29. Juli: 17. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den liturgischen Texten:

Kürzlich ergab sich irgendwo eine kleine Diskussion, woran es wohl liegt, dass immer mehr Leute der Kirche und auch dem Glauben den Rücken zukehren.
Man könnte aber auch fragen: Was müsste geschehen, damit wieder mehr Leute an Jesu glauben, und die Gemeinschaft in der Kirche suchen?

Würde Wunder helfen?
Wenn durch ein Gebet zu Jesus die Sahara grün und fruchtbar würde?
Würden dann mehr Menschen an Christus glauben und zur Kirche gehen?

Ich vermute:  die Menschen würden verschieden reagieren:
die einen suchten eine Erklärung: physikalisch oder astromisch oder metereologisch.
Manche würden sagen: Warum nicht schon früher?
Wieder andere entwickeln eine Wunschliste, was auch noch erledigt werden müsste.

Wunder sind auf verschiedenste Weise zu  deuten und zu verstehen – wie jedes andere Ereignis auch – ist es überhaupt ein Wunder, das Johannes da erzählt? Hat das wirklich stattgefunden?
Dann hätten doch eigentlich viel mehr Menschen erkennen müssen, dass Jesus von Gott gekommen ist.

Gerade das Johannesevangelium schließt an die Speisung der 5000 ein langes Gespräch Jesu mit den Juden an:
Im Verlauf des Gesprächs wenden sich viele – immer mehr von Jesus ab und fühlen sich durch seine Worte vor den Kopf gestoßen.

Am Ende der Wundererzählung selbst hören wir bereits von der ersten Enttäuschung:
Jesus wird zwar der erwartete Prophet genannt –  man will ihn deshalb zum „König“ machen.

Wer erwartet, dass Christen, dass die Kirche sozusagen die Regierung der Welt übernehmen sollte, kann sich nicht auf Jesus berufen – auch nicht auf das Joh.ev.:
Jesus zog sich zurück: Seine Sendung ist es nicht, ein König zu sein neben oder über anderen Königen der Welt.

Dagegen haben wir Christen, hat die Kirche (ev. u. kath.), in der Kirche schon viele Male verstoßen. Oft wollte sie die Macht über Soldaten und Steuern an sich reißen – und hat damit ihren eigentlichen Auftrag verletzt, die Menschen für Gott zu öffnen, damit sie die Welt so gestalten, wie es Gottes Wille ist.

An den nächsten Sonntagen werden wir noch andere Gründe kennenlernen, warum sich die Menschen von Jesus abgewandt haben – wer mag kann versuchen, dies mit unserer Zeit und Erfahrung zu vergleichen.

Am Ende aber überliefert das Johannesev. das Ziel Jesu: dass Menschen zum Glauben kommen und den Glauben bekennen  und sich von Jesus in Anspruch nehmen lassen.

Vielleicht gelingt es uns ja auch, ein endgültiges Ja zu Jesus und seiner göttlichen Sendung zu sagen.

22. Juli 2012: 16. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den liturgischen Texten: 

Während Jesus in Nazareth Misserfolg hatte, weil man nicht glauben konnte, dass Gott in einem ganz normalen Menschen handelt – hatten seine Jünger offenbar glänzenden Erfolg:
Jesus hatte sie ausgesandt, die Botschaft zu verkünden und die unreinen Geister auszutreiben. Die Leute liefen ihnen von überall her nach – so dass nicht einmal mehr Zeit zum Essen blieb. Selbst der Versuch, dem Andrang durch eine Bootsfahrt zu entkommen, konnte den Ansturm nicht beruhigen.

Wir Kirchgänger, oder wir Leser, oder wir Christen sind sozusagen unter den vielen Menschen, die zu Jesus strömen – weil wir „Hunger“ haben – Hunger nach seinem Wort, Hunger nach ihm, der etwas hat, was sonst keiner hat. Dieser Hunger beschäftigt mich. Was ist das für ein Hunger? Welche Menschen spüren diesen Hunger? Wer kann den Hunger stillen? Womit?

Nicht alle Menschen spüren diesen Hunger:

Es waren nur wenige von den Führenden unter ihnen: die Hohenpriester und Schriftgelehrten spürten keinen Hunger, sie saßen ja sozusagen an der Quelle;

Gebildete und Reiche waren selten unter ihnen zu finden: sie spüren keinen Hunger: sie können die Annehmlichkeiten des Lebens genießen: Festessen, Konzerte, Schauspiel, Philosophie und Wissenschaft: Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Es gibt kein Problem, das nicht zu lösen wäre durch Geschick, Eifer, Beharrlichkeit, Geduld und Geld.

