst mich nicht davon abbringen, dich zu lieben – oder noch süffisanter formuliert: „Meine Feindschaft kriegst du nicht!“

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, du bist gut und in deiner Barmherzigkeit gerecht, weil du sie jedem gewährst. Wir beten zu dir:

Pfarrer singt nach jeder Bitte:
Gott unsres Lebens           A: Wir bitten dich, erhöre uns

  • Dass die Zweifelnden zum Vertrauen finden.
  • Dass die Liebenden stärker sind als der Hass.
  • Dass die Vertrauenden, die Angst überwinden.
  • Dass die Glaubenden, den Glauben an das Gute bewahren.
  • Dass die Gewalttätigen weniger werden.
  • Dass die Frieden liebenden mächtiger werden.
  • Dass die Verstorbenen bei dir Leben

Lektor/in: Gott, wir danken dir für deinen Sohn, der für uns den Verführungen durch Hass und Feindschaft widerstanden hat, damit wir an die größere Liebe glauben können. Wir preisen dich in Ewigkeit. Amen

05.04.26 Ostern

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder,
Jesus hat einmal gesagt: Himmel und Erde werden vergehen -aber meine Worte werden nicht vergehen!

Ich möchte zwar nicht dabei sein, wenn Himmel und Erde vergehen und der nächste Urknall ein Universum entstehen lässt – aber sehr gerne mochte ich in der Ewigkeit sein, in der Jesu Worte gelten:

In Gottes Licht und Herrlichkeit: in seinem Frieden, voll des Lebens in vollkommener Freude. Dieses Reich kommt und es ist schon da – weil so viele Menschen auf Jesus hören und aus Liebe handeln.

Grüßen wir Christus unseren Heiland und Befreier.

Liebe Schwestern und Brüder,
manche Entdeckungen in der Weltgeschichte bleiben für immer – jeden­falls über Jahrtausende und Jahrhunderte wirksam und unver­zicht­bar: Der Satz von Pythagoras zum Beispiel – oder dass Hunde ideale Begleiter des Menschen sind oder die Entdeckung der Elektrizität und des Magnetismus. Eine Welt ohne Aristoteles und Plato kann man sich gar nicht vorstellen.

Jesus und die frohe Botschaft, die er verkündete, gehören zu diesen Phänomenen in der Menschheitsgeschichte, die schon Jahrtausende lang wirken. Wenn man in die Welt schaut, kann man davon ausgehen, dass dies noch lange so sein wird – auch wenn wir in unserer Weltgegend gerade eine andere Erfahrung machen.

Schon deshalb kann ich mit Fug und Recht sagen: Was Jesus in seinem Leben getan hat und dass er dafür sein Leben einsetzte, hat sich „gelohnt“.
Ungefähr 2,5 Milliarden Menschen hören auf Jesus, glauben an ihn und daran, dass sie durch ihn Gemeinschaft mit Gott haben. Erfolg ist dafür kein angemessenes Wort mehr.

Und wie bei vielen großartigen Entdeckungen: Jesu Botschaft sehr einfach:
Das größte ist die Liebe seines himmlischen Vaters. Und das wichtigste ist, ihn zu lieben und den Mitmenschen, wie sich selbst.

Für diese Botschaft und weil er behauptete, dass Gott durch ihn spricht, hat man ihn verurteilt und gefoltert bis zum Tod. Er hat sich dies nicht nur gefallen lassen. Er hat diesen Weg gewählt – als Tat der Liebe zu seinen Freunden und Feinden.

Solange er durchs Land zog, verkündete er, dass Gott ewiges Leben schenkt. Er nannte dies Auferstehung. Auch von sich selbst sagte er, er werde auferstehen – am dritten Tag.

Nun war er tot – das war die Nagelprobe für die Frauen und Männer, die ihm nachgefolgt waren.

