28.06.26: 13. Sonntag im Jahreskreis

Hier geht es zu den Texten der Liturgie:

Einführung: Liebe Schwestern und Brüder,
wenn in dieser Hitzeperiode von kühlen Kirchen die Rede ist, klingt das sympathisch: Im Kirchenraum kann man der allzu großen Hitze entfliehen.
Ich wünsche mir aber keine „kühle Kirche“: In unserer Gemeinschaft wünsche ich mir herzliches Interesse aneinander.
Eine Gemeinschaft, die sich miteinander freuen und auch miteinander trauern kann.
Ich wünsche mir eine Kirche voll mitmenschlicher Nähe und Wärme.

Grüßen wir Jesus:
Du warst voll Zuneigung zu den Menschen
Du hast Erbarmen mit den Menschen, die Not leiden.
Du bist bei uns, jeden Tag, solange wir leben.

Ansprache: Liebe Schwestern und Brüder,
das ist mehr als heftig:
Wenn du es wert sein willst, mein Jünger zu sein, musst Du mich mehr lieben als Vater oder Mutter oder Kinder;
Du musst bereit sein, für mich zu sterben!

Das erinnert an das 1. der 10 Gebote: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“

Mt stellt Jesus damit unmittelbar neben Gott: Wer Jesus liebt, liebt Gott! Wer Gott liebt, erkennt, dass Jesus Gottes Wort verkündet!

Dann wiederum stimmt es schon, denn:

Gott zu folgen ist wichtiger als auf Menschen zu hören.
Die Stimme Gottes in unserem Herzen ist die höchste Autorität, der wir folgen. Sie steht höher sogar als die Menschen, die uns die liebsten sind, ja sogar als unser eigenes Leben.

Würde aber jemand sagen:
Jesus will, dass Eltern ihre Kinder und Kinder ihre Eltern missachten und verachten – ich würde ihm klar entgegnen, dass er irrt:

Jesus hat die Verantwortung der Kinder für ihre alternden Eltern und die Sorge für die Kinder öfter den Menschen eingeschärft.

Es gilt das 4. Gebot: Ehre deinen Vater und deine Mutter.

Doch wenn eine Mutter ihrer Tochter sagen würde:
Hör auf mit deiner Nächstenliebe!
Hör auf, mit deinem Gottvertrauen!
Höre auf an Gottes Liebe zu glauben!

Dann könnte die Tochter ihrer Mutter nicht folgen:
Sie müsste sagen:
Mutter ich danke dir für das Leben und ich werde alles tun, damit es dir gut geht – aber den Glauben an Gottes Liebe werde ich nicht aufgeben!

Und selbst wenn Du mich aus dem Haus jagst: Ich glaube an Gott, der dich liebt und auch mich.

Liebe Schwestern und Brüder, was immer auch in unserem Leben geschieht: ob man uns verfolgt, beraubt, ausschließt, einsperrt oder mit Lob überschüttet. Auch nicht die Sorge um ein sorgenfreies Leben!

Nichts soll uns davon abhalten, die Menschen zu lieben, wie Jesus sie geliebt hat. Amen.

Allgemeines Gebet

Lektor/in: Jesus, du hast Gott, deinen Vater an die erste Stelle gesetzt. Du mahnst uns, dass wir uns durch nichts davon abbringen lassen. Wir beten zu dir:

Jesus, Sohn Gottes und unser Bruder     L/A: Voll Vertrauen beten wir

  • Für alle die an dich glauben: dass sie daran festhalten, dass der himmlische Vater jeden Menschen liebt – ohne Ausnahme.
  • Für die jungen Männer, die in diesen Wochen für zu Priestern geweiht werden: dass sie leben, was sie verkünden.
  • Für alle Menschen in einem kirchlichen Beruf: dass sie die Freude des Glaubens ausstrahlen.
  • Für die Ehepaare, deren Kinderwunsch unerfüllt blieb: dass sie die Enttäuschung darüber nicht zu unglück­lichen Menschen macht.
  • Für alles Lebendige auf unserer Erde: dass wir Menschen die Erde bewahren und behüten wie einen Garten, der uns anvertraut ist.

Lektor/in: Vater im Himmel, wir preisen dich, weil du die Schöpfung mit Leben erfüllst und uns gibst, was wir zum Leben brauchen. Jetzt und in Ewigkeit. Amen.