13.06.26: Hl. Amtonius

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:

Heiligen werden aus ganz verschiedenen Gründen geehrt:
Elisabeth von Thüringen wegen ihrer Sorge um die Armen.
Maximilian Kolbe, weil sich statt eines Familienvaters hängen ließ.

Der hl. Antonius von Padua ist ein Heiliger der Predigt.
Das war seine Stärke. Er weckte durch seine Predigt den Glauben an Jesus. Er verstand es, die Menschen zu gewinnen: so dass sie Mut fassten, auf Gott zu vertrauen und Nächstenliebe zu üben und Streit und Selbstsucht zu überwinden.

Ansprache:

Liebe Schwestern und Brüder,
wie oft haben sie schon gehört, dass die Kirche reich ist? Und noch schlimmer: Dass es in der Kirche auch nur ums Geld geht?

Ohne Zweifel: die Bistümer und Kirchengemeinden in Deutschland verfügen über großes Eigentum:  finanziellen Rücklagen, Grund und Boden, Gebäude und Kunstschätze. Das ermöglicht uns unter anderem so schöne Musik im Gottesdienst zu hören wie die Krönungsmesse heute.

Das kann man erklären oder verteidigen, richtig oder falsch finden. Aber es ist unbestreitbar: dass wir im Evangelium gerade etwas anderes gehört haben:

Jesus sendet die Jünger ohne Geldbeutel, Vorratstasche und Schuhe in die umliegenden Dörfer und Städte!

Ich fühle mich durch diesen Satz schon in Frage gestellt: ich habe ein sehr gutes Gehalt. Wir Pfarrer leben und werden eingeschätzt wie Amtsper­sonen. In den Landgemeinden gehört der Pfarrer immer noch zu den lokalen Honoratioren, neben der Bürgermeisterin und der Apothekerin.

Wie mögen im Gegensatz dazu wohl die Jünger Jesu ausgesehen und gerochen haben, wenn sie nach stundenlanger Wanderung in ein Dorf kamen und auf der Straße anfingen vom Reich Gottes zu reden.

Der hl. Franz von Assisi hatte um das Jahr 1204 die Erleuchtung:
Er sah den Prunk der Kirchenleute und wie schlecht es den Armen ging.
Bei einer Romwallfahrt tauschte er die Kleider mit einem Bettler – und zog sie nicht mehr aus. Er begann die Armut als Lebensform zu lieben. Die Armut, in der Jesus gelebt hatte und in der Jesus seine Jünger zu den Menschen sandte. – Zurecht sagen viele: Franziskus hat die Kirche seiner Zeit vor dem Niedergang gerettet.

Antonius von Padua stammte ebenfalls aus reichem Haus. Ihm stand als begabtem Augustiner Chorherr eine stattliche kirchliche Karriere bevor. Doch dann beeindruckte ihn die neue Gemeinschaft der minderen Brüder, die um Franziskus herum entstanden war. Er schloss sich diesem Orden an und lebte ebenfalls die Armut. – Franziskus nannte ihn später voll Anerkennung „seinen Bischof“.

Was haben die Bettelbrüder bewirkt?
Die Armen haben die Botschaft vom Reich Gottes gehört. Sie durch sie erfahren (!), dass Gott die Armen liebt, die sich keine weiße Weste leisten können. Durch die Bettelbrüder hat das Evangelium den Menschen wieder Trost und Frieden und Hoffnung geschenkt.

Die Situation ist heute schon ein wenig ähnlich:

Viele Menschen betteln auf der Straße. Jeder 10. In unserem Land lebt von der Grundsicherung. Jedes 7. Kind ist von Armut bedroht.
Wie gut oder wie schlecht schafft es die Kirche, diesen Menschen Mut und Hoffnung zu geben und ihnen zu helfen? – Sind Lebensstandard und Besitz ein Hindernis dafür geworden, dass arme Menschen sich bei uns willkommen fühlen?

Das heutige Evangelium zeigt einen Weg, den die Kirche gehen kann:

1. Frieden bringen: Damit ist ein Zustand des Menschen gemeint, der ihn zufrieden werden lässt: Die Erfahrung: Es geht um Dich. Gott geht es um dich. Du bist wichtig und wertvoll!