Die zu Jesus kamen, waren Menschen, die Probleme hatten:  vielen waren krank: ob und körperlich oder seelisch krank. –  andere waren arm: der Hunger war ihr täglicher Gast –
wieder andere plagte ihr schlechtes Gewissen: sie lebten nicht nach dem Gesetz, oder konnten es nicht.
Jedenfalls hatten sie einen Mangel, ihnen fehlte etwas – das suchten sie bei Jesus.

Der Mangel, die eigene Schwäche ließ sie suchen und öffnete sie für die Botschaft:
Wer um seine Gesundheit kämpft, wer sich um das tägliche Brot müht, wer sich nach Anerkennung und Frieden sehnt, hat leichter Zugang zu dem existentiellen Hunger, zu der Ur-Sehnsucht, die in jedem Menschen ist: Es ist die Sehnsucht nach dem Ursprung, nach der Quelle aus der wir hervorgehen und zu der wir wandern.

Wir können versuchen diesen Hunger zu übertönen mit den schrillen Tönen, mit dem Rausch der Geschwindigkeit, mit den grellen Farben und dem Überfluss im Genuss.

Doch der Hunger nach der Quelle wird dadurch nicht gestillt. Es ist der Hunger nach etwas, das wir uns selber nicht geben können.

Jesus weiß um dieses Geheimnis, er kennt den Schlüssel, mit dem wir Zugang erhalten. Wer immer auch zu ihm kommt, dem ist er bereit, nicht nur aufzuschließen, sondern sogar den Schlüssel zu geben.
Denn die Quelle, die diesen Hunger stillen kann, trägt der Mensch in sich selbst. Jesus offenbart uns, dass wir diese Quelle in uns tragen und dass die Wasser für das ewige Leben in uns sprudeln.
Jesus offenbart uns, dass wir Töchter und Söhne Gottes sind – dass jede und jeder unmittelbar Zugang hat zu der Quelle und nicht der Vermittlung durch andere Bedarf.

Damit wir uns daran erinnern, damit die Quelle nicht versiegt, damit das Wasser des Lebens in uns fließt, trinken wir immer wieder aus der Quelle.
In der Messfeier lassen wir die Dinge zurück, die den Hunger übertönen, wir wenden unseren Blick nach innen: dorthin, wo die Quelle in uns ist, wo Gottes ewiges Leben uns durchströmt, wo unsere Liebe sich nährt.
Das Evangelium von Jesus, das Gebet über Brot und Wein,  die heilige Kommunion – sie sind die sichtbaren Zeichen, für das, was Gott in uns wirkt: Leben und Liebe.

15. Juli 2012: Pfarrfest

Lesung: aus dem Römerbrief.

Seid einander in geschwisterlicher Liebe zugetan; übertrefft euch in gegenseitiger Achtung.
Lasst nicht nach in eurem Eifer; lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn.
Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis,
beharrlich im Gebet! Freut euch mit den Fröhlichen  und weint mit den Weinenden!

Seid untereinander eines Sinnes,  strebt nicht hoch hinaus,  sondern bleibt demütig!  Haltet euch nicht selbst für weise.
Vergeltet niemand Böses mit Bösem.

Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht!
Soweit es euch möglich ist,  haltet mit allen Menschen Frieden.
Lass dich nicht vom Bösen besiegen,  sondern besiege das Böse durch das Gute!

EVANGELIUM: Mt 6,25 – 34

Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen;  euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?

Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!

Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.

Ansprache: Grillen – Spiele – Jung und alt – Tombola – Kaffee und Kuchen – Bierbänke – Musik – Limo und Bier – Couscous und Wein  ‑ wir feiern unser Pfarrfest!

Das besondere an unserem Fest ist? – wir beginnen mit der Messfeier in der Kirche – Weil wir Gemeinde Jesu sind! Er ist unser Dreh- und Angelpunkt.

Er gibt uns Vertrauen: Vertrauen in das Leben. Vertrauen in den Ursprung des Lebens und Vertrauen, dass wir Mitarbeiter Gottes sein können –
Mitarbeiter, denen die Sorge für das Leben anvertraut ist, die Sorge für – wie Jesus sagt: Gottes Reich!

Die Sätze Jesu aus dem Mt. Evangelium, die ich für diese Messe ausgewählt habe, ist – ich habe es schon manchmal erwähnt – sind für mich Schlüsselsätze in der Botschaft Jesu:

Diese Gedanken Jesu überzeugen mich, dass ich
1. Vertrauen haben darf zum himmlischen Vater, dass er für mich sorgt!
Sind Blumen nicht einfach herrlich? Sie müssen sich nicht sorgen: Um ihrer selbst willen sind sie so herrlich geworden in der langen Kette ihrer Entwicklung und auch Züchtung.
Gott hat durch und in diesem Universum das Leben hervorgebracht – also kann ich ihm vertrauen, dass er auch mein Leben behütet und bewahrt.