Das Joh Ev erzählt davon:  Maria von Magdala geht zum Grab. Wie man es halt so macht. Man will, dass es schön ist. Die Zärtlichkeit zum Verstorbe­nen zeigt sich darin. Man will sich erinnern und gibt dem Schmerz Raum.

Als sie sich dem Grab nähert – ich weiß nicht, was sie wirklich erlebt hat. Das Evangelium gebraucht eine mythologische religiöse Bilder­sprache – man merkt sofort: Es geht hier nicht um Berichterstattung.

Das Evangelium erzählt, dass der Stein weg war.

Typisch Johannes sucht sie zuerst nach einer „normalen“ Erklärung. „Man hat den Leichnam weggenommen“, erzählt die Petrus und Johannes. Die überzeugen sich vom leeren Grab.

Johannes glaubte – aber er verstand nicht.

Maria von Magdala versteht als erste: Engel helfen ihr dabei, denen sie den Grund ihrer Trauer sagen kann. Und Schließlich genügt es dem Evangelisten, dass Jesus Maria beim Namen nennt.
Als sie ihren Namen hört, versteht sie und es fällt ihr wie Schuppen von den Augen: Jesus ist nicht im Grab!

Sie verstand, dass Jesus nicht anders handeln konnte. Jesus hatte die Sendung, alles aus Liebe zu tun und sich durch nichts davon abbringen zu lassen – auch nicht durch die Grausamkeit der Folterknechte und den Hass seiner Feinde.

Was Jesus getan hat und was er verkündet hat, was er durchgehalten hat in seinem Martyrium, trägt in Maria Frucht.

Sie verändert sich: Es ist, wie Jesus gesagt hat: Er ist Gottes Sohn und er lebt nun bei Gott. Wer an ihn glaubt wird leben, auch wenn er stirbt, Jeder, der an ihn glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.

Ostern ist, wenn wir wirklich an Jesus glauben,
wenn wir denken und vertrauen wie er;
wenn wir frei sind, wie er, wenn wir stark sind, wie er.

Er sendet uns, dass wir den Menschen Heil und Heilung und Hoffnung und Versöhnung und Einheit bringen.

Jesu Liebestat hat Erfolg. Aber es ging nicht anders: Er musste lieben bis in den Tod. Das war nötig. Deshalb können wir an ihn glauben. Amen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, Vater Jesu und unser aller Vater. Du hast Jesus gesandt, damit wir das Leben in Fülle haben. Wir beten zu dir:

  • Für alle, die an die Auferstehung Jesu glauben: dass sie Jesus immer mehr ähnlich werden.
  • Für die Menschen, die an diesem Osterfest getauft werden: dass die Freude des Glaubens in ihnen immer weiterwächst.
  • Für die Frauen und Männer, die berufen sind, den Glauben an Jesus zu verkünden: dass sie im Herzen glaubende Menschen bleiben.
  • Für die Millionen Kinder und Erwachsenen, die unter den Kriegen in der Welt leiden: dass sie Mut haben, für den Frieden einzutreten.
  • Für unsere Gesellschaft, dass die Menschen mit sehr großem Vermögen ihre Verpflichtung für das Gemeinwohl erkennen und erfüllen.

Lektor/in: Vater, du bist gerecht und schenkst jedem deine Liebe. Gib uns Kraft, dass wir dich rühmen und dir durch unser Tun die Ehre geben: dass wir dich loben und preisen in Ewigkeit. Amen.

04.04.26 Feier der Osternacht

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Liebe Schwestern und Brüder,
manche Entdeckungen in der Weltgeschichte bleiben für immer – jeden­falls über Jahrtausende und Jahrhunderte wirksam und unver­zicht­bar: Der Satz von Pythagoras zum Beispiel – oder dass Hunde ideale Begleiter des Menschen sind oder die Entdeckung der Elektrizität und des Magnetismus. Eine Welt ohne Aristoteles und Plato kann man sich gar nicht vorstellen.