2. Die Jünger sollen die Kranken heilen. Das verstehe ich in einem umfassenden Sinn. Es geht nicht um Wunderheilungen. Aber Christen sollen sich um die Kranken kümmern: dass sie gepflegt werden, dass ihre Wunden heilen. Ebenso um die Kinder: dass sie lernen können; und um die Alten: dass sie nicht übersehen werden.

Wenn wir uns um die Heilung der Menschen kümmern, können wir ihnen auch das Heil verkünden: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Liebe Schwestern und Brüder,
Das Evangelium spricht von der „reichen Ernte“: Das sind die vielen Menschen, die viel zu wenig Geld haben; die nicht gelernt haben, für sich zu sorgen und in die Arbeit zu gehen; das sind die alten Menschen mit kleiner Rente, das sind die Kinder, die keine Unterstützung beim Lernen haben – und noch viele mehr.

Wie können wir diesen Menschen Frieden bringen und Heilung und Heil?

Allgemeines Gebet

Lektor: Gott, die hast Jesus in die Welt gesandt, um den Armen die frohe Botschaft zu bringen und um die Sünder zu berufen. Wir beten zu dir:

Gott, du Vater der Armen            L/A: Wir beten zu dir.

  • Wir beten für die Menschen, die durch ihre Arbeit nur wenig Geld verdienen: dass sie auskömmlichen und gerechten Lohn erhalten.
  • Wir beten für die Menschen, die keiner Arbeit nachgehen:
    dass sie die nötige Unterstützung erhalten.
  • Wir beten für die chronisch kranken und durch das Alter geschwächte Menschen: dass sie Begleiter haben, die sie stärken und stützen.
  • Wir beten für alle, die die Botschaft vom Reich Gottes hören: dass sie an das Leben glauben können, das von Gott kommt und zu Gott führt.
  • Wir beten für alle, die das Evangelium verkünden und auslegen: dass sie die rechten Worte und Beispiele finden, um die Menschen für den Glauben zu gewinnen.

Lektor: Gott wir danken dir, dass du in unseren Herzen den Glauben geweckt hast. Stärke uns durch deinen Heiligen Geist, dass unsere Liebe zu Dir und den Mitmenschen immer größer wird. Amen.

07.06.2026: 10. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder!
am Ende der Lesungen wird immer gesagt: „Wort des lebendigen Gottes“.
Ich bin darüber nicht ganz glücklich, weil die Texte, die uns vorgetragen werden nicht unmittelbar Wort Gottes sind – so wie die Worte unserer Regierung, die fast alle wortgetreu aufgezeichnet werden.

Es sind Worte und Gedanken von Menschen, die nach dem Woher und Wohin des Lebens und des Weltalls fragen. Die zwar die Natur beobachten, aber nach dem Sinn suchen. Woher kommen Gut und Böse.

In dieser Suche ist Gottes Geist wirksam und offenbart sich dem Menschen. Aber die Gedanken des Menschen sind begrenzt und er denkt sich Gott immer wieder nach seinen menschlichen Maßstäben.

In der 1. Lesung aus dem Buch Hosea hören wir heute das Wort eines Propheten, der sich weit geöffnet hat für das Geheimnis Gottes.
Er hat Einsicht gewonnen, dass Gott nicht durch Tribut und Abgaben befriedigt werden braucht. Hören sie gespannt hin, was Gott von uns erwartet:

Jesus, gesandt vom Vater –
erfüllt vom Heiligen Geist –
du rufst uns, dir nachzufolgen

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
es waren schwierige Zeiten in Israel: Der Süden hatte einen König.
Der Norden verweigerte ihm die Gefolgschaft. Israel spaltete sich in zwei fast verfeindete Teile. So wie es auch in der Zeitgeschichte mehrfach passiert ist.

Die Menschen im Nordreich nahmen es mit der Religion ihrer Väter nicht so genau: Sie stellten auch anderen Göttern Altäre auf und opferten ihnen. In diese Götzen macht sich der Mensch selbst zu Gott.

Die Propheten – zum Beispiel Hosea – prangerten dies als Bundesbruch an. Und sie wurden nicht müde, auf die Ungerechtigkeiten hinzuweisen:
Denn die Reichen nützten die Armen aus und erließen Regeln, durch die sie immer noch reicher wurden.