2. Diese Gedanken Jesu überzeugen mich, welche Prioritäten mein Leben hat: Die erste Priorität ist Gottes Mitarbeiter zu sein:  Jeder an seiner Stelle: Wie kann ich jetzt Gottes Willen tun?
Wie kann ich Vertrauen schaffen? Wie kann ich Frieden schaffen? Wie kann durch mich die Gerechtigkeit und die Wahrheit sich durchsetzen? Und vor allem: Wie kann ich Gottes Liebe Gestalt werden lassen – durch mein Reden und Tun?

Liebe – Achtung – Eifer – Freude – Hoffnung – Gebet – Mitgefühl – Einigkeit – Demut – Vergebung und Barmherzigkeit – Gut sein – so umschreibt Paulus dies alles – ganz im Sinne Jesu.

Das erste aber ist: Gott sorgt für Himmel und Erde – für Pflanzen und Tiere und auch für mich und für sie – er gibt uns das Leben in Ewigkeit.

Zum Abschluss einer kurzen Predigt  werden die Leute eingeladen, ihre Blumen bankweise nach vorne zu bringen und in „Herz Jesu“ einzukleben.

8. Juli 2012: 14. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den liturgischen Texten:

„Niemals wird so gelogen, wie bei einer Beerdigung oder einem Jubiläum“, sagt man.
Bei diesen Gelegenheiten wird gelobt und gepriesen: es wird so getan, als ob es keine Schwäche, keine Fehlleistung, keinen Misserfolg gegeben hätte.

Aufsehen erregte es, als der Orden Mutter Teresas an ihrem 10 Todestag erlaubte, dass ihre Aufzeichnungen veröffentlicht werden, in denen sie selbst von ihren quälenden Glaubenszweifeln sprach.
Es war deshalb so schlimm, weil man in ihr die personifizierte Menschenliebe Gottes zu erkennen glaubte.

Das Markusevangelium – wie auch die anderen Evangelien – sind geschrieben worden, um Jesus als Sohn Gottes zu verkünden.
Das tun sie auch – mehr oder weniger kunstvoll verarbeiten sie dafür die mündlichen und schriftlichen Überlieferungen in den christlichen Gemeinden.

Um Jesus als Sohn Gottes zu verkünden überlieferte man die Geschichten, wie er in göttlicher Kraft lehrte und Menschen heilte und die befreite, die nicht mehr Herr über sich selbst waren.
Unmittelbar im Anschluss an solche Geschichten erzählt das Markusevan­gelium von einem katastrophalen Misserfolg Jesu in seiner Heimatstadt Nazareth.

Warum? Wozu? Was beabsichtigt das Evangelium mit dieser Geschichte?
Schauen wir genau hin:

Jesus lehrte in der Synagoge. Zunächst reagieren die Leute in seiner Heimat ähnlich wie die Leute in Kafarnaum und anderswo: sie staunen über seine Lehre. Dann aber halten sie ihm vor:
Du sagst, dass du von Gott gesandt und berufen bist. Du meinst Gott würde durch dich sprechen?
Das traust du dich, obwohl du nicht mehr bist als ein Bauarbeiter, der dorthin gehen muss, wo er Geld verdienen kann.
Das traust du dich, obwohl deine Mutter und deine Brüder unter uns leben. Sie selbst sagen ja, „ dass du von Sinnen bist!“

Die Menschen in Nazareth konnten Jesus nicht als Boten Gottes annehmen: sie konnten nicht glauben, dass Gott sich in einem ganz normalen Menschen anderen Menschen offenbart.
So staunenswert seine Worte auch waren, auch wenn sie Weisheit enthielten und auch wenn er Machttaten vollbrachte. –  Das ist nicht möglich, dass Gott durch einen so ganz normalen Menschen spricht, an dessen Kindergeschrei sich alle noch erinnern können.

Kann Gott sich durch und in einem Menschen offenbaren?
Kann ein Mensch so Gottes Willen tun und so mit Gott verbunden sein, dass wir in ihm Gott am Werk sehen?
Etwas einfacher gesagt: Gibt es so etwas wie Berufung?