Jesus und die frohe Botschaft, die er verkündete, gehören zu diesen Phänomenen in der Menschheitsgeschichte, die schon Jahrtausende lang wirken. Wenn man in die Welt schaut, kann man davon ausgehen, dass dies noch lange so sein wird – auch wenn wir in unserer Weltgegend gerade eine andere Erfahrung machen.

Schon deshalb kann ich mit Fug und Recht sagen: Was Jesus in seinem Leben getan hat und dass er dafür sein Leben einsetzte, hat sich „gelohnt“.
Ungefähr 2,5 Milliarden Menschen hören auf Jesus, glauben an ihn und daran, dass sie durch ihn Gemeinschaft mit Gott haben. Erfolg ist dafür kein angemessenes Wort mehr.

Und wie bei vielen großartigen Entdeckungen: Jesu Botschaft sehr einfach:
Das größte ist die Liebe seines himmlischen Vaters. Und das wichtigste ist, ihn zu lieben und den Mitmenschen, wie sich selbst.

Für diese Botschaft und weil er behauptete, dass Gott durch ihn spricht, hat man ihn verurteilt und gefoltert bis zum Tod. Er hat sich dies nicht nur gefallen lassen. Er hat diesen Weg gewählt – als Tat der Liebe zu seinen Freunden und Feinden.

Solange er durchs Land zog, verkündete er, dass Gott ewiges Leben schenkt. Er nannte dies Auferstehung. Auch von sich selbst sagte er, er werde auferstehen – am dritten Tag.

Nun war er tot – das war die Nagelprobe für die Frauen und Männer, die ihm nachgefolgt waren.

Das Mt. Ev erzählt davon:  Die Frauen gehen zum Grab. Wie man es halt so

macht. Man will, dass es schön ist. Die Zärtlichkeit zum Verstorbenen zeigt sich darin. Man will sich erinnern und dem Schmerz Raum geben.

Als sie sich dem Grab nähern – ich weiß nicht, was sie wirklich erlebt haben. Das Evangelium gebraucht eine mythologische religiöse Bilder­sprache – man merkt sofort: Es geht hier nicht um Berichterstattung.

Jedenfalls hat es mit Gott zu tun, deswegen wird der Engel erwähnt.
Und das Erzittern der Erde. Achten wir auf die Worte, die das Evangelium, dem Engel in den Mund legt:
„Fürchtet euch nicht. Jesus, der Gekreuzigte, ist nicht hier!“

Sie hätten sich fürchten können: zum ersten vor denen, die Jesus getötet haben – vielleicht standen auch sie auf der Liste.

Noch mehr aber: Fürchtet euch nicht davor zu glauben, dass Jesus lebt und auferstanden ist in Gottes Herrlichkeit – auch wenn das euer ganzes Leben und Denken durcheinanderwirbelt und neu sortiert.

Was Jesus getan hat und was er verkündet hat, was er durchgehalten hat in seinem Martyrium, das trägt in den Frauen Frucht.

Sie fangen an zu begreifen. Sie werden verändert.
Es ist, wie Jesus gesagt hat: Er ist Gottes Sohn und er lebt nun bei Gott.
Wir sind Gottes Kinder und werden bei Gott leben.

Solange wir leben, haben wir eine Berufung:
Gott ist unser Vater, der uns liebt wie eine Mutter. Ihn lieben und die Mitmenschen – das ist das wichtigste.

Ostern ist, wenn wir wirklich an Jesus glauben,
wenn wir denken und vertrauen wie er;
wenn wir frei sind, wie er, wenn wir stark sind, wie er.

Er kommt uns entgegen und er sendet uns nach „Galiläa“, dass wir den Menschen Heil und Heilung und Hoffnung bringen und sie aus ihrer Hoffnungslosigkeit befreien.

Jesu Liebestat hat Erfolg. Aber es ging nicht anders: Er musste lieben bis in den Tod. Das war nötig. Deshalb können wir an ihn glauben. Amen.