Die Mahnungen wurden durchaus gehört: man opferte Tiere und wollte dadurch Gott besänftigen. Aber Hosea, der Prophet, durchschaute die Oberflächlichkeit dieser Opfer. Äußerliche Riten, mit viel Rauch und Gestank – aber die Menschen änderten sich nicht.
Die Sonntagsreden brachten den Armen keine Erleichterung.

In der Schimpfrede des Propheten Hosea finden sich zwei Sätze, die ganz offensichtlich im Geist Gottes gesprochen sind:

An Liebe habe ich Gefallen, nicht an Schlachtopfern,
An Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.

Liebe Schwestern und Brüder,
ich kann fast nicht anders, als dies direkt auf unsere Zeit zu beziehen:

An Feiertagen wird unser demokratischer Grundgedanke beschworen, dass alle Menschen gleich sind und die gleichen Rechte haben.

An Feiertagen wird beschworen, dass alle Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben teilhaben sollen.

An Feiertagen wird beschworen, dass Verfolgte bei uns Schutz und Aufnahme finden.

Es wäre verfehlt zu sagen: das stimmt alles gar nicht. Ja, die Gesetze gelten für alle und wir wählen ein Parlament, das die Gesetze beschließt.

Es gibt eine Grundsicherung für Menschen, die schon lange keine Arbeit mehr oder eine zu geringe Rente haben.

Aber vieles davon wird aktuell in Frage gestellt. Und der Abstand zwischen den Reichsten und den Menschen mit sehr wenig Einkommen wird immer größer. Und zwischen Menschen mit gering bezahlter Arbeit und Menschen ohne Arbeitsstelle ist fast gar kein Unterschied – weil die Löhne zu niedrig sind.

Ich wünschte mir, die 2 bis 3 Millionen unvorstellbar reichen Menschen, würden sich die Worte des Propheten Hosea zu Herzen nehmen:

An Liebe habe ich Gefallen, nicht an schönen Reden, an Gotteserkenntnis mehr als an Kongressen und Kulturevents für die Vermögenden.

Das Mt. Ev. zitiert den Propheten: Jesus sagt: Lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.

So erklärt Jesus, warum er einen Mann in seine Jüngerschaft aufnimmt, der von Haus aus im schlechten Ruf steht: er ist ein Verräter, der mit den Besatzern, den Römern zusammenarbeitet. Er ist ein Zöllner: Die sind berüchtigt, , weil sie mehr Abgaben verlangen als festgesetzt sind und sich über Gebühr bereichern.

Jesus spitzt es sogar noch zu: Ich bin gekommen, um Sünder zu berufen!

Niemand ist abgestempelt. Niemand wird von Gott ausgemustert.
Jeder ist gerufen, ein Jünger Jesu zu werden.

Jeder kann lernen und in seinem Leben befolgen, was das Buch Hosea inspiriert vom Heiligen Geist als Gottes Wort verkündet hat:

Gott hat an Liebe Gefallen und an Gotteserkenntnis –
feierliche Beschwörungsformeln ohne die Konsequenzen haben vor ihm keinen Wert.

Entscheidend ist, was ein Mensch tut:

Matthäus verließ die Zollstation und folgte Jesus nach.

Wir sind Matthäus! – Sind wir Matthäus?

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, du bist barmherzig und du bist deiner Schöpfung treu. Im Geist Jesu Christi beten wir zu Dir:

Treuer und Barmherziger Gott  Wir beten voll Vertrauen zu dir

  • Für das ganze Volk Gottes: dass es ein lebendiges Zeichen deiner Barmherzigkeit ist.
  • Für die Menschen aller Religionen: dass ihr Glaube sie antreibt, den Frieden zu suchen.
  • Für unsere Gesellschaft, dass wir nicht vergessen, dass kein Mensch als Mittel zum Zweck gebraucht werden darf, sondern immer das Ziel des Handelns ist.
  • Für die Länder der europäischen Union: dass es den Regierungen gelingt, den Frieden mit allen Nachbarn zu bewahren und zu erringen.
  • Für die Ukraine und Russland: dass die Regierung Russlands den Angriff auf sein Nachbarland beendet.
  • Für die ganze Menschheitsfamilie, dass wir unsere Erde behüten und bewahren, damit sich auch für die kommenden Generationen ein guter Lebensraum ist.