Mutter Teresa war davon überzeugt, während einer Zugfahrt von Kalkutta nach Darjeeling am 10. September 1946 die Stimme Jesu gehört zu haben. „Meine Kleine, bring die Seelen der armen kleinen Straßenkinder zu mir“,
Franziskus hörte vom Kreuz herab die Stimme Jesu: „Baue meine Kirche wieder auf!“
Priester glauben sich von Gott berufen, ebenso wie Ordensleute!
Auch Eheleute erkennen in ihrer partnerschaftlichen Liebe ein Geschenk und einen Auftrag Gottes.

Das ist die Botschaft Jesu: Gott offenbart sich in den Menschen, die auf ihn hören, die seinen Willen tun. Sie verkörpern seine Liebe zum Leben.
Wir dürfen glauben, dass Gott auch heute noch Menschen anregt und ihnen die Kraft gibt zu jedem guten Werk.
Wir dürfen glauben, dass in der Liebe eines Menschen Gottes Liebe sich zeigt.

Das nimmt dem Menschen nichts weg: denn er stimmt Gottes Willen und Berufung zu und entscheidet sich und setzt seine Kräfte für Gottes Reich ein – statt sich ihm in den Weg zu stellen.

Wir selbst können Gott sichtbar machen in dieser Welt und Gottes Mitarbeiter sein. Dazu sind wir berufen.

1. Juli 2012: 13. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den liturgischen Texten:

Viele haben einmal den Ehebund geschlossen, und versprochen:
Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.
Den anderen lieben und achten und ehren – alle Tage – also jeden einzelnen Tag – Ist das überhaupt möglich?

Es kommt doch leicht dazu, dass man es tatsächlich an Interesse, an Liebe, Achtung und Ehre für den anderen fehlen lässt.
Es kommt dazu, dass dieses gegenseitige Versprechen, dass dieser Bund neu belebt werden muss. Ein Glück, wenn es immer wieder geschieht.
So kann sogar aus Verletzungen und Entzweiung diese einmalige Verbindung vertieft und gestärkt hervorgehen.
Die Liebe ist nicht tot, sondern sie schläft nur, um wieder zum Leben erweckt zu werden.

Viele unter uns haben sich einmal für ein Leben als Christ in der Kirche entschieden. Die Werte des Christentums sind mir wichtig – sagen viele:
Doch das Berufsleben, der Zwang Gewinne und Produktivität zu steigern,  der Druck im Konkurrenzkampf zu überleben macht es vielleicht schwer Fairness und Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Rücksicht zu praktizieren.

Gar mancher hat sich vorgenommen, das Leben nicht oberflächlich zu betrachten, sondern als nach Gottes Plänen und Willen zu fragen. Die Liebe Gottes, die Christus gebracht hat soll Ausgangspunkt des Lebens sein: doch die Belastungen in Familie und Beruf; das Bedürfnis nach Erholung, Entspannung; die vielen attraktiven Angebote unserer Zeit – all das kann jemand doch immer stärker fesseln, so dass er Gott immer mehr in den Hintergrund rückt.

Wir kennen die Erfahrung, dass etwas neu belebt werden muss und kann – wenn das richtige Wort gefunden wird, wenn ein Anstoß dazu gegeben wird, wenn Vertrauen und Hoffnung Mut zu einem neuen Anfang geben. Diese Erfahrung möchte ich mit der Geschichte von dem Töchterlein des Jairus in Verbindung bringen. Ich gebe zu, es ist eine gewagte Auslegung und Interpretation, die ich versuche und ich bin mir nicht sicher, ob sie dabei mitgehen können.

Jairus ist Synagogenvorsteher: er ist verantwortlich für die Gottesdienste in der Synagoge in denen das Gesetz des Mose, die 10 Gebote, die Mahnungen der Propheten vorgetragen und ausgelegt werden. Sein Töchterlein ist schwer krank – ja es sieht aus, als ob es gestorben sei.
Das, was dem Synagogenvorsteher am Herzen liegt, dass die Menschen an Gott glauben, seine Gebote einhalten, Gott vertrauen – gerade in der schweren Zeit der Fremdherrschaft – sein Töchterlein scheint tot zu sein.

Die Menschen verstoßen gegen das Gesetz des Mose. Sie haben aufgehört auf die Befreiung zu hoffen.
Und Gott scheint sein Volk verlassen zu haben – Warum handelt er nicht?
Das Volk ist nicht mehr Gottes Volk und von Gottes Kraft und Hilfe ist nichts zu sehen.
Die Totenklage hat schon eingesetzt. Der Bund zwischen Gott und Mensch, zwischen Gott und seinem Volk scheint keine Zukunft mehr zu haben  – bis Jesus sich darum kümmert und sagt: „Steh auf!“

Gottes Bund mit dem Menschen, mit seinem Volk lebt und wird immer neu belebt durch Gottes Macht!

Jesus hat den Tod in seiner Auferstehung überwunden. Wenn ich an ihn glaube, wenn sie an ihn glauben, wenn wir seiner Kraft vertrauen,
dann wird er uns immer wieder ins Leben zurückrufen; dann wird das Gute, das wir in uns tragen, wieder lebendig:

Das Gute, das wir begonnen haben, das wir immer schon wollten,
Die Liebe zum anderen, die wir versprochen haben,
Die Hoffnung, dass alles einen Sinn hat, weil Gott es gut machen wird,

Lassen wir uns immer wieder von Jesus sozusagen an der Hand fassen und aufrichten. Sein Wort holt uns ins Leben zurück: „Ich sage dir: Steh auf!“

24. Juni 2012: Geburt des hl. Johannes des Täufers

Hier geht es zu den liturgischen Texten:

Johannes oder Jesus? Zum wem sollen wir halten?
Es ist ziemlich sicher, dass es auch nach dem Martyrium des Johannes und nach der Kreuzigung Jesu gleichzeitig Gemeinschaften gab, die sich auf Johannes den Täufer oder auf Jesus beriefen und gründeten. Es stellte sich also diese Frage: Johannes oder Jesus.

Das Lukasevangelium stellt Johannes den Täufer groß heraus – und doch wird er, obwohl er vorher kam, nur dadurch groß, weil er auf Jesus hindeutet.
Der Engel Gabriel verkündet dem Priester Zacharias die Geburt eines Sohnes – obwohl seine Frau Elisabeth schon lange nicht mehr dem Alter ist, um schwanger zu werden.
Derselbe Engel verkündet Maria, dass sie ein Kind vom Heiligen Geist empfangen wird.

Zacharias glaubt dem Engel nicht – Er stellt die Wahrheit der Engelsbotschaft in Frage.
Maria fragt hingegen: „Wie soll das geschehen?“ ohne dem Gottesboten zu widersprechen.

Der Sohn des Zacharias wird viele Israeliten zu Gott, dem Herrn, bekehren.
Der Sohn Marias aber wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen.

Johannes soll das Volk für den Herrn bereit machen – Jesus aber ist der Herr, auf den Johannes hinweisen wird.
Johannes wird in der Kraft des Propheten Elija sprechen – Jesus aber ist Messias Gottes, durch den Gott seine Herrschaft endgültig aufrichtet.

Johannes ist groß! Es gibt unter den Menschen keinen Größeren. Doch er ist der Vorbote!
Jesus aber ist Gottes Sohn, der Herr, der die Menschen von Sünde und Tod befreit.

In jeder Hinsicht überbietet Jesus Johannes den Täufer, seinen Vorläufer. Das möchte das Lukasevangelium
So schlägt das Lukasevangelium in seiner wunderbar gestalteten Vorgeschichte eine Brücke zwischen Johannes und Jesus: die Jünger des Johannes können zu Jesus Jüngern werden – denn gerade durch Jesus, den Messias, gewinnt ihr Meister noch an Größe und Bedeutung.

Auch die Botschaft des Johannes verliert nichts von ihrer Gültigkeit und Bedeutung: Sein Name fasst sie zusammen: Johannes heißt nämlich: Gott ist gnädig!

Gott ist gnädig: Er nimmt von Zacharias und Elisabeth den Makel der Kinderlosigkeit.

Gott ist gnädig: bevor der Messias kommt, um das Reich Gottes aufzurichten, sendet er einen Propheten, der das Volk zur Umkehr aufruft.

Gott ist gnädig: Wer sich taufen lässt, dem vergibt Gott seine Sünden.

Jesus lässt sich von Johannes taufen: Dadurch erkennt er an, dass Johannes Gottes Bote ist und im Auftrag Gottes spricht. Jesus nimmt die Botschaft des Johannes an: Gott ist gnädig.

Weil Gott gnädig ist, sandte er Jesus in die Welt. Auch sein Name ist eine frohe Botschaft, die noch über Johannes hinausgeht: Gott rettet
Gott rettet uns vergängliche und fehlerhafte Menschen und gibt uns Anteil an seiner ewigen Vollkommenheit.

17. Juni 2012: Herz Jesu Fest

Hier geht es zu den liturgischen Texten

In barocken Kirchen aus dem 18. Jahrhundert werden häufig die Skelette von Heiligen in Glasschreinen gezeigt – kostbar eingefasst mit Blumen und Ornamenten aus Golddraht und mit Edelsteinen.
Die Wittelsbacher ließen ihr Herz in Altötting bestatten;
Am 8. Januar lassen sich Gläubige mit der Kopfreliquie des hl. Erhard segnen.