Lektor/in: Guter Gott, du bist das Leben und du schenkst uns das Leben. Durch uns preist dich die ganze Schöpfung. Gib, dass dein Lob erklingt in alle Ewigkeit. Amen.

04.06.2026: Fronleichnam

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Ansprache Liebe Schwestern und Brüder,
Wir alle können den Einsetzungsbericht auswendig aufsagen:
Nehmt, esst alle davon. ….

Nehmt und trinkt alle daraus. ….

Ich glaube nicht, dass Jesus die Absicht hatte, in diesem Tun irgendeine Substantia von Brot und Wein auf geheimnisvolle Art zu verwandeln – und seinen Jüngern gleichzeitig in die Lage zu versetzen, das auch zu tun.

Bei diesen Worten versuche ich mich jedes Mal in die Situation des Abschiedsmahls hineinzuversetzen. Das ist zutiefst berührend.

Trinkt aus dem Kelch. Sagt Jesus Er ist das Zeichen eines neuen Bundes, den Gott mit euch schließt. Dafür – für euch – wird mein Blut vergossen. Allen ist vergeben!

Jesus teilt Brot und Wein und spricht zugleich davon, dass er – bewusst und aus freiem Willen – sich der Verurteilung überliefert und bereit ist sein ganzes Leben mit dem Tod zu besiegeln.

Die Jünger – sie, ich, – wir nehmen das Brot und essen es. Würde ich das in Worte fassen, bedeutet es: Jesus ich glaube an dich. Ich glaube, dass der Vater uns ewiges Leben schenkt und dass er die Sünden verzeiht.

Und es ist nahezu unaussprechbar: „Jesus ich nehme es an. Ich nehme es an, dass du dafür – für mich – in den Tod gehst.“

Im österlichen Licht wandelt sich die Traurigkeit.
Die Worte Jesu und seine Hingabe bestürzen nach wie vor.

Aber nun ist es ein freudiges Bekenntnis:
Deinen Tod o Herr verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir.

Der Apostels Paulus deutet es so:

Wenn wir den Kelch segnen, haben wir Anteil an der Vergebung, für die Jesus mit seinem Blut eingestanden ist.
Wenn wir das Brot teilen, haben wir Anteil an Leben und der Auferstehung Jesu.

Dass wir dies miteinander tun, schweißt uns zusammen.
Wir sind nicht nur eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten:
Wir haben Anteil an Jesus, sozusagen an seinem Leib und Blut,
so dass wir sozusagen ein Leib sind: Christi Leib.
Durch uns und in uns lebt Christus.
bringt Vergebung der Sünden und das ewige Leben –
und zwar jedem, der an ihn glaubt – durch unsere Verkündigung.

Liebe Schwestern und Brüder;
schauen wir uns gegenseitig an:
Wir sind der Leib Christi – hier in diesem Hof;
hier in diesem Stadtteil.
Jesus will durch sie und in ihnen und mit ihnen, mit mir, mit uns zusammen Heilung bringen und Hoffnung und Vergebung.

Das Brot brechen ist ein österliches Zeichen:
Jesus ist da: bei uns, in uns, durch uns und mit uns.

Amen.

31.05.2026: Dreifaltigkeitssonntag

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung:
mit Judentum und Islam verbindet uns der Glaube an Gott, der Ursprung von allem ist, der Höchste und Einzige und es gibt keinen anderen neben ihm.

Es unterscheidet uns aber, dass wir Gott Dreifach erfahren:
als Quelle und der Ursprung des Universums;
als Erlöser und Befreier
und als göttliche Kraft in allen Geschöpfen!

Am heutigen Sonntag feiern wir dankbar diese einmalige und ganz besondere Erfahrung mit Gott, der seiner Schöpfung ganz nah – also innerlich ist – und doch immer der bleibt, der die Geschöpfe ins Dasein ruft.

Grüßen wir Christus, den wir Gottes Sohn nennen, weil in ihm Gottes Wort menschliche Gestalt annahm.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
kein Mensch kann Gott sehen und am Leben bleiben!
Wir Menschen können Gott nicht erkennen und erforschen,
so wie den Menschen, Seine Krankheiten, die Funktion und das Zusammenspiel der Organe usw.

Gott ist und bleibt ein Geheimnis – aber ein Geheimnis, das sich uns offenbaren will. ‑ Aber nicht mit Briefen und Sendschreiben und Sprachnachrichten und Videoclips.

Die Selbstoffenbarung Gottes beginnt damit, dass der Mensch staunt:
Darüber, dass er lebt und über die Erde und alles was er auf ihr sieht und über die Sterne, die hoch über ihm glänzen.

Der Mensch versucht zu verstehen, warum es gut und böse gibt,
und Freude und Leid.

Diese Menschen Fragen sind der Anfang der Selbstoffenbarung Gottes an den Menschen: der Mensch sinnt über seinen Ursprung nach –

und darüber warum er noch am Leben ist:
Obwohl er schwach ist und bedürftig; anfällig für Krankheiten und wehrlos gegenüber den Naturgewalten.

So entstehen Sätze wie im Buch Exodus, das Gott die Worte in den Mund legt: „Der Herr ist ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig und reich an Huld und Treue!“ In solchen menschlichen Gedanken offenbart sich Gott dem Menschen.

Paulus ist ein weiteres Beispiel, wie Gott sich im Suchen und Fragen und in der Sehnsucht der Menschen offenbart: Er betont, dass die Schwestern und Brüder im Glauben an Jesus Frieden halten sollen und eines Sinnes sein sollen: Rechthaberei und Ausgrenzung sollen keinen Platz unter ihnen haben.

Er spricht von der Gnade, die Gott uns durch Jesus schenkt, weil er uns liebt und von der Gemeinschaft mit Gott durch den Heiligen Geist.

Jesus wiederum hat für uns Christen allergrößte Bedeutung:
Wir nennen ihn Sohn Gottes, weil wir merken und spüren und erkennen, dass Gott sich in ihm offenbart.

Wir müssen nicht darüber spekulieren, welche einzigartige Wesensver­wandtschaft Jesus mit Gott hat – im Vergleich zu jeder und jedem von uns.

Er nennt Gott seinen Vater im Himmel.
Er nimmt uns jede Furcht vor dem Tag des Gerichts,
den seine jüdischen Schwestern und Brüder erwarteten.

Er sagt: Ich bin in der Welt um zu retten!

Gott richtet nicht – sondern wer glaubt hat das ewige Leben!

Dieses „Wer glaubt“ dürfen wir nicht falsch verstehen:
Es ist keine Ausgrenzung. Es sagt nichts darüber aus, dass Gott jemandem das ewige Leben verweigern würde.

Es sagt nur aus:
Wer Jesus nicht glaubt, sondern durch die Erfüllung des Gesetzes vor Gott gerecht sein will, wird immer feststellen müssen, dass er das Gesetz nicht ganz eingehalten hat. Das Gesetz richtet ihn. Gott hingegen ist ein barmherziger Gott:
Jesus hat uns dafür die Augen geöffnet.
Der Heilige Geist weckt in uns diesen Glauben und hilft uns, danach zu handeln.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Gott, du liebst uns wie ein Vater und eine Mutter.
Du liebst uns als unser Bruder Jesus und dein Geist weckt in uns die Liebe zu dir und zueinander. Wir beten zu dir:

Du einziger und wahrer Gott     L/A: Wir bitten dich, …

  • Wir beten für das eine Volk Gottes, das sich in den christlichen Kirchen versammelt. dass die Menschen in unseren Gemeinden deine Liebe spüren und erleben.
  • Wir beten für die Menschheitsfamilie, die gefährdet ist durch viele Kriege, durch Geiz und Gier und Neid: dass Menschen aufstehen und für den Frieden, die Versöhnung und für Gerechtigkeit begeistern.
  • Wir beten für unser Bistum, das vor großen Umbrüchen steht, weil die Mitglieder und die Seelsorger immer weniger werden: dass wir Freude am Glauben haben und uns als Schwestern und Brüder verbunden fühlen.
  • Wir beten für die Menschen in unserem Land: dass der Sinn für das Gemeinwohl stärker wird und der Egoismus kleiner.
  • Wir beten für unsere Stadt Regensburg: dass der neu gewählte Stadtrat gute Entscheidungen trifft, die das Miteinander der Menschen fördern.

Lektor/in: Gott, du bist die Liebe und du weckst die Liebe und du schenkst die Liebe. In dir sind wir und bewegen wir uns. Wir loben dich heute und allezeit und in Ewigkeit. Amen.