Unsere Kirche trägt den Namen „Herz Jesu“. Nicht „Guter Hirt“ oder Christkönigskirche, also keinen Namen, der auf Jesus als Person bezogen wäre, sondern „Herz Jesu“ Kirche.

Der Name unserer Kirche führt uns also in das Innerste Jesu hinein – in sein Herz:
was hat ihn bewegt? Was hat ihn gefreut und geärgert? Was war sein Ziel? Wofür hat er gelebt? Was war er für ein Mensch?
Wir alle können diese Fragen – jeweils auf unsere eigene Weise – beantworten:

Das Johannesevangelium überliefert, dass der römische Soldat mit einer Lanze das Herz Jesu durchbohrt hat. Das Innerste Jesu ist durchbohrt. Zunächst denke ich: das ist der sichere Tod!
Dem Evangelium geht es darum, darzustellen, dass Jesus wirklich tot war. Kein Mensch kann leben, wenn sein Herz durchbohrt ist. Der Mensch Jesu war tot.

Doch: Ich lade Sie ein, mit mir auf einer symbolhaften Ebene weiter zu denken: Das mit der Lanze geöffnete Herz Jesu macht sichtbar, was das Lebensgeheimnis Jesu ist: Sein Herz war geöffnet:
Für die Menschen, die sich nach Heil sehnen; die sich danach sehnen, dass da ein Gott ist, der sie annimmt und dem sie sich anvertrauen können.
Für Gott, den er als seinen himmlischen Vater erkannte und dessen unendliche Liebe und Barmherzigkeit er durch sein ganzes Leben Fleisch werden ließ.

Jesus hat uns vorgelebt, dass das Herz des himmlischen Vaters uns offen steht, dass Gott – menschlich gesprochen – ein Herz für uns hat.

Ich bin froh, dass Jesus gerade deshalb ein Mensch voller Gefühle war. Er wurde zornig, er konnte schimpfen – die Vertreibung der Händler aus dem Tempel macht es deutlich. Jesus trauerte und weinte, er hatte Angst und kannte Verzweiflung!
Wer sich vorstellt, dass Jesus immer mild lächelte und mit sanfter Stimme sprach – der sollte die Evangelien einmal genauer lesen.

An Jesus schieden sich die Geister:
Er fand einige Freunde, viele liefen zu ihm – neugierig oder bewundernd –
doch er weckte auch Feindschaft und Feindseligkeit in den Menschen – die ihn verurteilten und hinrichteten.

Wir bekennen: Ich glaube an Jesus Christus! Ich glaube, dass er uns für Gott geöffnet hat, für Gottes grenzenlose Liebe und Barmherzigkeit, die jeden Augenblick das Leben schafft.

Schwestern und Brüder, sie alle haben ihr Herz für ihn geöffnet – indem sie an ihn glauben.
Die Türen des Herzens bleiben immer beweglich: sie können sich schließen und sie können sich öffnen.
Geöffnete Herzen sind leichter zu verletzen, sie nehmen mehr Anteil am Wohl und Wehe der Menschen.
Es ist ein dauerndes Wagnis und ein dauerndes Zurückschrecken in der Sorge, sich zu verlieren.

Doch wer sein Herz öffnet, öffnet sich der unendlichen und unerschöpflichen Liebe des himmlischen Vaters.

Pfarrausflug am Samstag, 23. Juni 2012

PFARRGEMEINDERAT DER PFARREI HERZ JESU

PFARRAUSFLUG  am 23. Juni 2012 nach ROTT am Inn und TEGERNSEE

Programm:

07.30      Abfahrt Dr.-Johann-Maier-Straße,  Zustieg an der Bushaltestelle AMG.  Zwischenhalt in der Raststätte Vaterstetten.

10.30      Hl. Messe in der Klosterkirche St. Marinus und Anianus in Rott am Inn mit anschließender  Kirchenführung ‑ Möglichkeit zum Besuch  der Gruft von Franz-Josef und Marianne Strauß.

12.00      Wir gehen gemeinsam von der Kirche zum Mittagessen in den Landgasthof Stechl. Keine Vorbestellung des Essens notwendig.

13.30        Weiterfahrt nach Tegernsee (Fahrzeit ca. 1 Std.). Vielfältige Freizeitangebote: Spazierwege an der Seepromenade, Tret- oder Elektrobootfahren, Schiffs-Rundfahrt, Cafes  und Restaurants.

17.30  Heimfahrt geplante Ankunft in Regensburg gegen 20.00 Uhr.

 

ANMELDUNG:                    ab sofort im Pfarrbüro Herz Jesu während der Bürozeiten

FAHRPREIS:                    18.00 Euro  Kinder bis 12 Jahre u. Ministranten frei

10. Juni 2012: 10 Sonntag im Jahreskreis

Ich schaue in die Welt, ich schaue auf das Leben, wie ich es kenne – und bin verwirrt:
Der Mensch vollbringt großartiges in dieser Welt:
Sprache, Bilder, Musik, Technik und Kunst verbinden 7 Milliarden Menschen. Durch Kommunikationsmittel gelangen Bilder von da nach dort – Tausende von Kilometern spielen fast keine Rolle dabei.
Nach einem Erdbeben treffen in wenigen Stunden Hilfsmittel aus der ganzen Welt ein. Die Menschen haben den Drang einander beizustehen und zu retten.
Krankheiten werden bekämpft und überwunden.

Und zugleich:
Biologische Waffen bedrohen Millionen von Menschen.
Der Mensch macht die Erde zu einer Giftmüllhalde.
Manche töten sich selbst, um damit möglichst viele „Feinde“ mit in den Tod zu reißen.
Bürgerkrieg, Sexualverbrechen, Raub, Betrug, rücksichtsloses Gewinnstreben –
Der Mensch droht selber all seine Errungenschaften, all das Gute zu vernichten.

Gut und Böse – der Mensch ist beides zugleich ‑ Kraft des Geistes und Kraft der Freiheit, die ihm von Gott geschenkt sind.

Das Böse quält den Menschen, es macht ihm Angst und es bedroht ihn und das Leben.
Das Gute freut den Menschen, es befreit ihn und gibt ihm Sicherheit und Geborgenheit.

Nicht erst der Mensch ist zerrissen zwischen Gut und Böse – Im ganzen Universum werden und vergehen gleichzeitig Sonnen und Erden. Gebirge falten sich auf und werden von Wind und Wetter geschleift – Blumen wachsen und verwelken, Tiere jagen und werden krank.

Der Mensch nimmt aber für sich in Anspruch, dass er wie kein anderes Wesen, diesen Zwiespalt erkennt und erleidet. Der Mensch will das Gute, er will das Leben er kämpft gegen das Böse und gegen den Tod. Woher aber soll der Mensch wissen, was gut ist? Muss er es selber bestimmen, oder kann er es entdecken?

Es gibt einen Ursprung für alles was ist, den wir Gott nennen. Er ruft das Leben und erhält es. Er will, dass auch das vergängliche Leben Anteil hat an seiner Ewigkeit. Er ist es auch, der in seine Schöpfung Gut und Böse eingeschrieben hat.

Gut ist, wenn wir uns in den Schöpferwillen einfügen, wenn wir ihm zustimmen, wenn wir das Leben annehmen und bejahen –  das eigene und das des andern.

Böse ist es, wenn wir uns selbst über den anderen stellen: wenn wir meinen, unser Gutes sei wichtiger als das des anderen. Böse ist es, wenn wir einem anderen Schaden zufügen, um dadurch einen Nutzen zu haben.

Der Mensch und die Menschheit stehen, seit es Menschen gibt, in diesem Zwiespalt zwischen Gut und Böse. Beides gehört zum Menschen und der Mensch kann und soll gegen das Böse kämpfen, in dem er sich entscheidet, das Gute zu tun: wir sollen das tun, was dazu hilft, dass sich das Leben im Miteinander und Füreinander entfalten kann.

Im Kampf des Menschen gegen das Böse hat Jesus Christus eine Wende gebracht: Er hat in seiner Person das Böse bezwungen. Er hat den Drang, sich über andere zu stellen, besiegt und den Willen des Schöpfers getan, in dem er ganz und gar für die Menschen lebte.

Wir glauben an ihn, das heißt: Wir kommen zu ihm. Wir gehen durch die Tür, die er geöffnet hat: er hat Gottes Gnade und Barmherzigkeit für jeden Menschen verkündet. Wir vertrauen darauf, dass Gott am Ende alles gut gemacht haben wird. So können wir dem Schöpferwillen erfüllen und Jesu Mütter, Brüder und Schwestern sein, in dem wir das Gute tun.

3. Juni 2012: Dreifaltigkeitssonntag

Hier geht es zu den liturgischen Texten: 

„Überall und auch in religiösen Dingen machte es mir zu schaffen, daß ich nicht heuchelte und den Mut hatte, auszusprechen wie ich empfand. Ich glaubte an Gott und die Natur und an den Sieg des Edlen über das Schlechte; aber das war den frommen Seelen nicht genug, ich sollte auch glauben, daß Drei Eins sei und Eins Drei; das aber widerstrebte dem Wahrheitsgefühl meiner Seele; auch sah ich nicht ein, daß mir damit auch nur im mindesten wäre geholfen gewesen.“
Johann Peter Eckermann, ein Vertrauter Goethes überliefert diesen Rückblick Goethes auf seine Jugendjahre in den „Gesprächen mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens“ 1836.

„Ich sah nicht ein, dass mir im Mindesten damit geholfen wäre!“ – Ist der Glaube an die Drei-Einigkeit eher ein Hindernis oder vielleicht doch eine Hilfe zum christlichen Glauben?
Die Aufgabe, die ich mir stelle, ist nicht weniger, als nachzudenken, ob der Glaube an Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist für das Glauben-Können eher hinderlich oder doch wichtig oder unverzichtbar ist.

Jedenfalls unterscheidet uns dieser Glaube von den anderen monotheisti­schen Religionen – er ist das Besondere des Christentums – aber dadurch ist dieser Glaube noch lange nicht wahr: man kann sich nicht etwas ausdenken und behaupten, bloß damit man anders ist als andere.
Wir kommen nicht daran vorbei, von Vater, Sohn und Geist zu sprechen, weil die Heilige Schrift, auf der unser Glaube beruht, vom Vater, Sohn und Geist und von ihrem Wirken und Tun erzählt.
Vater, Sohn, Geist – gehören zum christlichen Vokabular, seit Petrus und die anderen Jünger begannen, die Auferstehung Jesu zu verkünden.
Und von Anfang an, jedenfalls schon vor dem Jahr 100 unserer Zeitrech­nung gab es die Taufformel: Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Sowohl den Sohn, als auch den Geist sehen wir Christen in engster Verbin­dung mit Gott: sie kommen von Gott; sie sind Gottes Sohn und Gottes Geist.

Wie aber verhalten sich diese drei zueinander?: Steht der Vater über dem Sohn und dem Geist?  Hat der Vater Jesus als Sohn angenommen oder hat der Sohn in Jesus Fleisch angenommen?  Steht der Heilige Geist zwischen dem Vater und dem Sohn oder unter dem Sohn?

Ich frage mich: Kann ich das wissen? Muss ich das wissen? Für mich ist es entscheidender, wie der Glaube an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist mir Leben hilft und mich Heil finden lässt?

Gott ist der Ursprung, die Quelle des ganzen Weltalls! Im Weltall, durch das vergängliche Leben im Universum verwirklicht sich Gott, der Lebendige und Leben schaffende.

Im Menschen Jesus erkenne ich, dass Gott sich uns zuwendet und dieses vergängliche, begrenzte und geschaffene Leben annimmt und teilt.
Gott ist nicht nur der Ursprung des Lebens, er ist auch Bruder der Menschen – und teilt sogar die geschlechtliche Begrenzung mit uns.
Gott lässt sich also ganz und gar auf uns seine Geschöpfe ein. Er ver – wirklicht sich im Menschen: Denn erst der Mensch, dessen Gedanken frei sind und der seiner bewusst ist, kann Gott erkennen und ihm vertrauen und eine Beziehung zu ihm haben. Gott ist wirklich, weil wir Menschen ihn erkennen können.

Der Geist Gottes und seine Kraft wirkt in den Menschen. Es ist der schöpferische Geist, der den Menschen fähig macht, Neues zu erschaffen und auszudenken.
Wie der Vater, der alles ins Leben rief, kann auch der Mensch in der Welt Neues erfinden und schaffen, kann auch der Mensch Leben zeugen und weitergeben, kann auch der Mensch sich für den anderen öffnen und ICH sagen. Der Mensch ist Gott ähnlich, weil Gottes Geist im Menschen ist.

Gott offenbart sich uns in dieser Drei-Gestalt!
Gott erschafft das Universum und das Leben,
Gott wendet sich dem Leben, dem Menschen zu,
Gott gibt dem Menschen seinen schöpferischen Geist.

In dieser Offenbarung ist die Kluft überwunden, die Gott und Menschen trennt. Da aber Gott und Mensch versöhnt sind, ist der Weg geebnet, dass auch die Menschen die Spaltungen überwinden können, dass auch wir versöhnt sein können – verschieden voneinander und doch verbunden als Menschen die Leben durch Gottes Geist, die Gott befreit durch Jesus Christus, die Gott liebt unser aller himmlischer Vater.